HERSTELLER-STECKBRIEFE

A
ALOE
AINSWORTH
ASKANIA
AURICOSTE
AURRKA (Rote Armee)
  AYPPKA auf Russisch
B
BAMBERG
BARIGO
BARKER
BAUDET
BEN / Bianchetti
BENDIX
BEZARD
BREITHAUPT
BROWN
BRUNTON
BÜCHI
BUSCH
C
CAMMENGA
CHAIX
CHETWYND
CHINA
COLLIGNON-HOULLIOT
CREAGH OSBORNE
cro (s. FUESS, Berlin)
CRUCHONS & EMONS
D
DACOR
DEMARIA-LAPIERRE
DENNISON
DIETZGEN
DLM
DOIGNON
DOLLOND

E
ESCHENBACH
F
FALKE
FEE & STEMWEDEL
FPM (Freiberger
     Präzisionsmechanik)
G
GERLACH
GKS
GLAUSER
GOERZ
GURLEY

H
HAND
hap (s. KOHL)
HUNTER
HOULLIOT
I
I.O.R.

J
JEZNACKI
K
KADLEC
KATER Henry
KEARFOTT
KELVIN
KERN
K&R (Kasper & Richter)
KEUFFEL & ESSER
KNM (KHM auf Russisch)
KOEHN
KOHL
KONUS
KREIS
KRÖPLIN
KÜHRT
KULVIEC
L
LADOIS
LIETZ
LUDOLPH
LUFFT

M
MERIDIAN
MOM
MORIN
N
NARDIN
NEGRETTI & ZAMBRA
NIFE

O
P - Q
PANERAI
PASTO
PEIGNÉ (Général)
PLASTIMO

R
RECORD
RECTA
ROSSIGNOL
S
S (s. STOCKERT)
SCHMALCALDER
SECRETAN
SHORT & MASON
SIEMENS
SILVA
SINGER
SIMMS
S-L - Société des Lunetiers
S (Forts.)
SPENCER, BROWNING & RUST
SPIROTECHNIQUE
STANLEY
STEIN (von)
STEWARD
STOCKER & YALE
STOCKERT (S)
STOPPANI
SUPERIOR MAGNETO
SUUNTO
SÜSS NÁNDOR (MOM)
T
TAYLOR
TELEOPTIK
T.G. Ltd London

U
V
VAUCHER
VERNER
VION
VOIGTLÄNDER
W
WALTHAM
WICHMANN
WILD
WILKIE
WINTERER
WITTNAUER
X - Y
YAL
YEATES & SON
Z
ZEISS IKON
Z.I.E.L.
ZIKO
ZUP (ЗУП auf Russisch)

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- A -

AINSWORTH

Wm (William) AINSWORTH & SONS war der Hersteller, der als erster den BRUNTON-Kompass fertigte.

ASKANIA

ASKANIA ist ein deutsches Unternehmen. Die ursprüngliche Gründung erfolgte am 30.6.1921 unter Übernahme der Centralwerkstatt Dessau (DCGG-Tochterges.) und der Fa. Carl Bamberg, Werkstätten für Präzisionsmechanik und Optik, Berlin-Friedenau als Askaniawerke AG, vormals Centralwerkstatt Dessau und Carl Bamberg-Friedenau.
Am 4.2.1938 erfolgte die Umbenennung in Askania-Werke AG. Im Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften 1943 wird Askania nicht mehr als eigenständige Fa. aufgeführt.
Großaktionäre bis 1938:
1. Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau (Majorität)
2. Fabrikbesitzer Paul Bamberg, Berlin-Wannsee.
3. Charlottenburger Wasser- und Industriewerke AG, Berlin.

(1959 auf die Continental Elektroindustrie AG übergegangen?)

Von 1939 bis zum Kriegsausbruch bestanden die Askania-Werke aus drei großen Berliner Fabriken:
• Friedenau: Bau von wissenschaftlichen Geräten, Einzeloptik, Entwicklungslabors, Hauptverwaltung.
• Steglitz: Reglerfabrik
• Mariendorf: Luftfahrtgeräte, Reihenoptik, Kreiselgeräte, Sonderbau für die Marine.

- BERLIN:
Am 1. Januar 1948 wurde aus der GmbH Volkseigentum. VEB Askania Teltow startete in die neue Zeit mit knapp 500 Beschäftigten. Die stellten bis 1961 beispielsweise Technik für die Seefahrt her: Maschinentelegrafen, Klinometer, Lotmaschinen und Kompasse. Nach einer erfolgreichen Klage der Askania AG vor dem Internationalen Gerichtshof erhielt der Betrieb 1954 den Namen "VEB Geräte- und Reglerwerke Teltow" .

- BODENSEE:
Nachdem während des Krieges außerhalb Berlins etliche Zweigwerke entstanden, wurden noch im Februar und März 1945 fünf kleinere Trupps mit ca. 30-50 Maschinen und weniger als 100 Mann in den Westen in weniger kriegsgefährdete Gebiete entsandt, darunter der kleine Trupp unter Oberingenieur Wilde nach Konstanz.
Nach dem Einmarsch der französischen Armee in Konstanz im Mai 1945 mussten die Entwicklungsarbeiten weiter fortgesetzt werden. 1946 veranlasst durch Kontrollratsbeschluss, keine Rüstungsfertigung in Deutschland weiterhin zu betreiben, war die französische Marine zu dem Entschluss gekommen, die restlichen Arbeiten nach Frankreich zu verlagern. Etwa die Hälfte der Truppe wurde in Frankreich unter Vertrag genommen, der Rest wurde entlassen. Herr Wilde und der Rest seiner Mannschaft zog nach Überlingen in das gemietete Fabrikanwesen der Fa. Kramer. Dort wurde am 2.1.1947 die ASKANIA WERKE AG Bodenseewerk Überlingen gegründet.

Das Askania Bodenseewerk
Um in der schwierigen Nachkriegszeit zu überleben, hat man mit dem vorhandenen "Know-how" die verschiedensten Dinge entwickelt und gebaut, für die eine Verkaufschance gesehen wurde: Schraubstock, Marschkompasse, Kugelschreiber, Bleistiftspitzer, Tonbandgeräte, Brillen, ein Gerät zur Flugbahnbestimmung von Raketen und Entfernungsmesser. Nachdem bereits Anfang des Jahrhunderts bei den Askania-Werken Entfernungsmesser gebaut wurden, besann man sich hier auf alte Erfahrungen.
1949 wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt, um Bankkredite und Marshallplangelder erhalten zu können.

Nach dem Kauf der Mehrheit der Anteile durch die Perkin-Elmer Corporation Norwalk, Connecticut, USA 1954, wurde der ASKANIA–Schriftzug gegen “ineinander verschachtelte Dreiecke“, das neue Firmenzeichen der Perkin Elmer GmbH, Überlingen ausgetauscht.
Nach 1955 wurde der Name “ BODAN “ eingeführt. Kompasse wurden wohl nur noch bis 1956 gebaut.
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AURICOSTE

J. AURICOSTE ist ein französisches Unternehmen. Es existiert seit 1854 und produziert hauptsächlich Schiffsuhren, aber auch Luxus- und Pilotenuhren. Vor dem 1. Weltkrieg produzierte es auch eine französische Version des Urmodells des Bézard-Kompasses.
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- B -

BAMBERG, Carl

Ehemaliges deutsches Unternehmen mit Sitz in Friedenau bei Berlin.
Johann Karl Wilhelm Anton Bamberg (12. Juli 1847- 4. Juni 1892), dessen Vater Uhrmacher gewesen war, war 1862-1866 Lehrling bei Zeiss Jena (Schüler von Abbe) und 1869-70 bei Pistor & Martins beschäftigt.
1873 war er Kurator für wissenschaftliche Instrumente bei der Kaisermarine.
1871 gründete er das Unternehmen Werkstätten für Präzisions-Mechanik und Optik, Berlin (Geodätische und astronomische Instrumente). Carl Bamberg starb 1892. Seine Frau führte die Geschäfte weiter. Sein Sohn Paul Bamberg trat dem Unternehmen 1904 bei und führte es zusammen mit Th. Ludewig.
Bamberg stattete viele Flugzeuge im 1. Weltkrieg aus (s. Logo r.) sowie die Schiffe der Kaiserlichen Marine.
Bamberg übernahm folgende Unternehmen:
- Otto Töpfer und Sohn 1919
- Hermann Wanschaff 1922
- Hans Heele 1923
und gründete Carl Bamberg Friedenau
1921 kam die Centralwerkstatt Dessau hinzu, wobei die Askania Werke AG entstanden.
(Zitiert nach www.europa.com)
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BARIGO

Anagramm für BAROMETERFABRIK RICHARD GOES - Deutsches Unternehmen, gegründet 1929 mit Sitz in Schwenningen. Produziert hauptsächlich Barometer.

BARKER (Francis BARKER & Son)

Britisches Unternehmen, 1846 in London durch Francis Barker (1820-15. Dez. 1875) gegründet. Zwei Jahre später (1848) gründete er zusammen mit seinem Freund und früheren Mitschüler Richard Groves eine zweite Firma, Groves and Barker - Mariners' Compass and Sundial Makers mit Sitz 16 Market Street, Clerkenwell, London. Richard starb 1864 und das Unternehmen Groves & Barker wurde ca. ein Jahr später in die prosperierende F. Barker & Son eingebracht. F. Barker & Son übernahm ebenfalls die Firma J & G Simms, wo Francis Barker und Richard Groves gelernt hatten, nach dem Tod dieser beiden Brüder 1855.
Bild rechts: Das am häufigsten verwendete Markenzeichen von F. Barker & Son waren die Worte TRADE MARK LONDON in einem Dreieck um sein Monogramm (die drei Zeichen B & S übereinander) herum geschrieben. Nach Francis' Tod wurde das S spiegelverkehrt dargestellt.

Barker wurde 1955 von den Prokuristen Leach und Pearson übernommen. Der Sohn von H. Leach (Francis) führte die Firma bis 1983. Später wurde sie an Pyser-SGI Limited, Edenbridge, Kent (Groß-Britannien) verkauft.
ANMERKUNG: Herr Fr. Leach hat sich soeben (Okt. 2010) gemeldet und weitere Infos sollten in Kürze hinzugefügt werden.
(s. die ausführliche Firmengeschichte auf der Website www.trademarklondon.com)
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BAUDET-BURNAT

Früheres französisches Unternehmen, gegründet 1958, erlosch am 4. Juni 1998.
Foto rechts: Eintrag im Jahrbuch (um 1980) des Syndicat Général de l'Optique et des Instruments de Précision (S.G.O.I.P.).
Eintrag: BURNAT wurde 1947 gegründet, als Herr Burnat die 1905 durch Herrn Chatelain gegründete Fa. (Name ? - Umfirmierung ?) übernahm. Produkte (u.a.): trockene und flüssigkeitsgedämpfte Taschen-, Fahrzeug- und Unterwasserkompasse.

Baudet-Katalog für Kartenleser (1925) mit zahlreichen Modellen in allen europäischen sowie britischen/US Längenmaßeinheiten davon einer mit einem winzigen Kompass im Haltegriff.

B.E.N. / Bianchetti

Französischer Hersteller von Armband- und Marine-Kompassen. Die Fa. war 1826 in Marseille gegründet worden. In den 1950er J. lautete der Firmenname und die Anschrift: Etablissements Bianchetti Charles et Cie,  57, rue F. et R. Guidicelli, Endoume/Marseille 7e. Die Namensänderung in Bianchetti Electronique Nautique (BEN) erfolgte 1962. 1992 wurde BEN von der Fa. i2e (Aix-en-Provence) übernommen. Seit 2007 firmiert das Unternehmen unter dem Namen AMESYS.

BENDIX

Bendix Aviation Corporation, Baltimore, MD USA
Wenn Sie zur Geschichte dieses Herstellers beitragen können, schreiben Sie bitte dem Museumskurator (siehe KONTAKT).

BÉZARD, J. von

Johannes Ritter von Bézard (geb. 5.5.1871 in Przyborów, Landkreis Brzesko / Polen - gest. nach 1939) war ein österreichischer Offizier.
Ein ausführlicher Lebenslauf einschl. milit. Karriere ist in deutscher Übersetzung erhältlich (KONTAKT). Das Original in polnischer Sprache befindet sich auf der Website der Stiftung "Fundacja Tadeusz Kosciuszki" des Geschichtsmuseums in Kielce, Polen (s. LINKS).
Er erfand den Kompasstyp, der seinen trägt (s. Der BÉZARD-Kompass).

BREITHAUPT

Deutscher Kompassherstellerbetrieb mit Sitz in Kassel (siehe auch Kategorie Geologen- und Artilleriekompasse). Lieferant der deutschen Streitkräfte und der Bergbauindustrie.
Die Firma wurde 1767 von Johann Christian Breithaupt (geb. 23. Juni 1736 - gest. 1800) gegründet, welcher 1768 Hofmechanikus beim Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Cassel wurde. 
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BROWN

J. BROWN, 76 St. Vincent Street - GLASGOW
Es liegen keine weiteren Infos vor. Wenn Sie zur Geschichte dieses Herstellers beitragen können, schreiben Sie bitte dem Museumskurator (siehe KONTAKT).
Er war vermutlich nur einer von vielen Verkäufern von Kompassen, die von F. BARKER gefertigt worden waren.
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BRUNTON

David William Brunton wurde am 11. Juni1849 in Ontario, Kanada geboren. Nach einer Schulzeit in Toronto absolvierte er ein Ingenieurstudium in diversen Eisenbahn-Unternehmen ab 1870. Er studierte auch Chemie, Metallurgie und Geologie and der Universität in Michigan, bevor er in die USA emigrierte und in den Bergwerken in Colorado arbeitete. Er sah bald ein, dass man die schwerfälligen topographischen Geräte durch ein leichteres Instrument ersetzen könnte. Ihm gelang nach der Anfertigung eines halben Dutzend Prototypen den Bau eines zufriedenstellenden Produktes, das er patentieren ließ (Nr. 526.021 vom 18. September 1894).
Während der ersten Jahre wurde dieser Kompass einzig und allein vom Meßinstrumenten-Herstellers William (Wm.) Ainsworth produziert. Die hergestellten Stückzahlen betrugen bereits 30.000 im J. 1929, bzw. 60.000 im J. 1950 laut einer damaligen Werbung. Während die Grunddaten unverändert blieben (Basis: 70 x 70 mm, Höhe 25 mm, Gewicht ca. 225 g), wurden einige Verbesserungen eingearbeitet. Die Patente von Oktober 1912 und Mai 1913 betreffen jeweils den Einbau einer zweiten Libelle quer zur ersten bzw. das Anbringen einer Visierbohrung unterhalb vom Spiegel sowie einer Schnittelle zu einem Stativ.
Weitere Patente: Mit Nr. 1.062.582 (Mai 1913) sollten die Visierhilfen verbessert und die Eigenschaften des 1912 patentierten Systems besser ausgenutzt werden, nämlich Peilungen von hinten vornehmen zu können spezielle in Bereichen in denen der Umgebungsmagnetismus die Magnetnadel beeinflussen konnte. Das nächste Patent (Nr. 1.062.5829, April 1914) war eine Antwort auf eine von Anwendern vorgebrachte Kritik, wonach das Sehfeld zu sehr eingeschränkt war. Sie bestand in der Hinzufügung zweier unklappbarer Visierlöcher. In diesem Patent wurde die Anzahl der Libellen wieder auf eine einzige reduziert.
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BÜCHI

Büchi Optik AG, ist ein schweizerisches Unternehmen, das von Friedrich Büchi 1871 gegründet wurde. Die Produktpalette war breit gefächert und umfasste viele optische Geräte wie Mikroskope, Feldstecher usw. (s. Bild r.). Die Schweizer-Armee war lange ein wichtiger Kunde (siehe Sitometer). Das Unternehmen blieb bis heute im Familieneigentum, nur der komplette Firmenname änderte sich in Abhängigkeit der Familienverhältnisse.
Chronologie der Umfirmierungen und Anschriftenwechsel:
1871–1900: Fr. Büchi* (Adam Friedrich) Optiker, Spitalgasse 34
1900–1929: F. Büchi & Sohn (A.F. + Eduard Fritz) Optisch-mechanische Werkstätte, Spitalgasse 34
1929–1933: E. F. Büchi & Söhne (Eduard Fritz + Fritz Max + Hans Eduard) Optische Werkstätte, Spitalgasse 18
1933–1972: Hans Büchi (1904-1985)
1972–heute: Büchi Optik AG, Kramgasse 25 (Geschäftsführer: Herr Alfred Elmer - 2008: Schließung der Feinmechanikwerkstätte)
Quelle: Firmeneigene Festschrift anlässlich des 100. Firmenjubiläums (1971) und eigene Recherchen. Für weitere Informationen richten Sie sich bitte an den Museumskurator (Kontakt).
* Bild links (zum Vergrößern, zus. mit Fotos der Nachfolger, Bild anklicken)
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BUSCH

Deutsches Unternehmen, das aus einer um 1800 von einem Prediger Namens Joh. Heinr. Aug. DUNCKER gegründeten Fabrik für Brillengläser hervorgegangen war. 1824 hatte er diese Fabrik seinem Sohn Eduard DUNCKER übergeben. Da letzterer kinderlos war, bekam 1845 sein Neffe Emil BUSCH die "Optische Industrie-Anstalt, Rathenow" genannte Firma, in die er 5 J. zuvor nach Abschluss seiner Ausbildung als Optiker und Kaufmannn eingetreten war. Am 22.10.1872 verkaufte sie E. BUSCH an eine Aktiengesellschaft namens "Rathenower Optische Industrieanstalt (vormals Emil Busch) AG", in deren Vorstand er selber eintrat. Am 14.08.1908 erfolgte die Namensänderung in "Emil Busch AG Optische Industrie".

Während des zweiten Weltkriegs hat BUSCH (industrieller vertraulicher Code cxn) eine Monopolstellung auf dem Gebiet der Marschkompasse durch Verdrängung der Konkurrenz angestrebt und beinahe erreicht. BUSCH war bereits ab 1933 sehr linientreu engagiert und verbreitete lange vor dem Krieg in vielen Publikationen die zugehörige Dokumentation für seine Modelle Marschkompass und Jungendienstkompass wie z.B. die Wehrsporttafel 8 - Orientierung oder in Büchern wie Der Deutsche Jungendienst. Aus dem Briefwechsel (1942-1944) zwischen anderen Herstellern (s. Beispiele von C. Stockert & SohnJ. Singer und LUFFT) geht hervor, dass BUSCH durch seinen Vertreter Dipl.-Ing. Fritz Upmann im Sonderausschuss Kompasse der Wirtschaftsgruppe (Wgr.) Feinmechanik & Optik (Vorsitzender Paul Henrichs) die alteingesessenen Kompassmacher vom Markt ausgeschlossen hat. BUSCH hat Druck ausgeübt, damit die Fertigung anderer Kompasstypen über Anordnungen (v. 30.4.1942 und Anordnung Nr. 4, S.1 vom 12.1.43) gänzlich verboten wird. BUSCH vergab Nachbaulizenzen nur an ausgesuchte Firmen (AFID/?, Breithaupt/clk, Fargel & Rossmann/cah, FUESS/cro, Fritz Hofmann/erv, NEAG/cjy, KOHL/hap, SCHIECK/fxn usw.), die niemals Konkurrenten waren noch in Zukunft sein würden.

Nach dem 2. Weltkrieg fertigten die Werke keine Kompasse mehr. Sie hießen im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands ab 1946 "Rathenower Optische Werke GmbH" und ab 1948 "VEB Rathenower Optische Werke (ROW)". Später wurde das Werk ein Teil des Kombinats VEB Carl Zeiss Jena. Parallel dazu erfolgte 1949 die Sitzverlegung in die BRD nach Göttingen und 1953 fand eine erneute Namensänderung in "Emil Busch GmbH", Göttingen statt. BUSCH Göttingen produzierte einen kleinen Marschkompass für die Bundeswehr. Es wurde noch ein Patent in dieser Zeit angemeldet (s. Kategorie Geologen- und Artillerie-Kompasse).
Die Firma BUSCH erlosch endgültig im Jahre ... ?
(Quellen: Meyer's Konversationslexikon, www.sietz.de, www.nonvaleur-shop.de, Archiv der Fa. C. Stockert & Sohn)
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- C -

CAMMENGA

US-Hersteller - siehe seine eigene Website

CHAIX

P. CHAIX - Erfinder und Hersteller von Kompasstypen für den professionellen Einsatz in der Geologie und der Waldwirtschaft, die von der französischen Fa. TOPOCHAIX gefertigt werden.
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CHINA (temporäre Bezeichnung)

Chinesische Unternehmen:
- Union Instrument Factory (s. Geologenkompasse)
- Shanghai Yonghong Instrument (s. Marschkompasse)
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COLLINS

US-Hersteller. Wenn Sie zur Geschichte dieses Herstellers beitragen können, schreiben Sie bitte dem Museumskurator (siehe KONTAKT).

CRC

Französisches Unternehmen, das unter anderen Firmen den Kompasstyp Modèle 1922 fertigte.

CREAGH-OSBORNE

Der britische Kapitän Frank Osborne Creagh-Osborne (1867/1943) war "Superintendent of Compasses" bei der britischen Admiralität und Erfinder. Seine verschiedenen Entwicklungen wurden von namhaften Unternehmen gefertigt: H. Hughes & Son Ltd, Dent & Co & Johnson Ltd, Sperry etc.


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- D -

DELCROIX

Paul Guillaume DELCROIX (Bild anklicken zum Vergrößern) war ein französischer Offizier (geb. am 6.6.1854 in Arras, Frankreich, gest. vermutlich im Jahre 1925: Datum des Pensionsauszahlungsantrags seiner Witwe). Er studierte an der französischen Militärakademie Ecole Spéciale Militaire ab 1874 und verpflichtete sich. Er diente anschließend als Leutnant in der Légion Etrangère (1876) und als Oberleutnant in einem Zouave-Regiment (1880). Er war Hauptmann in einem Infanterie-Regiment (1886) und führte topographische Aufgaben in mehreren afrikanischen Ländern aus. Er wurde 1888 zum assistierenden Dozent für Topographie ernannt und unterrichtete dieses Fach an der Ecole Spéciale Militaire. Gleichzeitig wurde er mehrmals nach Afrika geschickt, um topographische Aufgaben zu erfüllen. Er wurde dabei 1890 verletzt. Er ließ 1892 ein topografisches System patentieren (Nr. 224.290, s. Geologen-Kompasse) und entwickelte zwei Jahre später einen einfacheren Marschkompass (s. diese Kategorie sowie den Artikel Boussole directrice). 1896 diente er auf Madagaskar (kartographische Mission) und wurde 1897 zum Major (Chef de bataillon) befördert. Er ging 1910 in Pension. Er erhielt zahlreiche französische und ausländische Dekorationen.
Anm.: Dem Internet-Kompassmuseum liegt eine komplette Akte über seine Laufbahn bis zum Pensionsantrag vor. Bei Interesse bitte sich an den Museumskurator wenden.
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DEMARIA-LAPIERRE

Früheres französisches Unternehmen 1858 durch Isidore Demaria gegründet. Der ursprüngliche Firmenname war D.M.R. und die Anschrift 2, rue du Canal St-Martin (Paris). Erste Umfirmierung 1893 beim Einstieg des 1. Sohnes Jules in Demaria et Fils  und 2. in Demaria Frères (Jules und Paul) 1897.
Der Name Demaria-Lapierre ergab sichg aus der Übernahme von Lapierre* 1908:
Société anonyme des établissements D-L. Fabrique d'appareils et accessoires pour la photographie et la projection
Anschrift: 133, boulevard Davout, Paris 20e.
*Edouard Virgile LAPIERRE (gegr. 1848 durch Auguste Lapierre).
Fusion mit (Etienne) MOLLIER und Umfirmierung in DML 1930 (diese Fa. existierte bereits seit dem frühen 20. Jh.).
Jules Demaria starb am 10. Mai 1950 im Alter von 84 J.
D.-L. produzierte u.a. Firmen den Modèle 1922 genannten Kompass.

DENNISON

Aaron Lufkin Dennison (1812-1895 - s. WIKIPEDIA, engl.) aus Birmingham (GB) war ein Hersteller von Taschenuhrgehäusen. Er gründete sein Unternehmen Ende 1874 in 24 Villa Road, Handsworth (GB). Während des 1. WK baute er auch Kompass-Gehäuse. Er wurde der erste Managing Director der Fa. American Waltham Watch Company (USA) und wird generell als der Gründer der Uhrmacherindustrie in der USA (‘Founding Father of the American Watch Making Industry’).

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DIETZGEN

"Eugene Dietzgen was born in Uckerrath, Germany on May 6, 1862. He died in Chicago on December 1, 1929. He came to America in 1880. The company was founded on November 13, 1885 under the name of Luhring & Dietzgen. This partnership was succeeded by Eugene Dietzgen & Co. in 1891. Successor corporation under the name of Eugene Dietzgen Co. of Illinois occured on February 3, 1893 and the present corporate company, Eugene Dietzgen Co. of Delaware was incorporated in Delaware on October 29, 1917."
Quelle:  Smart, Charles E.   The Makers Of Surveying Instruments In America Since 1700  Troy, New York:  Regal Art Press.  1962 

DOIGNON

Früheres französisches Unternehmen, das Kanonenvermessungsinstrumente fertigte. Ein Werk befand sich im südl. pariser Stadtviertel Malakoff. Doignon war ein Nachfolger der Ateliers FROMENT, die u.a. den Schiffskompass DUCHEMIN gebaut hatten.

Das älteste Patent von Doignon scheint 1895 angemeldet worden zu sein. Doignon erhielt die Goldmedaille Grand Prix sowie 3 Goldmedaillen bei der Weltausstellung 1900 (damalige Anschrift: 85, rue N. D. des Champs)
Abel Louis Doignon hatte (vermutl. durch Heirat - siehe Vermerk "Zugewinn" im Handelsregister Nr. 110292 am 21. Febr. 1921) das Unternehmen Ateliers Froment (u.a. Hersteller des DUCHEMIN-Schiffskompasses) erworben. Zur dieser Zeit wurde auch der Modèle 1922 genannnte Marschkompass konstruiert (siehe die Notice Provisoire). Sein Sohn (?) Stanislas Doignon  war im Telefonbuch der Pariser Geschäfte ("Gelbe Seiten") ca. von 1900 bis 1929 eingetragen (Firmenbezeichnung 1901 : successeur de DUMOULIN, FROMENT et DOIGNON).
Nach dem 2. Weltkrieg erscheint in den Gelben Seiten zuletzt 1950 der Eintrag "Ateliers DOIGNON, successeurs Froment" - 11 rue Hoche, Paris/Malakoff.

DOLLOND

Früheres britisches Unternehmen aus LONDON (optische Messinstrumente). Peter Dollond gründete sein Unternehmen 1750, bei Hatton Garden, LONDON. Dollond fusionierte mit Aitchison 1927 (D & A). Beide wurden später von ESSILOR übernommen.
Lesen sie die komplette Geschichte auf D&A's eigener Website.
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- E -

ESCHENBACH

Deutsches Unternehmen (Firmensitz in Nürnberg, Schopenhauerstraße 10). Eschenbach wurde am 14. November 1913 von Josef Eschenbach gegründet. Vor dem 2. Weltkrieg war Eschenbach bereits Großhändler für Optik-Artikel und Reißzeuge. Eschenbach begann mit dem Verkauf von Kompassen durch die Übernahme von WILKIE am 1.1.76 (welcher bereits PASTO übernommen hatte). 2005 wurde die Fertigung mechanischer Kompasse an K&R übertragen.
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- F -

FEE and STEMWEDEL

(Diese Informationen und Bilder wurden uns freundlicherweise durch einen Enkel des Herrn R. Fee persönlich übermittelt - Wir können jedoch aus formalen Gründen keine Verantwortung für die Richtigkeit des Inhaltes übernehmen. Nachfahren des Herrn Stemwedel sind herzlichst eingeladen, ihre Kenntnisse mit uns zu teilen.)

Ehemaliges US-Unternehmen (2210 Wabansia Ave., Chicago, Illinois).
Richard Louis Fee (10. März 1900 - 12. Mai 1972) gründete Fee & Stemwedel 1930 zusammen mit Al Stemwedel und Howard Taylor (keine Verwandschaft mit dem berühmten Instrument hersteller). Sie begannen mit der Fertigung von Barometern und produzierten Wettermessgeräte für private Häuser und Büros. Zum Beginn des 2. Weltkriegs erhielten Sie Aufträge von der US Navy für den Bau von verschiedenen Schiffsinstrumenten und Ferngläsern. Während des Koreakriegs bauten sie Armband- und Marschkompasse für die US Army, während die Fertigng von Barometern und Thermometern für Privatkunden weiterging. Dank der hohen Qualität ihrer Produkte erhielten sie einen Exklusivauftrag von Marshall Fields (s. Anm. unten) in Chicago. Die Partner hatten unterschiedliche Ansichten bezüglich der Qualität und der Massenproduktion, worauf Fee seine Anteile an Stemwedel verkaufte und sich 1952 zurückzog. Stemwedel senkte die Qualität, um die Produktionszahlen zu erhöhen und verlor den Marshall Fields-Exklusivvertrag. Der Firmenname wurde in Airguide geändert, eine Bezeichnung die von den Partern bereits vorher festgelegt worden war.



Die beiden Partner in Chicago (etwa 1940):
Fee (r.) und Stemwedel (l.)

(anklicken zum Vergrößern)


Richard L. Fee


Der Firmensitz
(anklicken zum Vergrößern)


ANM.: Marshall Field's ist ein historisch bedeutendes Geschäft in Chicago, das 1852 .gegründet worden war
(für mehr Infos siehe seine Website unter : http://groups.yahoo.com/phrase/marshall-fields-chicago).
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FPM Holding - Freiberger Präzisionsmechanik

Deutscher Kompassherstellerbetrieb mit Sitz in Freiberg (Sachsen). Lieferant der deutschen Streitkräfte und der Bergbauindustrie.
2. Sept. 1771 - Gottlieb Friedrich Schubert wird durch kurfürstliches Reskript zum Bergmechanikus und gründet in Folge einen freien Gewerbebetrieb zur Herstellung berg- und Hüttenmechanischer Instrumente.
1859 – Mechaniker Schramm tritt als Teilhaber ein und stellt seine Räume in der Hainichener Straße dem Betrieb zur Verfügung.
Bis zum Ende des 2. Weltkriegs beliefert das Unternehmen verschiedene Großhandelfirmen (u.a. WICHMANN), die die Kompasse unter ihrem eigenen Namen weitervertreiben.
8. Mai 1945 – Die Rote Armee übernimmt den Betrieb
28. Okt. 1950 – Gründung des VEB Freiberger Präzisionsmechanik - (Übernahme von Pessler & Sohn 1951?)
1990 – Übernahme in Treuhand, Umwandlung in GmbH
1993 – Privatisierung
13. Sept. 1994 – Liquidation der GmbH
1. Okt. 1994 – Gründung der FPM Holding GmbH.
Poster des Katalogs für Freizeitkompasse in den 1980er-J.  
In Freiberg wurden in historischer Linie Kompasse unter folgenden Namen gefertigt (mehr Details HIER):

- Schubert, Gottlieb Friedrich
- Studer, Johann Gotthelf (21.7.1763 in Reichenbach - 29.4.1832 in Dresden) gründet eine Werkstatt 1791
- Lingke, Wilhem Friedrich (29.5.1784 in Grillenburg bei Tharandt - 10.6.1867 in Freiberg) übernimmt 1823 die Werkstatt seines Lehrmeisters Studer (zitiert aus Lars Thiele, Sächs. Biografie). Ab 1859 von seinem Sohn August Friedrich weitergeführt.
- Hildebrand, Max, kauft den Betrieb 1873. Nach dessen Tod ab 1912 von seinem Sohn Max weitergeführt
- Hildebrand - Wichmann 
- VEB Freiberger Präzisionsmechanik 
- Freiberger Präzisionsmechanik GmbH
- FPM Holding GmbH
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FUESS

R. (Rudolf) FUESS, Fabrik für wissenschaftliche und technische Präzisions-Messinstrumente war ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin/Steglitz, Dünther-Str. 8. (Gründungsjahr: 1865 - Ende 1945).


- G -

GERLACH

Ehemaliger polnischer Kompassmacher: Fabryka Instrumentów Geodezyjnych i Rysunkowych (Geodätische Mess- und Zeicheninstrumente) G. Gerlach) bereits seit 1816 in Warschau (Ossolińskich-Straße 4) aktiv. Es wurde später - vermutlich in den 1930er J. - von der Fa. JEZNACKI übernommen.
Quellen: Websites der Fundacja Kosciuszki und Firmengeschichte. Auf Polnisch und mit einem Bild der Fa. bei "MADE IN WARSAW".
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GLAUSER

J. M. Glauser & Sons Ltd. war ein britisches Unternehmen und belieferte das Kriegsministerium (War Office), das Air Ministry, die indische Regierung usw. Die Fa. war 1929 durch Jean Maurice Glauser (einem eingewanderten Schweizer) gegründet worden.
Aufgrund der durch den Aufbau der militärischen Kapazitäten bedingten Steigerung des Geschäftsvolumens kaufte GLAUSER die alte St. James's Laundry in der Bensham Manor Road, Thornton Heath, Surrey, und baute dort neue Fertigungshallen, die sog. Bridge Buildings.  Einige J. später übernahm G. den Pachtvertrag für die Läden 349-351 Whitehorse Road, Croydon, wo die Geschäftsführung und Verwaltung einzog. Die Produktpalette von J.M. Glauser & Sons umfasste auch ganz andere Geräte wie z.B. eine Braille-Schreibmaschine für Blinde. Ein Exemplar davon ist im Royal National Institute for the Blind ausgestellt. Die Fa. wurde 1956 abgewickelt, nachdem der Gründer in den Ruhestand ging.

GURLEY

(Definition nach WIKIPEDIA / Engl.)

William Gurley (1821–1887) studied civil engineering at Rensselaer Polytechnic Institute, worked for Oscar Hanks, a surveying instrument maker in Troy, New York, and then went into partnership with Jonas H. Phelps, another local instrument maker. Lewis Ephraim Gurley (1826–1897) worked for Phelps & Gurley, earned a B.A. from Union College, and then rejoined the firm. The Gurley brothers took over the firm in 1852, began trading as W. & L. E. Gurley, and were soon the largest manufacturer of engineering and surveying instruments in the United States. Several factors contributed to their success. They established a factory rather than a craft workshop, practiced a strict division of labor, hired workers who were relatively unskilled, advertised widely, and offered instruments at competitive prices. Their Manual of the Principal Instruments Used in American Engineering and Surveying, published from 1855 to 1921, was a catalog of their instruments and an intelligent explanation of how they were to be used. The design of Gurley instruments remained remarkably stable for many years, making it difficult to determine the date of a particular instrument. But there are some important clues. Since the signatures on the early Gurley instruments were cut by hand, the letters have V-shaped trenches, and their lines are of varying width. By contrast, the signatures on Gurley instruments made after 1876 were done with an engraving machine, and thus have lines with vertical walls and uniform width. The Gurleys introduced serial numbers in 1908, with the first digits indicating the year of manufacture, and the latter digits indicating production rate. Thus, transit #9296 was the 296th Gurley instrument made in 1909. W. & L. E. Gurley was incorporated in 1900, with all the stock held by the family. Teledyne purchased the firm in 1968, began trading as Teledyne-Gurley, and phased out the production of surveying instruments soon thereafter.
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- H -

HAMILTON INSTRUMENTS

Steckbrief: Dieses Unternehmen ist mit dem (gegenwärtig in Hamilton Sunstrand aufgegangenen) US-amerikanischen Unternehmen HAMILTON STANDARD COMPANY nicht verwandt. Letzteres wurde in den 20er J. durch den Luftfahrtpionier Thomas Foster Hamilton (28. Juli 1894 – 12 August 1969) gegründet.

Uns wurde folgende Information übermittelt (s. die Originalversion im englischsprachigen Teil des Kompassmuseums):
'Der Hamilton HI-400 Vertical Card Compass wurde nicht von Hamilton Standard hergestellt. Es wurde von "Ham" Hamilton erfunden der am Hobby Airport in Houston, Texas am Anfang der 1970er Jahre tätig war. Er betrieb dort eine kleine Reparaturwerkstatt für Flugzeuginstrumente, die den Namen Hamilton Instruments trug. Ich kannte "Ham" zu dieser zeit, da ich bei Associated Radio Service Company (ebenfalls auf Hobby Airport ansäßig) als Avioniker arbeitete. "Ham" brachte uns seinen Prototyp zur Begutachtung. Es war einfach genial. Die Modellbezeichnung "HI-400" steht für Hamilton Instruments-400. Hamilton verkaufte später seine Erfindung an die Fa. Precision Airmotive, die sich auch auf Hobby Airport befand. Diese Kompasse werden weiterhin hergestellt.'

HAND

John E. (Enos) HAND & Sons was a U.S. compass manufacturer. The company was founded in 1873 in Philadelphia and eventually sold to California-based Sunset Cliffs Merchandising Corporation in 1997.


HOROSWISS

Aus dem Unternehmen Swiss Army Watch (SAW Co S.A., 1993 gegründet) sind 2001 die beiden Firmen HOROSWISS S.A. und SWISS TREK WATCH Sarl entstanden, beide in La Chaux-de-Fonds beheimatet, dem Kernland der schweizer Uhrenindustrie. Der Vorsitzende von HOROSWISS, Herr Michaël Vrolixs gehört zur vierten Generation einer Uhrmacher-Familie. 2001 erwarb HOROSWISS die auschließlichen internationalen Fertigungs- und Vertriebsrechte an dem vom berühmten schweizer Ingenieur Hubert Zwahlen entwickelten Kompassuhrensystem. Diese erfolgreichen Kompasseinsätze weisen einen absolut einmaligen Design auf, der von Marken mit internationalem Renommee (wie z.B. HERMES, PICOT und IWC Porsche - s. KOMPASS-UHREN) übernommen wurde. Er zeichnet sich aus durch ein auf klügste Weise integriertes unmagnetisches Uhrengehäuse und einen flüssigkeitsgedämpften Kompass höchster Qualität. Beide zusammen bilden ein hochpräzises Instrument, das vom Eidgenössischen Institut für Metrologie geteste wurde. Das leichtere Modell mit trockenem Kompass ist ebenso ein wertvolles Werkzeug für jeden Wanderer. Die Kompassuhr wurde auch von schweizer Armeepiloten getestet und wird von COMPASSIPEDIA empfohlen.

HOULLIOT / COLLIGNON-HOULLIOT

Ehemaliges französisches Unternehmen mit Sitz im Marais-Viertel in Paris (damals rue Neuve Saint-Martin, jetzt rue N-D de Nazareth). Gegründet wurde es 1826 durch den Juwelier Louis Toussaint TOURLY (1802-1869). Kompasse und Landvermessungsmaterial wurden ab ca. 1870 gefertigt, nachdem Henri Isidore HOULLIOT (sein Schwiegersohn, gendre auf französisch, s. Foto l.) die Fa. 1866 übernommen hatte (neuer Briefkopf).
Der Firmenname wurde nach Henri Isidores Tod und der Übernahme durch dessen Sohn Albert Henri Houlliot (Link zum Bild) 1923 in HOULLIOT & Cie geändert. Albert Henris Schwester (verh. Collignon) hatte einen Sohn, Charles Louis Collignon (Link zum Bild, geb. in Paris am 19.06.1902, gest. in Orléans am 03.11.1990), der 1922 eingestellt wurde und 1934 das Muster der modernisierten Version des berühmten Modèle 1922 anmeldete (durchsichtiger Boden, Spiegel im Deckel, herausnehmbare Tabelle). Albert H. Houlliot starb 1940 und seine Frau 1941, beide ohne Erben. Das Unternehmen wurde im 2. Weltkrieg von den deutschen Besatzungsmächten geschlossen, da Kompasse als Kriegswichtiges material galt.
Foto r.: Die Werkstatt 1918

Charles Collignon war damals (2. Weltkrieg) Soldat und gründete die Fa. erst 1946 neu unter der Bezeichnung COLLIGNON-HOULLIOT (s. Logo links), nachdem er die Anteile der Neffen Houlliot gekauft hatte. Dessen Sohn Michel Collignon (geb. 1935) trat der Fa. in den späten1950er J. bei und leitete sie ab den 1960er J. weiter. Die Fertigung von Kompassen endete jedoch in den 1970er Jahren.
HOULLIOT produzierte zahlreiche Kompass-Modelle im Auftrag der meisten großen Hersteller und Großhändler wie Société des Lunetiers (siehe S-L), Vion, Secrétan, Topochaix, Huet, LAT (Les Accessoires Topographiques), Morin usw. sowie für den Export in die USA nach Russland, Deutschland (Goerz und Lufft etc.).
Der Nachfolger Collignon Houlliot stattete u.a. den französischen Polarforscher Paul Emile VICTOR aus sowie ein Archeologenteam, das in Ägypten beim Bau des Assuan-Staudams nach verborgenen Gräbern mit Hilfe vom magnetischen Anomalien suchte.
(Alle Daten und Fotos entstammen dem Familienarchiv und wurden uns von H. Michel Collignon zur Verfügung gestellt).

HUNTER

Hugh W. Hunter war ein New-Yorker Optiker und Hersteller mathematischer Instrumente. Er ließ sich am 6. Mai 1862 ein System patentieren (Nr. 35.156, s. Abb. r., Bild anklicken zw. Anzeige der ganzen Seite des Patents), das demjenigen stark ähnelt, das der Engländer SINGER ein Jahr früher erfunden hatte. Mehr darüber im Buch Compass Chronicles (s. LINKS). 
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- I -

I.O.R. - Intreprinderea Optica Romana

Rumänisches Unternehmen, Optik-Geräte. IOR wurde 1936 gegründet. Es war die einzige rumänische Firma, die opto-mechanische Instrumente konstruierte und baute. 1941 wurde es zu einem reinen Rüstungsbetrieb (Ferngläser, Zielfernrohre, Entfernungsmesser usw.). Nach 1949 produzierte es Brillengläser, ab 1951 die ersten Mikroskope für den Untericht und ab 1954 Fotoapparate. Nach 1959 konzentrierte sich das Unernehmenn auf medizinische Geräte (Ophtalmologie). Zur gleichen Zeit produzierte es Filmprojektore. Ab 1960 produzierte IOR seine ersten binokulare Labormikroscope. Ab 1961 Zahnarztgeräte, ab 1962 die ersten Forschungsmikroskope und ab 1967 Fotoapparatobjektive. IOR hatte gemeinsame Projekte mit Firmen wie FOG oder PENTACON und danach LEITZ, C. ZEISS, SCHNEIDER, usw. Nach den 80er Jahren kamen neue Produktbereiche wie Optronik, Lasergeräte, Metrologie, Wärmebildkameras usw. hinzu.
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- J -

JEZNACKI

(Auszugsweise zitiert nach der Website Fundacja Kosciuszki's - siehe LINKS - und adaptiert)
Steckbrief: Polnisches Unternehmen aus Warschau, das in den 1930er Jahren (als Nachfolger von GERLACH den M.K.32 (auch K.M.32) Kompass baute.

Zu diesem Kompass siehe auch KULVIEC (MK steht für die Anfangsbuchstaben seines Erfinders Oberst Mikołaj Kulwieć).
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- K -

KATER, Henry

Henry Kater war ein britischer Wissenschaftler (Bristol, 16. Apr. 1777- London, 26. Apr. 1835 - s. WIKIPEDIA). Er wird als der wahre Erfinder des Prismenkompasses betrachtet. Er hatte die Idee die hintere Visiervorrichtung der topographischen Kompasse (meistens ein Schlitz) durch eine abnehmbare Halterung zu ersetzen, in der ein Spiegel und eine Linse eingefasst waren. Die Teilungen auf der Kompassrose waren spiegelverkehrt gedruckt. Prototypen wurden in den folgenden Jahren von Thomas Jones angefertigt. Seine Idee wurde ein Jahr später von Schmalcalder patentiert, der das System verbesserte, indem er ein umklappbares Prisma verwendete.

KEARFOTT

Kearfott (1150 McBride Avenue, Little Falls, New Jersey 07424-2500 USA) wurde 1917 gegründet. Die Fa. Kearfott Company Inc. wurde 1955 zum Unternehmensbereich (Division) Kearfott des Konzerns General Precision Equipment Corporation und später 1968 zur Kearfott Division von Singer Business Corporation. 1987 spaltete Singer Kearfott in zwei Bereiche auf:
- die Kearfott Guidance & Navigation division wurde 1988 an Astronautics Corporation of America verkauft,
- die Electronic Systems Division wurde 1990 von GEC-Marconi übernommen und in GEC-Marconi Electronic Systems umgenannt.
(Quelle: WIKIPEDIA).

KELVIN (William Thomson, Lord Kelvin)

Berühmter britischer Physiker - Siehe WIKIPEDIA sowie seine Überlegungen über die Geschichte des Kompasses (Link: KELVIN's "Good Words...")

KERN

KERN - Ehem. schweizerisches Unternehmen mit Sitz in Aarau. Es wurde 1819 durch Jakob KERN (17. Aug. 1790 - 4. Febr. 1867) gegründet. Nach der Fusion mit LEITZ am 13. Mai 1988 wurde das Werk 1991 geschlossen. Für mehr Details, siehe folgende Website:
- Firmengeschichte
- Chronologie der Logos

KEUFFEL & ESSER

Früheres amerikanisches Unternehmen

Wilhelm Johann Diedrich Keuffel und Herman Esser waren die Gründer (Juli 1867) der Fa. Keuffel & Esser, 79 Nassau St. in New-York, Manhattan. Sie waren beide aus Deutschland emigriert und importiertren Zeichen-, Rechen- und Topographieinstrumente.
Keuffel (1838-1908), geb. in Walbeck (Rheinland), hatte in Deutschland und England (Birmingham) gearbeitet, bevor er 1866 nach Hoboken (New-Jersey) übersiedelte. Im Jahre darauf assoziierte er sich mit Herman Esser (1845-1908), geb. in Wuppertal-Elbertfeld. Das Unternehmen wurde 1875 unter dem Namen Keuffel & Esser Company (K & E) eingetragen und zog von Manhattan nach Hoboken, Third and Grand Street um. Wilhelm J. D. Keuffel starb in Hoboken 1908. Herman Esser verließ Keuffel & Esser Co. 1902. Er zog sich nach Bad Godesberg im April 1902 und starb dort im April 1908.

Keuffel & Esser öffnete allmähich Werke und Dependancen in New York, New Jersey, Chicago, St. Louis, San Francisco, Detroit und Montreal. Sie fertigte vor allem Topographie-Material (u.a. Kompasse) und Zeicheninstrumente (Kurvenlineale aund Reißzeug aus Hartgummi), Zeichenpapier sowie Rechenschieber.

Keuffel & Esser wurde im NASDAQ ab 1965 notiert. Das Aufkommen moderner Technologien wie die elektronischen Taschenrechnen, die Computergestützten Zeichnenprogramme und die Landvermessung mittels Laserstrahlen verursachten einen schnellen Rückgang des Geschäftsvolumens ab 1972. K & E berief sich 1982 auf das Konkursschutzgesetz 1982 (Chapter 11) und wurde u.a. von Cubic Precision (1997 von BRUNSON übernommen) oder Azon Corporation übernommen. Letztere besitzt z. Z. alle Rechte an K & E.
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K&R (Kasper & Richter)

K&R ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz im fränkischen Uttenreuth nahe Erlangen. Es wurde 1920 gegründet. Dieses Unternehmen, das bereits seit langer Zeit Präzisionsinstrumente fertigte, übernahm 2005 von Eschenbach die Fertigung der berühmten Kompasse des früheren Herstellers WILKIE und ist infolgedessen auch Nachfolger der Firmen KÜHRT und PASTO.
Besuchen Sie die Website von K&R.
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KRÖPLIN

Die Firma KRÖPLIN wurde im Jahre 1883 von Heinrich Carl KRÖPLIN (02.05.1859 - 16.09.1945) in Bützow, im damaligen Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, gegründet. H. C. Kröplin hatte das Uhrmacherhandwerk unter anderem in der Schweiz und Frankreich gelernt und fertigte in einer kleinen Fabrik vornehmlich Messinstrumente, unter anderem Sphärometer und Barometer. Die Eigentümer wurden 1948 enteignet und die Firma vom Handelsregister gelöscht. Neugegründet wurde sie 1950 mit neuen Partnern in Schlüchtern (Hessen). Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Claus Werckmeister.

Diese Informationen wurden uns freundlicherweise von der Fa. KRÖPLIN mitgeteilt.
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KOHL, Max (MK, hap)

Die Max KOHL AG (Adorferstr. 20 in Chemnitz) war ein deutsches Unternehmen. Es war 1908 gegründet worden. Hergestellt wurden Einrichtungen physikalischer und chemischer Lehrzimmer für Schulen, Hörsäle und Laboratorien sowie Meßapparate für Textilfabriken (Börsennotiz Leipzig). Sein industrieller Code während des 2. Weltkriegs war hap.

KÜHRT

Zur Geschichte der Brüder Otto, Hugo und Arno Kührt verweisen wir auf die ausführliche Studie von Herrn Frank Liebau, die auf seiner Website Die Kompassmacher aus Nürnberg veröffentlicht wurde.

KULVIEC

Oberst Mikołaj Kulwieć (geb. am 24. März 1890) war ein polnischer Offizier und der Erfinder des sogenannten „Kulwieć-Kompass“ KM32 (M.K. 32).
1921 war er als Hauptmann Mitglied der polnischen Mission in Frankreich (daher vermutlich die große Ähnlichkeit mit dem französischen Modèle 1922-Kompass). Von 1928 bis 1930 war er Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Ausrüstungsmaterial (Instytut Badań Materiałów Uzbrojenia) und Mitglied vieler Kommissionen zur Bewertung bzw. Abnahme von Prototypen verschiedener Rüstungsgüter. 1934 war er Chef des Departements für Waffenwesen im Ministerium für militärische Angelegenheiten. Sein Kompasstyp wurde nacheinander von GERLACH und von JEZNACKI gebaut.
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- L -

LADOIS

Früheres französisches Unternehmen (69, rue Gambetta, Malakoff - Paris). Es sind Instrumente mit dem Firmennamen Ladois-Froment bekannt. Froment wurde von DOIGNON übernommen, der auch in Malakoff beheimatet war.

LAGUNA

Spanisches Unternehmen. Wurde 1880 in Saragossa in der Werkstatt von Amado Laguna gegründet (topografisches und geodätisches Material).
1920 erfolgte die Umfirmierung in S.A. Amado Laguna de Rins. Das Werk beschäftigte bereits 150 Personen und die Produktpalette wurde stark erweitert. Die Aufträge kamen meist aus dem Kriegsministerium. Ab 1962 war die inzwischen zu einer A.G umgewandelte Fa. Amado Laguna de Rins, S.A. auch für die Automobilindustrie tätig. Amado Laguna de Rins S.A. ist ein von zwei Familien gefüphrtes Unternehmen: Laguna de Rins und Almarza Laguna de Rins.
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LEMAIRE

Früheres französisches Unternehmen (s. Baille-Lemaire).

LEUPOLD

Die Firma Leupold wurde 1907 als Leupold & Voelpel vom 1875 in Deutschland geborenen Markus Friederich Leupold in Oregon mit Unterstützung seines Schwagers Adam Voelpel gegründet. Die ein-Mann Firma nahm sich der Reperatur von Vermessungsgeräten an. Nachdem mit John Cyprian Stevens ein neuer Partner der Firma beitrat, nannte sich die Firma nun Leupold, Volpel & Co. denn auch Voelpel hatte seinen Namen in Folge anti-deutscher Stimmung vor Beginn des ersten Weltkriegs geändert. Nach Adam Volpels Tod 1942 wurde die Firma in Leupold & Stevens Instruments Company umbenannt.

LIETZ

(Nach der Website SURVEY HISTORY ergänzt und adaptiert)

LIETZ (A. Lietz Co.) war ein nordamerikanischer Instrumentenhersteller.
Sein Gründer, Adolph Lietz, war 1860 in Leubeck geboren. Er war nach 1879 San Francisco ausgewandert und hatte in verschiedenen Werkstätten für wissenschaftliche Instrumente gearbeitet, bis er sein eigenes Geschäft eröffnete. Lietz kaufte das Unternehmen von Carl Rahsskopff in 1880 und begann sein eigenes Geschäft ab 1882. Lietz tat sich ursprünglich mit einem anderen Hersteller zusammen, Gottlieb A. Mauerhan, und gründete "Lietz and Mauerhan", die etwa ein Jahr bestand. Nach Mauerhans Weggang, tat sich Lietz mit Conrad J. Weinmann zusammen, der vorher auch mit Carl Rahsskopff gearbeitet hatte. Der neue Name der Firma war ab dann "A. Lietz & Co." Sie fertigte Topographie-Instrumente und das entsprechende Zubehör. Das Unternehmen wurde 1892 unter der Bezeichnung "The A. Lietz Company" eingetragen und Weinmann verließ das Unternehmen vermutlich zu dieser Zeit. 1910 wurde die Produktpalette um ein komplettes Sortiment an Zeichenmaterial (Reißzeuge) erweitert. 1947 (nach 65 J. Bestand) stellte das Unternehmen die Herstellung von Geologeninstrumenten ein. Der angegebene Grund war, dass es zu kostspielig sein würde, die erforderlichen Investitionen in neue Fertigungsmittel zu tätigen. Ab dann fungierte die Firma nur noch als Importeur und Großhändler. 1960 begann das Unternehmen den Vertrieb von UMECO-Geologeninstrumenten und fügte ihrem Sortiment die Instrumente des japanischen Herstellers Sokkisha hinzu. Die Firma Frank Paxton Company kaufte LIETZ 1965 auf und verlegte das Hauptquartier nach Kansas City, Missouri. Der Firmenname wurde abermals geändert in "The Lietz Company." Eine letzte Umorganisation fand Anfang der 90er Jahre statt, und der jetzige Name lautet "Sokkia.".
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LUDOLPH

Deutsches Unternehmen. Die W. LUDOLPH GmbH & Co. KG (Bremerhaven) produziert Schiffs- und Fluzeugkompasse. Die erste Firma, aus der das jetzige Unternehmen hervorgegangen ist, wurde 1846 von W. Ihlder gegründet. 1867 erfolgte die Umbenennung in W. Ludolph Nautisches Institut. Es folgten Umwandlungen zuerst in eine GmbH (1908) und später in eine AG (1920). Ludolph war das erste europäische Unternehmen, das die damalige Monopolstellung Großbritanniens auf dem Gebiet der Schiffskompasse brechen konnte. Am Anfang des 20. Jh. begann LUDOLPH zusätzlich mit dem Bau von Luftfahrtkompassen.
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LUFFT

Die heute nur noch Barometer produzierende deutsche Firma G. LUFFT war der Hersteller des berühmten BÉZARD-Kompasses.
Sie verkaufte auch Instrumente verschiedener Hersteller wie BUSCH, HOULLIOT, (s. a. Taucherkompass unbekannter Provenienz)..
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- M -

MERIDIAN

Ehem. Schweizer Unternehmen, gegr. 1937, 1958 von SPECTROS A.G. INTERNATIONAL gekauft.
Lohweg 25, CH-4107 Ettingen. Kurze Geschichte auf Englisch HIER.
Ein Werk befand sich auch in Péry bei St.-Imier (anderes Logo: s. MERIDIAN).



MORIN

Henri MORIN war eines der größten französischen Hersteller bzw. Lieferant von Instrumenten, Geräten und Material für alle topographischen Arbeiten. Es war im Jahre ... durch ... gegründet worden. Es wurde übernommen von ... ? Die Fa. erlosch im Jahr ... ?.

Morin stattete die französischen Armeen und die Industrie mit Kompassen bereits im 19. Jh. bis zum Ende seiner Aktivitäten.

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- N -

NARDIN

Früherer schweizer Uhrmacher (nautische Chronometer). Das Unternehmen wurde zuerst 1846 in Le Locle durch Ulisse NARDIN (1823-1876) gegründet. Er zog die Graphie Ulysse NARDIN für den Firmennamen vor. Gelernt hatte er bei seinem Vater Léonard Frédéric Nardin und Frédéric William Dubois (1811-1869). Sein Sohn Paul David Nardin trat in die Fa. 1875 ein und übernahm die Leitung mit nur 21 J. nach dem plötzlichen Tod seines Vaters im folgenden Jahr. Er eröffnete eine zweite Werkstatt und einen Laden in Genf 1877. Der Firmennamen wurde 1886 in Paul D. Nardin geändert, aber die Produkte behielten die alte Bezeichnung. Drei der vier Söhne von Paul Nardin traten in die Fa. ein: Ernest, Alfred (1904) und Gaston (1913), während der vierte zu DOXA ging. Paul starb 1920. NARDIN wurde in eine Aktiengesellschaft 1923 umgewandelt. Während des zweiten WK baute Nardin Uhren für den US Corps of Engineers. Um 1950 herum, die Söhne von Ernest und Gaston traten in die Fa. ein. NARDIN wurde 1979 von OGIVAL übernommen.
Quelle: Auszug und Übersetzung aus Kathleen H. PRITCHARD's Buch Swiss Timepiece Makers, Phoenix Publishing, 1997.

NEGRETTI & ZAMBRA

Ehemaliges britisches Unternehmen (aktiv von 1850 bis ca. 1935). Es hatte als Fotostudio angefangen und baute Optikinstrumente und wissenschaftliche Geräte, u.a Marinekompasse.
Henry Negretti und Joseph Zambra gründeten zusammen 1850 ein Unternehmen, das später zum Hoflieferant von Prinz Albert, des Royal Observatory und der Admiralität.
Während des 1. Weltkriegs arbeitete N & Z fast ausnahmsweise für das Munitionsministerium (Ministry of Munitions) und entwickelte neue Instrumente. Nach dem Krieg gab N & Z die Fertigung von Optischen Instrumenten auf und konzentrierte sich auf Luftfahrtinstrumente. 1920 entwickelte und patentierte es auf Anforderung des Luftfahrtministeriums (Air Ministry) ein Gerät zur Fernmessung der Temperatur von Öl und Luft in Flugzeugen.

NEWTON & Co.

Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen. NEWTON & SON William war aktiv 1841-1883, 66 Chancery Lane, London und 1851-1857, 3 Fleet Street, Temple Bar, London. Verwandt mit NEWTON John. Übernahm NEWTON & BERRY, 3 Fleet Street in London (1851-1857).
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NIEDERMANN

Albert NIEDERMANN war ein schweizerischer Erfinder. Er ließ sich mehrere Systeme patentieren, wovon zwei von BÜCHI in Serie gefertigt wurden.

NIFE

Ehemaliges schwedisches Unternehmen (heute zusammen mit SAAB).
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- P -

PANERAI

Ehemaliger italienischer Uhrenfabrikant
Giovanni Panerai (1825-1897) eröffnete 1850 eine kleine Uhrmacherwerkstatt in Florenz, die erste überhaupt damals, und zog 1860 zu der berühmten Anschrift Ponte alle Grazie. Dank seiner guten Kontakte zu den besten schweizer Uhrmachern setzte er hochqualitative Uhren zusammen und reparierte Messinstrumente.
Sein Sohn Leon Francesco folgte ihm nach. Guido Panerai (1873-1934), ein Neffe von Giovanni, gab dem Unternehmen neue Impulse und es wurde zu einem Offiziellen Zulieferer der italienischen Marine.
1910 entwickelte Panerai ein System, das er patentieren ließ, dund das die Lebensdauer der Leuchtfarbengemische (er nannte es Radiomir), bei dem die Farbe in winzigen Röhrchen untergebracht wurde (s. Beispiele BARKER- und DOLLOND-Kompasse).
Ab 1934 entwickelte Guidos son Giuseppe verschiedene Instrumente für die ital. Marine, insbesondere Armbandkompasse.

Nach Giuseppe Panerais tod 1972 verließ Col. Dino Zei die MArine und übernahm die Geschäftsführung von "Guido Panerai e Figlio" umfirmiert (und er wurde alleiniger Direktor von Officine Panerai S.r.l. Seine nächste offizielle Bezeichnung wurde Chairman of Officine Panerai S.p.A., bis das Uhrengeschäft an Cartier verkauft wurde. Umfirmierung in Panerai Sistemi SpA bis 1999, als die Aktivitäten an die Fa. Calzoni von Bologna transferieert wurde.
(Quelle www.animo.com - Übers. COMPASSIPEDIA)
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PASTO

Ehemaliges deutsches Unternehmen. Der Firmenname ist ein Anagramm aus den ersten Silben des Gründernamens PAul STOckert. Er gründete diese Firma nach dem Zweiten Weltkrieg (1946) neu als Nachfolger von K. S. Stockert (siehe auch weiter unten Stockert, "S"). In seinem 1971er Katalog schreibt das Unternehmen: "Mehr als 100 J. Erfahrung bürgen ..."
PASTO übernahm KÜHRT und fertigte zuerst dessen einziges Modell mit zahlreichen winzigen Veränderungen. Es wurde zum 31.12.1972 von WILKIE übernommen.
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PEIGNÉ

Paul PEIGNÉ war ein französischer Offizier (Paris 1841 – 1919). Er erfand den Kompasstyp, der seinen Namen trägt.
Er studierte an der Militärakademie Polytechnique und kämpfte im deutsch-französischen Krieg 1870-71. Er unterrichtete Topographie an der Militärakademie in Saint-Cyr (1873-76) und ließ den von ihm entwickelten Kompass fertigen (kein Patent auffindbar). Er war der Initiator mehrerer militärtechnischer Neuerungen, wie z.B. der schienengestützten Artillerie (für mehr Details, s. die französische Fassung).
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- R -

RECORD

Ehemaliges schweizerisches Unternehmen. Der Firmenname war: Record Watch Co. S.A., Tramelan-Dessus, Genève, La Chaux de Fonds, Les Pommerats, London
1903: Gründung des Unternehmens durch eine Firmengruppe in der Absicht das Patent für eine dreieckige Taschenuhr (Sector Watch) zu erwerben und diesen Uhrentyp zu vertreiben.
1916: Fusion mit mehreren Firmen unter dem Namen Record Dreadnought Watch Co. S.A.
1949: Neugründung unter dem ursprünglichen Namen Record Watch Co. S.A.
1961: Longines erwibt die Mehrheit der Anteile. Der Name wird zusammen mit Longines weitergeführt.
1991: Der Name Record erlischt.
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RECTA

Ehemaliges schweizerisches Unternehmen. 1897 von Muller & Vaucher gegründet. Seit 1914 wurden in Biel Kompasse in Taschenuhrgehäusen produziert. Das berühmteste Produkt, das Streichholzschachtel-förmige Gehäuse (D für Diopter, P für Peilkompass?) kam 1941 auf den Markt. Sein Erfinder war der damalige Technische Leiter Eric VAUCHER (der bereits ein Verriegelungssystem für Taschenuhrenkronen hatte patentieren lassen, siehe Taschenkompass Müller & Vaucher, M&V). Das einzigartige Design dieses Kompassmodells wurde vom New-Yorker Museum of Modern Art (MOMA) ausgezeichnet. Vaucher hatte die geniale Idee davon, als er sich während einer Wehrübung über die unpraktischen Kompasse der schweizerischen Streitkräfte ärgerte. Er meldete sein Patent 1941 an. Es handelte sich dabei um ein damals metallisches Gehäuse (heute allerdings aus Kunststoff), in dem eine Schublade steckt, die die mit Flüssigkeit gefüllte Kompassdose und die Kompassrose aufnimmt. An der Unterseite ist ein Spiegel befestigt, der beim Öffnen um 45° herunterklappt und in dem der Benutzer beim Anvisieren eines Zieles das Abbild der Kompassrose sieht. Der Spiegel kann in die Schachtel zurückgeschoben werden, sodass die Kompassdose auf eine Karte gelegt werden kann, um sie durch den durchsichtigen Boden zu betrachten. Die Schublade war mittels federbelasteter Kugeln in den beiden Stellungen (aus - und eingefahren) arretiert.
RECTA baute zwei weitere Modellreihen: DO (O für Orientierungslauf) und DS (S für Spiegel).

RECTA wurde 1996 von SUUNTO übernommen. Das finnische Mutterhaus hat per Ende 2008 die Kompassproduktion nach Finnland verlagert.
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RICHER

François RICHER /1743-180..) war ein Spezialist für die Teilung von Messinstrumenten. Er gründete ... die gleichnamige Firma.
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ROSSIGNOL

Louis-Camille ROSSIGNOL (s. Foto 1915, zum Vergrößern Bild anklicken - geb. am 22 Aug. 1851 in Tournes, Ardennen, gest. am 5. Mai 1943 in Châlons-sur-Marne) war ein französischer Offizier (Hauptmann) und Waffentechniker ('chef-armurier', Büchsenmacher?) beim 106. Infanterieregiment in Châlons-sur-Marne. Sein Vater Jean-Baptiste Rossignol (1809-1895) war ebenfalls Waffenkontroleur.
(Quellen: Diese Informationen wurden uns durch den Urenkel des Erfinders übermittelt bzw. durch eigene Recherchen in den Archiven der franz. Armee zusammengetragen).
Er erfand einen Kompass und ließ das System 1894 (Nr. 238.313) patentieren. Dieses Instrument war 1932 im Katalog der Fa. Société des Lunetiers, S-L (Nr. 36180) immer noch im Angebot. Bezeichnung: Boussole militaire devant servir à diriger les troupes et au levé des plans (Militärkompass zur Führung der Truppen und zur Aufnahme von Landschaftszeichnungen). Er erfand außerdem mehrere Feuerwaffensysteme wie automatische Gewehre (Kaliber 6 mm und 6,5 mm), ein Maschinengewehr und eine Vorrichtung zur Freimachung festsitzender Munitionen. Aus diesen Gründen und als Anerkennung seiner erfolgreichen Einsätze in Nordafrika erhielt er mehrere Auszeichnungen wie die 'médaille militaire' und die 'médaille coloniale' für Tunesien). Er war außerdem Ritter der Ehrenlegion.
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- S -

SCHMALKALDER (auch Schmalcalder geschrieben)

Charles Augustus Schmalcalder war ein in Deutschland geborener Optiker und Hersteller mathematischer Instrumente. Er entwickelte ein System weiter, das ein anderer deutscher Immigrant, Henry Kater (1777-1835), bereits 1811 erfunden hatte. Letzterer nannte sein Gerät 'mirror azimuth' bzw. Kater-Kompass. Es bestand aus einem konventionellen Magnetkompass, der mit einem geneigten Spiegel und optischen Linsen bestückt war. Schmalcalder beschrieb sein Gerät in seinem Patent (Nr. 3545 vom 5. März 1812) mit dem Titel 'Certain Improvements in Mathematical Instruments'. Er ersetzte den empfindlichen Spiegel durch ein viel solideres und langlebigeres Prisma. Das Prisma war am Instrument über dem Rand der Kompassrose in rechtem Winkel angebracht. Mit einer Genauigkeit von einem Drittelgrad wurde es bei Landvermessern rasch beliebt, und als Schmalcalders Patent erlosch, wurde es von londoner Herstellern optischer Instrumente wie William Cary, Throughton und Simms in großem Stil kopiert.
(Quellen: The Schmalcalders of London and the Priddis Dial, Autoren: Smith, J. A., Journal: R.A.S. CANADA. JOURNAL V. 87, NO. 1/FEB, P. 4, 1993 - Bibliographischer Code: 1993JRASC..87....4S)

Bild rechts: Patent, Abb. (zum Vergrößern, Bild anklicken)
Siehe Beipiel in diesem Museum: HIER

Lebenslauf:
Er wurde am 29. März 1781 in Stuttgart geboren und am 31. getauft. Sein ursprünglicher Name war Karl August Schmalkalder. Die neue Schreibweise wählte er vermutlichals er nach England auswanderte (etwa um 1800?). Er ließ ein Zeichensystem patentieren (Nr. 3000 vom 22. Dezember 1806), das er Delineator and Tracing Device nannte. Er hattte eine Wertkstatt in Little Newport Street bis 1808 und zog dann mehrmals um nach The Strand, Tottenham, Borough Of Middlesex, (Pancras), wo er blieb, bis er sich 1839 zurückzog und sein Sohn John Thomas (geb. in 1811) die Geschäfte übernahm.
Er heiratete Charlotte Ann Cochran am 24. Mai 1804 in St Andrews, Holburn, London und hatte mit ihr neun Kinder. Er starb am 25. Dezember 1843 in Saint Martin In The Fields, Westminster, London, mit 62 Jahren und wurde im Friedhof von The Strand, Westminster Borough Of Middlesex, (Pancras) begraben.
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SECRÉTAN

Früheres französisches Unternehmen. Es wurde von Marc Francois Louis Secrétan (geb. 1804 in Lausanne, Schweiz) gegründet. Er war Dozent für Mathematik in der Académie de Lausanne, bevor er 1844 nach Paris emigrierte. 1845 erfolgte der Zusammenschluss von Lerebours und Secrétan. Dieser Firmenname wurde bis in die 1880er jahre verwendet. Secrétan leitete dann Lerebours et Secrétan, nachdem der Sohn und Nachfolger seines Compagnons Nicolas Marie Paymal Lerebours (1807 - 1873) 1855 aufgehört hatte. Secrétan veröffentlichte Kataloge unter seinem alleinigen Namen ab 1860. Er starb 1867.
Sein Sohn Auguste (1833 - 1874) übernahm den Betrieb. Nach ihm kam sein Cousin Georges Emmanuel Secrétan (1837 - 1906), dem Paul Victor Secrétan am Anfang des 20. Jh. folgte. Zu diesem zeitpunkt war die Firma nur noch Vertriebshändler (beispielsweise von MORIN-Produkten). George Prin (der Nachfolger von Gautier) wurde von Secrétan 1934 übernommen. Die Firma Secrétan existierte bis ca. Ende der 40er/Anfang 50er J. Obwohl der Name fortgeführt wurde, war Secrétan von C. Eprey et Jacquelin seit dem Beginn der 1920er Jahre kontrolliert.
(Zitiert nach: www.europa.com/~telscope/tsfrance.txt).
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SHORT & MASON

Früheres britisches Unternehmen. Thomas Short und James Mason gründeten ‘Short & Mason Ltd’ in 1875. Die Anschrift lautete anfänglich 40 Hatton Gardens, London.

Die Firma verkaufte Präzisionsinstrumente berühmter Hersteller (beispielsweise von F. BARKER & Son). S & M kreierte das Kompassmodell THE MAGNAPOLE. Dieser Name wurde auch vom US-Hersteller Taylor während der Zusammenarbeit mit S & M kurz vor 1915 verwendet. Beide Firme gründeten ein Jointventurenamens TYCOS, Aneroids works, Walthamstow, London E.7. Die Produktion wurde spätestens um das Jahr 1918 in die USA zurückverlegt.

SIEMENS HALSKE

Siemens Halske ist ein deutsches Unternehmen. Es wurde 1847 durch Werner von Siemens und Johann Georg Halske in Berlin gegründet. Der Name war Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske.
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SILVA

Schwedisches Unternehmen 1933 zusammen von Gunnar Tillander (13. Mai 1904-2000) und den Brüdern Alvar und Björn (1911-1984) Kjellström gegründet. Alvars Sohn Jan (gest. 1967) hat die in Schweden seit dem 19. Jh. populäre Sportart Orientierungslauf modernisiert.
Björn Kjellström übersiedelte in die USA im J. 1946 und gründete Silva Compass Company in La Porte, Indiana. 1948 gründete er Silva Ltd. in Toronto.
Die Silva Outdoor division ist Teil der finnischen Gruppe Fiskars Corporation. Silva umfasst die Muttergesellschaft Silva Sweden AB und die Tochtergesellschaften Silva Ltd im UK, Silva Deutschland, Silva France und Silva Far East in Hong Kong.
Die heute Johnson Outdoors Inc. genannte Fa. übernahm die U.S.-Fa. 1973 und die kanadische Fa. 1985. Sie besitzt die Rechte an der Fertigung und am Vertrieb der SILVA Kompasse in Nordamerika.
(S.a. Björn Kjellströms Lebenslauf in einer Todesanzeige in der New York Times und die Website dieses Unternehmens www.silva.se).

SINGER

Samuel Berry SINGER war ein britischer Schiffskapitän. Er erfand das Kompassmuster, das seinen Namen trägt (Patent aus dem Jahr 1861 - s.a. HUNTERs Patent ).
Seine Idee bestand darin, die Kompassrose in einen dunklen und einen hellen Bereich aufzuteilen, um die Lesbarkeit in der Dunkelheit zu erleichtern. Die Kompassrose sollte aus einem auch schwaches Licht reflektierenden Material wie beispielsweise Perlmutt bestehen.
Er zahlte die Gebühren für das Patent nur einige Jahre und starb in Armut, obwohl sein System einen immensen Erfolg erlebte. Die gesamte Geschichte kann man HIER nachlesen (in englischer Sprache).

Beispiele: siehe die Taschenkompasse von F. Barker & Son, Dennison, Negretti & Zambra, eine Luxusausführung in 18 ct. Gold case von W.T. sowie ein unsignierter Armbandkompass.
Foto: Abbildungen aus der Patentschrift.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
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S-L - Société des Lunetiers

Ehemaliges französisches Unternehmen
Eigentümer (1930): Pethe, Eparvier, Destribois et Cie. Produkte: Brillen und optische Instrumente. Anschrift: 6 rue Pastourelle Paris 6e. Das Logo zeigte einen Kerzenständer zwischen der Buchstaben S und L. Das modernere Design in der Mitte des 20. Jh. entwickelte sich zu einer einfachen Grafik (s. rechts sowie in der Mitte der S. 1 des 1907 Katalogs).
Das Unternehmen war 1849 durch den losen Zusammenschluss dreier sozialistischer Handwerkerbetriebe (Anhänger von Charles Fourniers Thesen) gegründet worden, und nannte sich l'Association fraternelle des ouvriers lunetiers. Es existierte bis Ende der 1860er J. Es wurde danach in Essel (nach der Aussprache der Abkürzung) umbenannt und umfasste einige kleinere Pariser Brillengeschäfte.
In den 'gelben Seiten' des Telefonbuchs für 1930 werden mehrere Betriebe in verschiedenen Provinzen aufgelistet.
Der bedeutendste hieß La Compasserie (Der Kompasshersteller!?) und stand in Lothringen, in Ligny-en-Barrois (Meuse), wo sich ebenfalls die Werke Les battants und Le Moulin befanden. Weitere Werke standen in Mihiel und Cousances (Meuse), Montreuil sous Bois, Morez (Jura), Longueville (Seine et Marne), Foncine le Bas (Jura). Es gab auch ein Laden in London, 56 Hatton Garden EC.
Die Firma fusionierte 1972 mit Silor (gegründet 1930) und bildete fortan die gegenwärtige Essilor-Gruppe.
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SRPI

Société de Recherches et de Perfectionnements Industriels. Früheres französisches Unternehmen. Hersteller von Optik-Material für das Heer und die Marine. Wurde später zu Imprimerie des Pays de Vilaine in Redon (Ille-et-Vilaine)
Anschrift : 7, rue Saint-Conwoïon
Geschichte: Die Société de Recherches et de Perfectionnements Industriels (SRPI) war 1919 gegründet und nach Redon 1939 wegen des drohenden Krieges verlegt worden. Fertigung von Kompassen zusammen mit MORIN.

STANLEY

Früheres britisches Unternehmen.
Stanley wurde 1853 von William Ford Robinson Stanley (1829-1909) gegründet. Seine erste Anschrift war Great Turnstile Holborn London. Die Fa. wurde von der Sime Darby Group 1977 übernommen und 1999 aufgelöst.
Address of head office and works: Avery Hill Road, New Eltham, London SE9
Business scope: manufacturers of mathematical, drafting, scientific and survey equipment.
(Quelle www.mathsinstruments.me.uk/page43)
Stanley hatte Marschkompasse für die britischen Streitkräfte gefertigt (siehe diese Kategorie). Die Produktion des Modells G150 wurde 1999 von SIRS NAVIGATION Ltd. übernommen.
Anm.: Wir haben keine Informationen über eventuelle Verwandschaftverhältnisse zwischen diesem alten Unternehmen und der existierenden Firma STANLEY LONDON mit Sitz in Palmbeach (Florida, USA), die nur dekorative Reproduktionen aus asiatischer Provenienz vertreibt und ein ganz anderes Logo führt (Beispiel BRUNTON). Wir würden eine Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen begrüßen.
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von STEIN

Früheres deutsches Unternehmen aus München-Soll.

STEWARD

Das Unternehmen J. H. Steward Ltd wurde 1856 in London (406 Strand), England gegründet. J. H. Steward war Chefoptiker des Hauses. Er wurde königlicher Hofoptiker und Optiker der National Rifle und der National Artillery Associations. Das Produktspektrum war sehr breit gefächert (Teleskope, Sextanten, Optikinstrumente usw. - Siehe auch Sonnenuhren). Die Fa. existierte bis nach dem 2. WK.
Quelle: Thomas Nicholas, Annals and antiquities of the counties and county families of Wales, Oxford University Press, 1872.

STOCKERT (C. Stockert & Sohn, "S")

Deutsches Unternehmen mit Sitz Marienstr. 47 in Fürth (bis Mai 2015), das 1850 von Karl Sebastian Stockert gegründet wurde (aktualisierte Daten auf der Website Die Kompassmacher). Er war ein Nachfolger mehrerer berühmter Sonnenuhren- und Kompassmacher. Bereits ca. 100 J. früher hatten Ernst Christoph and Johann Paul(us) STOCKERT Sonnnenuhren mit eingebautem Kompass gefertigt. Es gebe angeblich Unterlagen, die auf die Gründung eine Vorgängerunternehmen 1794 hinweisen. Ende des 19. Jahrhunderts existierten zwei Firmen, die zwei Mitgliedern der Stockert-Familie (Brüder?) gehörten: K. S. Stockert und C. Stockert und Sohn (Logo: "S" in einer langgestreckten Raute).
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Fa. K. Stockert unter dem Namen PASTO OHG (Paul Stockert) neugegründet. "S"-Stockert bestand nach 1945 als Personengesellschaft weiter. Die Fa. ging über an Frau Zahn, die Tochter des letzten Stockert und später auf ihre Tochter Frau Prankel.
- 2006: Verkauf an Dr. Helmut Weiß durch die letzten Eigentümer, Gregor und Ilse Prankel
- 2009: Übernahme durch den jetzigen Eigentümer und Geschäftsführer Norbert Fritz.
Sehenswertes kurzes Video über die Fertigung von Wanderkompassen in der alten Werkstatt: Die Kompassmacher von Fürth (Beitrag des Bayerischen Fernsehens auf Youtube).

SUUNTO

Finnisches Unternehmen. Hat 2008 das schweizerische Traditionsunternehmen RECTA übernommen und das Werk in der Schweiz geschlossen.

SÜSS NÁNDOR

Süss Nandor (1848-1921) hat die Fa. "Suss Nandor fele Praecizios Mechanikai Intezet" 1900 gegründet, mit Sitz in Alkotas utca, Budapest. Die Fa. hat Optik- und Geodäsiematerial produziert. 1905 zog die Fa. in größere Gebäude in Csorsz utca 39 um. Wegen finanzieller Schwierigkeiten firmierte das Unternehmen um und wurde 1918 "Suss Nandor Praecizios Mechanikai Rt." Nach seinem Tod in einem Autounfall wurde 1921 die originäre ungarische Entwicklung gebremst. Umfirmierung in "Suss Nandor Praecizios Mechanikai es Optikai Intezet Rt." Die Fa. Gerät unter den Einfluss von Carl Zeiss Jena and C. P. Goerz. Zwischen 1926 und 1932 produzierte Süss Nándor Funkgeräte. 1934 Umfirmierung in "Magyar Optikai Muvek Rt." Ab 1937: Fertigung von Optikmaterial für die British Army und während des 2. Weltkriegs für die Wehrmacht wie z.B. Panzervisiere. Zwischen 1945 und 1952 unter sowjetischer Führung machte die Fa. schwere Zeiten durch. Nach 1955 stieg die Produktion wieder. Ab 1960 begann die Fertigung von Labormaterial. Ab 1971 auch Computertechnologie. Die Fa. wurde 1990 in mehrere kleine Firmen aufgeteilt.
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TAYLOR

The Taylor Instrument Companies was a US manufacturer located in Rochester, N.Y. Taylor and the British company Short & Mason built a joint venture called TYCOS (acronym of their names' initials). Taylor's success story began in 1851 when George Taylor and his partner Kendall built thermometers in Rochester, selling them from their truck. The company's name was changed in 1872 into Taylor Bros., later incorporated in 1890. Taylor opened a sales office in New York city a year later and acquired Short & Mason (London) in 1900 and consolidated into its new building in 1906. Taylor Instruments Companies (abbreviated TYCOS) was formed in 1907 consolidating different branches.

TELEOPTIK

Ehemaliges jugoslawisches Unternehmen ehemaliges französisches Unternehmen mit Sitz in Belgrad. Es wurde 1922 in Belgrad (Francuska-Straße 61) gegründet. Noch vor Ausbruch des 2. Welktkriegs erfolgte 1940 der Umzug nach Zemun Cara Duana Str. 139-141.
Produktpalette: Telefonanlagen, Optik und Feinmechanik. 1928 begann die Fertigung von Flugzeuginstrumenten.
1985 wurde ein Teil des Unternehmens unter dem Namen TELEOPTIK ZIROSKOPI von der Firma getrennt und existierte weiter ab 1989 als selbständiges Unternehmen. Das insolvente Unternehmen wurde von der serbischen Privatisierungsagentur am 24. April 2007 an die zypriotische Fenderview Ltd. verkauft. Allem Anschein nach wurde Fenderview unmittelbar nach dem geschäft gelöscht.

TOPOCHAIX

Steckbrief: Französisches Unternehmen (29/31, rue de la Plaine, Paris), das die CHAIX-Kompasstypen herstellt. Es wurde 1938 von Pierre CHAIX gegründet.

Das Internet-Kompassmuseum bedankt sich bei diesem Hersteller für die freundliche und kostenfreie Instandsetzung unserer CHAIX-Kompasse (Bild r., das alte und das neue Logo des Unternehmens).
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- V -

VAUCHER

Eric Vaucher war ein schweizerischer Ingenieur aus Biel/ Bienne, der den berühmten RECTA-Kompass erfand.
Patent für die Schweiz: Nr. 220.782 erteilt am 16.10.1942
Patent für Deutschland: Nr. 878.562 erteilt am 25.4.1942
Patent für die USA: Nr. 2.680.297, 1954
Weitere Patente unter dem Namen VAUCHER (Sohn bzw. Enkel von Eric?):
- Denis Maurice VAUCHER, Armbandkompass (s. in dieser Kategorie), 1975, Nr. 557.020 für die Schweiz, Nr. 3.919.782 für die USA und 324.726 für Österreich
- Frank VAUCHER: Kompass- und Sonnenuhr, Europäisches Patent Nr. 452.757, 1991 (siehe das Instrument von LONGINES in der Abteilung Kompassuhren).
S.a. die Taschenkompasse von Muller & Vaucher.

VERNER

Colonel William Willoughby Cole Verner wurde 1852 geboren und diente von 1874 bis zu seiner Pensionierung 1904 in der Rifle Brigade. Er nahm am Ägypten-Feldzug (1884-85) und am Burenkrieg teil. Er starb 1922.
(Zitiert mit freundlicher Genehmigung von The COMPASS COLLECTOR)
Foto rechts: sein berühmtes Werk 'Some Notes on Military Topography', 127 S., Herausg. W.H. ALLEN & Co. 1891 (Bild anklicken zur Darstellung einiger Kompassbeispiele), 165 mm x 260 mm
Ein bestimmter Kompasstyp wird im englischen Sprachraum Verner's pattern (Verner-Modell) nach ihm genannt.
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VION

Früheres französisches Unternehmen. Gegründet 1832 durch Th. VION. Er hatte zwei Söhne. Ein Unternehmen mit dem Namen VION Frères (Brüder) nahm an den Weltausstelungen in den Jahren 1878, 1889, 1893 und 1900 teil. Dieses Unternehmen baute optische Instrumente. Es hieß 1922 Etablissement E. (Eugène) Vion. Die Anschrift war in den 1930er J. 38, rue de Turenne, Paris.
(zitiert teilw. nach www.europa.com/~telscope/tsfrance.txt). Eugène VION ließ sich u.a. mehrere Luftfahrtkompasse patentieren und produzierte in den 30er und 40er J. hauptsächlich Marine-, Panzer- und Luftfahrtkompasse.
Die jetzige VION-Marine-Firma hat die Marine-Sparte der alten VION-Firma gekauft. Die Panzer- und Luftfahrtsparte wurde von SATORI (in 77 Clayes Souilly) übernommen.
Es liegen keine weiteren Informationen vor.
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- W -

WALTHAM

(Zitiert aus WIKIPEDIA)
•1854 Aaron Dennison establishes in Waltham (Massachusetts) the Waltham Improvement Company founded in 1850 together with Edvard Howard and David Davis in Roxbury (later to become Waltham Watch Company). In 100 years of existence produced 40 million jeweled watches, plus clocks, speedometers, compasses, time fuses for bombs and other precision instruments.
In U.S.A., the manufacturing of Waltham watches and watch parts ended in 1957. Production was transferred to Switzerland, to Waltham International SA, a company established for this purpose in 1954 by the US parent company. However, specialized clocks and chronographs for use in aircraft control panels continued to be made in the Waltham factory under the name of Waltham Precision Instruments Company until the company was sold in 1994. The company is now based in Alabama as the Waltham Aircraft Clock Corporation.

WICHMANN (Gebr. Wichmann m.b.H. Berlin)

Deutsches Unternehmen. Verkaufte in den 30er Jahren Büromaterial sowie Messinstrumente. In seinem Katalog befinden sich Kompasse mehrerer Hersteller.

WILD

Früherer Name eines schweizerischen Unternehmens mit Sitz in Heerbrugg (jetzt: Vectronix AG). Es wurde durch Heinrich WILD 1921 gegründet. 1986 erfolgte der Zusammenschluss mit der deutschen Firma Ernst Leitz Wetzlar, was zur Gründung der Wild Leitz Gruppe und 1990 der Leica Gruppe führte. Der neue Name existiert seit 2002.
Spezialgebiet: topographische und optische Messinstrumente.

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WILKIE (Wilhelm Kienzler)

Früheres deutsches Unternehmen gegründet 1954 in Fürth bei Nürnberg (Firmensitz Flurstr. 74). Wilkie kaufte PASTO 1972 und wurde 1976 von ESCHENBACH übernommen.
WILKIE war lange Zeit der größte deutsche Hersteller von Kompassen. Die Rechte an den WILKIE-Produkten wurden 2005 an die Fa. Kasper & Richter (K&R) übertragen, die diese Produktreihe fertigt.
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WINTERER

Franz WINTERER war ein österreichischer Offizier (Dienstgrade laut Autorenangaben seiner Bücher: Oberleutnant 1930, Hauptmann 1936).
Er entwickelte mindestens vier Kompasstypen. Er ließ sich 1929 ein entsprechendes System patentieren (Patent Nr. 117354). Die Modelle I und II waren für einen militärischen Einsatz bestimmt. Es gab außerdem kleinere Wanderkompasse (s. Kategorie Marschkompasse).
Sie wurden von der Werkstätte für MASCHINEN und APPARATEBAU Karl STADLER (Wien, XV., Rosinagasse Nr. 9) gefertigt.
Er schrieb auch mehrere Bücher:
- Das große Bussolenbuch (1930), Orientierung im Gelände mit Karte, Kompass und Höhenmesser
- Winterbussolen für Zivil und Militär - Der militärische Gebrauch der Winterebussole (1936),
- Karten- und Bussolen-Fibel (1953).
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WITTNAUER

US-Unternehmen, das 1872 vom schweizer Uhrmacher Albert WITTNAUER (1856-1908) in New York gegründet wurde. Das Unternehmen produzierte Uhren und Flugunstrumente. Es fusionierte mit BULOVA in 2001.
Lesen Sie die ganze Geschichte auf der Website von BULOVA.
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- X - Y -

YAL

Vermutlich ist yal der industrielle Code eines tschechischen Herstellers von Optischen Instrumenten. Es liegen uns keine weiteren Informationen vor.

YEATES & SON

Ehemaliges irisches Unternehmen von wissenschaftlichen Instrumenten und Lehrmaterial.
Dieses Familienunternehmen wurde zwischen 1790 und 1795 gegründet. Das Geschäft zog nach 2 Grafton St, Dublin im Jahre 1827 und befand sich somit unmittelbar gegenüber vom Trinity College. Stephen Mitchell Yeates (geboren 1832) übernahm das Geschäft 1865 in dem sein Vater George Mitchell Yeates ihn ausgebildet hatte. Es wurde fortan in Yeates & Son "Instrument Makers and Opticians" umbenannt.
Stephen heiratete und hatte sechs Kinder. Leider wurde nur einer Erwachsen. Stephen Mitchell Yeates führte das Geschäft von 1865 bis zu seinem Tod 1901. Die eingetragene Firmenbezeichnung war ‘Instrument makers to the University’. Einige Instrumente von Yeates & Son sind immer noch im Trinity College vorhanden.
Das Unternehmen existierte bis ungefähr 1922.

Quellen:
- Gloria Clifton's Directory of British - Scientific Instrument Makers 1550 - 1851
- University of Melboune - Physics Museum (ca. März 2009)

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- Z -

ZEISS

Z.I.E.L.

ZIKO

ZUP

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