TASCHENKOMPASSE (Forts.)

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- D -

DARTON

Steckbrief: F. Darton kaufte die Gehäuse bei Dennison of Birmingham und baute seine eigenen Kompasse hinein. Er war zugelassener Lieferant des Verteidigungsministeriums (British War Department). Das Bild der Kompassrose ist identisch mit dem Singer-Muster des Dennison Kompasses weiter unten (Bild rechts anklicken zwecks Vergrößerung).

DEMARIA-LAPIERRE

Steckbrief: früheres französisches Unternehmen (von ? bis ?). Mehr Informationen HIER.
Es produzierte die militärische Version (Teilung 6400 Mils) des Modèle 1922 genannten Marschkompasses.



(Zum Vergrößern,
Bild anklicken)
Militärischer Kompass mit dem selben Design wie das berühmte Modèle 1922. Die Winkel (6400 Strich) wurden nicht mehr in ganzen Zahlen (vier Stellen) sondern nur noch abgekürzt angegeben (zwei Stellen, vgl. mit MORIN).
Dieses sehr einfache und mit der Kompassgeneration des 1. WK identische System erlaubte es nicht, Peilungen mit der selben Präzision wie mit dem Modèle 1922 vorzunehmen, das in einem Gehäuse mit Visier eingebaut war.
Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 65 g


Feststellung der Magnetnadel mittels eines seitlichen Schiebers.
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DENNISON

Steckbrief: Früheres britisches Unternehmen in Birmingham, das vor allem für die während des 1. Weltkrieges gefertigten Taschenkompasse berühmt ist (mehr darüber HIER).



Fotos www.Compasscollector.com


(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Dieser Kompass entspricht dem Mark V-Typ mit SINGER-Muster. Gegen Ende des Jahres 1916 wurde das viel präzisere Mark VI-Muster eingeführt (Beispiel: siehe W. Terrasse).

Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Höhe: 14 mm


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DIXEY

Steckbrief: C. W. DIXEY war Optiker, Hoflieferant der englischen Königin ("Opticians to the Queen"). Mehrere Kompasse tragen seine Unterschrift aber sie wurden in Wirklichkeit von Spezialbetrieben hergestellt wie z.B. J & G SIMMS. Die Geschäftsräume befanden sich nacheinander 335 Oxford Street, 3 New Bond Sreet und in der Old Bond Street in London zwischen 1838 und 1862.

DOLLOND

Steckbrief: Britisches Unternehmen, jetzt D&A - Dollond & Aitchison (mehr darüber HIER).

Box-Kompass
(frühes 19. Jh.)


Foto fatato81
Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
- Durchm.: 55 mm
- Höhe: 15 mm
Hersteller-Unterschrift: Dollond London




Long neck design


Datenblatt
- Durchm.:  mm
- Länge:  mm
- Zifferblatt: Emailliert
- Datum: Mitte 19. Jhdt.




DOXA

Steckbrief: Japan. Unternehmen (S.a. Armbandkompasse).


Datenblatt
- Durchmesser: ... mm
- Höhe: ... mm
- Gewicht: ... g
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- E -

Eclaireur

Dieses französische Wort ist eigentlich die richtige Übersetzung von Pfadfinder bzw. scout . Die Jugendorganisation "Eclaireuses et Eclaireurs de France" ist ein interreligiöser Teil der katholischen Pfadfinderorganisation Scouts de France (mehr darüber in Wikipedia). Mancher Kompass trägt daher diese Bezeichnung in der jeweiligen Landessprache: s. Pathfinder (diesen Link folgen sowie EENBECO weiter unten), Trail-blazer (Armbandkompass) und auch Pfadfinder (Marschkompass).




Datenblatt
Katalog für 1932 der Geschäfte AUX ÉCLAIREURS

Freizeitmaterial, u.a. Kompasse


(Zum Vrgrößern, Bilder anklicken)

ENBEECO

Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen. Enbeeco (Link zu Werbung) ist ein mit den Anfangsbuchstaben des Firmennamens Newbold & Bulford Co. Ltd. gebildetes Anagramm. Siehe auch Marschkompasse, Artikel über F. Barker & Son.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)


Fotos J.M.A. (Bakjma)

Datenblatt
- Durchm.: 50 mm
- Höhe: 15 mm
- Gewicht: 29 g
- Teilung: 360 rechtsdrehend
- Produktion: 1950er J.
- Material: Bakelit
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ESCHENBACH

Steckbrief: Deutsches Unternehmen aus Nürnberg (mehr Informationen HIER). Siehe auch Marsch- sowie Armbandkompasse. Im Katalog für Jahr 1937* (Bild rechts anklicken für mehr Details) wird u.a. ein Taschenkompass angeboten, der aber von der Fa. Joseph SINGER & Sohn gefertigt wurde.
* Abdruck mit freundlicher Genehmigung von H. Frank LIEBAU, s. seine Website
Die Kompassmacher.



Katalog für das J. 1937
(Bild anklicken für eine vergrößerte Ansicht zusammen mit einem ähnlichen Kompass im Katalog für 1938 von C. Stockert & S.)

Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Höhe: 14 mm
- Gewicht: 36 g
- Teilung: 360° rechtsdrehend, 4 Leuchtmarken an den Himmelsrichtungen.
- Herstellungsdatum: Mitte 1970er J.

Typischer WILKIE-Kompass (an der Form der Magnetnadel und den Stabilisierungsflügeln leicht zu erkennen, aber leider auf dem Bild schwer zu sehen, da das Kunststoffglas stark vergilbt ist.

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
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- F -

FRANKREICH

Steckbrief: nicht eindeutig identifizierter Hersteller (vielleicht Houlliot)

Der bisher kleinste bekannte Taschenkompass mit federbelastetem Deckel

Datenblatt
- Durchmesser: 25 mm
- Höhe: 11 mm
- Gewicht: 19 g

F S & C (F. SOMMET & Cie)

Steckbrief: Die Fa. F. SOMMET & Cie war in den 1930er-Jahren ein Vertriebsunternehmen für verschiedenartige Instrumente u.a. Kompasse der Fa. HOULLIOT. Die Druckblöcke für die Abbildungen der Kataloge befinden sich noch in den Händen der Erben der Familie HOULLIOT.



Katalog F S & C für Kompasse


Beispiel: der boussole directrice genannte Kompass

Eine kl. Auswahl an Kompassen


Druckblöcke für Abbildungen
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- G -

Glas, transparente Taschenkompasse

Steckbrief: Diese Kompasstypen wurden auch Kartenkompasse genannt (s. Stockert-Katalog 1910), weil man durch sie die Karte lesen kann.
S. die unten genannten Hersteller sowie auch Burnat, S-L und Thalson.


Datenblatt
- Durchmesser: 48 mm
- Dicke: 12 mm
- Gewicht: 35 g
- Himmelsrichtungen in einer romanischen Sprache
- Periode: Anfang des 20. Jh.
- Hersteller unbekannt - vielleicht S-L.

S. auch C. Stockert & Sohn


Siehe weitere Details unter  Luftschifffahrt
Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Dicke: 12 mm
- Gewicht: 40 g
- Serien-Nr.: 56 (auf der Seite gestanzt)
- Hersteller: vermutl. Houlliot
- Lederetui mit Schnappverschluss und großer runden Aussparung.
    Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Dicke: 10 mm
- Gewicht: 14 g
- Konvexe Gläser auf beiden Seiten
- Beschriftung: JAPAN (Link anklicken für weitere Modelle und Kataloge)
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GOERZ

Steckbrief: Die Firma Carl Paul GOERZ Optische Anstalt war ein deutsches Unternehmen (Berlin).
Lesen sie die Firmengeschichte in WIKIPEDIA.

S.a. die Artillerie-Kompasse (1. und 2. Weltkrieg).





Foto I. Argyriadis. 
Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Dieses Instrument ist an sich bereits ein Marschkompass und existierte auch ohne Deckel. Es ist einem von PLAN Ltd signierten Instrument sehr ähnlich.
Datenblatt
- Durchm.: 47mm
- Höhe: 16 mm
- Lösen der Nadel durch Drücken des federbelasteten Druckschiebers im Tragring
- Die 'Nadel' ist aus Aluminium und auf einer sehr kurzen echten Magnetnadel mittels einer Mutter befestigt.
- Die Himmelsrichtungen können nur aus einer einzigen Richtung gelesen werden.




Foto M. Collignon    

Bild links: Modell mit durchsichtigem Boden und Visiereinrichtung über Korn & Kimme ähnlich wie bei den Armbandmodellen der Roten Armee (AYRKKA).
Das Gehäuse weist eine umlaufende Nut und zwei Blechnasen aber keine Teilung auf. Es war vermutlich in einem bisher unbekannten Instrumenten eingebaut.
Abm.: Durchm.: 55 mm ; Höhe ü.a.: 15 mm

Vgl. mit den ähnlichen Modellen ohne Visier von C. Stockert und mit diesem hier ohne Herstellerangabe.
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- H -

HOULLIOT

Steckbrief: Ehemalige französische Fa., Vorgänger von COLLIGNON-HOULLIOT (mehr darüber HIER). Houlliot produzierte viel für den nationalen Markt und für den Export (USA, Russland, Deutschland: Goerz, LUFFT - Modell 2754) etc. Dieser Hersteller investierte viel Zeit und Arbeit in Inventionen französischer Offiziere wie die Souchier- und Desombre-Modelle.
Siehe auch die Sonnenuhr-Kompasse und den Kompass für Fotografen sowie die Marine- und Geologenkompasse.

EINE SEHR GROSSE AUSWAHL AN KLEINEN EINSETZ-KOMPASSEN FÜR SCHMUCK (ANHÄNGER) AUS DEM 19. JAHRHUNDERT WIRD IN DER KATEGORIE "ANDERE KOMPASSE / SCHMUCK" UND IN DER BOUTIQUE GEZEIGT. Besuchen Sie auch das Kapitel RELIGION und die islamischen QIBLA-Kompasse.


 Muster von Perlmutt-Kompassscheiben mit aufgemalter Windrose (in rot und schwarz), die von einem deutschen Kunden vor dem 1. Weltkrieg bestellt worden waren (Durchm.: 20 mm).

Alle Fotos wenn nicht anders angegeben: Michel Collignon


Beispiele der Produktpalette von Houlliot gegen 1900






Zum Vergrößern, Bilder anklicken 





Die Nordmarke ist ein Teil eines Ankers. Re.: Der Druckstempel für die russische Version.
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Dutchm.: 45 mm
- Dicke: 17 mm
- Gewicht: 67 g

Dieser Kompass ist das kleinste Modell einer Serie von Schiffskompassen (s. Marinekompasse). Die Teilung (vier Quadrante à je 90 Grad) war bereits seit langem nicht mehr gebräuchlich, als dieses Instrument gefertigt wurde (Katalog der Fa. S-L, 1932).

Fotos links Jaypee für Compassipedia

Kompassrose aus Pappe (Teilung: Quadranten -
(Durchm.: 50 mm)

Mit dem Buchstaben N gekennzeichnete Magnetnadel

Modell mit zwei Deckeln und durchsichtigem Boden



Foto Ted Brink
Bild anklicken um verschiedene Konfigurationen zu sehen
Mit den Buchstaben N und S gekennzeichte Magnetnadel (vgl. BILAND sowie Wilkie in Marschkompasse)

Tabakdose ("tabatière")
s. obere Reihe, mittleres Bild
(Durchm. 80 mm)

 "Tabatière"



Marschkompass
mit unter dem Glas geklebtem Leuchtpapierpfeil
(vor dem 1. Weltkrieg)
Durchm.:

Boussole directrice
(vgl. mit ähnlichen Modellen im Artikel MORIN, siehe dort die genaue Beschreibung dieses Modells)
Durchm.: 55 mm
* Siehe den Artikel über diesen Kompasstyp.



Foto Jaypee
Links: Boussole directrice (Marschkompass)
Exportversion für Russland (s. mehr Beispiele dort)
Merke die C*-förmige Nordspitze der Magnetnadel, gemäß dem Anfangsbuchstaben des russischen Wortes für Nord CEBEP (Ausspr. sewer). Durchm. 46 mm
Rechts: Verriegelung durch Drehung der Lünette (gleiches System wie bei denjenigen für ZEISS (Durchm. 44 mm).



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HUGHES

Steckbrief: Britisches Unternehmen, 1903 unter dem Namen Henry Hughes & Sons Ltd gegründet mit Werken in Forest Gate (lesen Sie den Wikipedia-Eintrag "Kelvin Hughes / The Hughes connection").
Hughes produzierte auch verschiedene Marsch- bzw. Armbandkompasse gemäß dem Patent von Creagh-Osborne (s. diesen Namen in diesen Kategorien).





Foto D. Beving

Zum Vergrößern, Bild anklicken
Datenblatt
- Durchmesser: ... mm
- Dicke: ... mm
- Kompassrose: Perlmutt mit schwarzer Farbe (Singer's patent), Himmelsrichtungen in roter Farbe auf dem Glas aufgedruckt (vgl. mit den Katalogbildern der Modelle Pathfinder und Prospecting von F. Barker weiter oben).


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- I -

ISZARD-WARREN

Steckbrief: US-Unternehmen. Wurde 1908 durch zwei ehemalige Mitarbeiter von James W. QUEEN & Co. , Charles. F. Iszard and J. Henry Warren gegründet (Landvermessung, Ingenieurstechnik, wissenschaftliche Instrumente). 1913: Umbenennung in Warren-Knight Instrument Co. Erste Adresse: Philadelphia 136 North 12th Street. 1963: Umzug zur gegenwärtigen Anschrift (Quelle: www.warrenind.com).
S. a. Geologen- und Artilleriekompasse (Warren-Knight).





Das Logo der Fa. im 1908er-Katalog

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser: 45 mm
- Dicke: 15 mm
- Sprungdeckelgehäuse
- Magnetnadel in balkenform mit Ausgleichsgewicht.
- Baujahr: vor 1913
Eingraviert im Deckel: das Logo von Iszard-Warrens Marke DU-NORTH compass



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- J -

Japan

Die unten abgebildeten Kompasse sind älter als der 2. WK und noch gemäß der alten Tradition beschriftet (chinesische Sprache und Teilung). 
S. a. Japanische Armbandkompasse, DOXA, THALSON und durchsichtige Kompasse (GLAS).



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt (Bild links)
- Durchmesser: 37 mm
- Magnetnadel: Barren
- Baujahr: ca. 1920er-Jahre
- Versilberte Bodenoberfläche
- Himmelsrichtungen und Teilungen : siehe Erläuterungen unter Religion / Chinesische Tradition sowie im Menü Verschiedenes / Himmelsrichtungen / China & Japan).

Bild rechts: Baujahr vermutl. 1930/40er J.
Foto A. Jatsch


Nach dem 2. WK exportierte die japanische Industrie Kompasse in die gesamte Welt und viele europäische und US-Unternehmen ließen ihre Instrumente dort fertigen. Wir besitzen Kataloge aus den frühen 60er J. von einer TOKYO COMPASS MFG. genannten Firma, die anscheinend vom großen Versandunternehmen MITSUI & CO., LTD. (mit Sitz no. 2,1-CHOME SHIBATAMURA-CHO, MINATO-KU in Tokyo) übernommen wurde. Berühmte Designs wie die von Taylor und alte Namen wie DOXA wurden übernommen und könne im Katalog erkannt werden.
Siehe auch jap. Armbandkompasse sowie Kompasse mit GLAS-Boden.



Beispiele aus den Katalogen

Zelle 1 - Tokyo Compass Mfg (grün):
Er umfasste sieben Kategorien: auto compasses, marine compasses, engineer, camping equipment, pocket compasses, wrist compasses, assortment and display.

Zelle 2 - Mitsui (blau):
9 Kategorien : (die gleichen plus) lidded pocket compasses sowie pin-on compasses.

(Zum Vergößern, Bilder anklicken)
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- K -

KEUFFEL & ESSER

Steckbrief: Früheres US-amerikanisches Unternehmen (für mehr Informationen HIER klicken).
Siehe auch Geologen- und Artilleriekompasse




Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
Durchm.: 50 mm
Zusätzlich zur Nadelverriegelung weist dieser Kompass einen Hebel zum Abbremsen der Nadelbewegungen auf, den man herunter drücken muss. Das Visiersystem (Korn und Kimme) ist auch einmalig: das Loch befindet sich nicht innerhalb des Rings wie üblich, sondern außerhalb bzw. oberhalb, wenn das Teil aufgerichtet ist.

K & E importierte Kompasse von F. Barker & Son. Siehe die Markierung am Gehäuseboden: MADE IN ENGLAND


Im K&E-Katalog für das J. 1904  wird ein Instrument mit flachem Deckglas abgebildet. An unserem Exemplar wurde das vermutl. zerbrochene Glas durch ein gewölbtes Glas ersetzt in da eine Linse mit derselben Krümmung geklebt wurde, damit die Nadel nicht abfällt (Ansicht vor Reinigung).
Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
Großes Modell
Verriegelung der Nadel (nicht abgebildet)
 
Durchm.: 75 mm
Dicke: 15 mm
Gewicht: 160 g
Genauigkeit: 2°



Einfaches Modell mit schwarzer Kompassscheibe
(Foto puttyface6)


Sprungdeckel-Modell
1920-1940

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt Sprungdeckel-Modell
- Durchmesser: 45 mm
- Höhe: 15 mm
- Gewicht: 49 g
- Teilung: 360 Grad
- Radiummarkierungen

KHLYNOWSKI - Хлыновский

Steckbrief: Der General-major Michail Iwanowitsch Khlynovski (Хлыновский Михаил Иванович, генерал-майор) 1859 - 1910, konstruierte diesen Kompass und ließ das Muster schützen. Er wurde in Russland von A. LAUBE (A. Лаубе) zuerst Sabalkansky Prospekt n°1, danach Sofiskaya n°7 in St-Petersburg vertrieben.  Hersteller war die französische Firma HOULLIOT. Sie lieferte vermutlich bis zur Revolution 1917 zahlreiche verschiedene Modelle an russische Händler (Optiker usw.).
Portrait "Иркутск и иркутяне. Город и его жители на фотографиях и открытках 1850-1920". Медведев, Сергей Иванович
Wir hatten das immense Glück, Zugang zu den Archivbeständen (Bücher, Kundenadressen usw.) des letzten Eigentümers und Direktors von Collignon-Houlliot, Herrn M. Collignon zu bekommen, welcher uns außerdem eine Schachtel voll mit Restbeständen bzw. Fertigungsausschuss zeigte (gebrochene Gläser, gelöste Leuchtstreifen, Gravurfehler usw.). Diese Schachteln enthielten eine sogenannte "grosse" Bestellung, d.h. 12 x 12 = 144 Instrumente. Wir konnten mindestens sieben verschiedene Modelle ausmachen. Manche tragen auf der Rückseite die abgekürzten russischen Worte ПРИВИЛ.(ЕГИЯ) ЗАЯВЛ.(ЕНА) für "Gesetzlich Geschützt" sowie den Namen des Erfinders M Khlynowski / M. Хлыновский (s. Bild unten). Es ist außerdem ein kurzes Lineal von einem Zoll Länge eingraviert, wobei die obere Seite in 20 Einheiten und die untere in 25 mm unterteilt ist. Vgl. mit dem sehr ähnlichen Modell von Oberst W. Ossietzky.



Alle Bilder M. Collignon

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Umrechnungstabelle:
Oben: 1 Zoll / Unten: 25 mm
Datenblatt
- Durchmesser: 49 mm; Höhe: 12 mm; Gewicht: 53 g
- Teilung: 360° rechtsdrehend, 600(0) Strich linksdrehend.
Zahlen und Teilstriche: weiße Farbe.
- Himmelsrichtungen: s. VERSCHIEDENES
- Lünette: weiße Marschrichtungs-Hilfslinie unter dem Glas

Eine Scheibe Balmain-Leuchtpapier (s. Beispiel rechts) liegt unter dem ausgestanzten Zifferblatt (vgl. mit F. Barkers Skeleton).


Version mit dem Wort PATENT eingraviert an der Unterseite.  Da es zu anderen Kompassen keine grundlegenden technischen Unterschiede gab, ist zu vermuten, dass der Antrag abgelehnt wurde.


Foto aus einem Handbuch aus dem J. 1907
(Bild anklicken zur Darstellung des Deckblattes und zweier Textseiten)

 
Es hat zahlreiche Varianten der beiden in der Liste der zugelassenen Geräte gezeigten Kompasse für Offiziere (links) bzw. Soldaten (r.) gegeben. Nicht ausgelieferte Kompasse weisen rückseitig Aufkleber in russischer Sprache (Fotos), die einzelnen Kompanien des berühmten 162. Akhaltsykhski Infanterieregiment zugeordnet wurden (Ахалцыхский 162-й пехотный полк)
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Kompass, Unterrichtsmittel (s. a. Training)

Frankreich
Schulklassen - Großformatige französische Tafel vom Verlag Éditions Rossignol, Montmorillon (Vienne). Abmessungen: 90 x 75 cm, Datum: 1950-1965
" Beim Betreten ihrer Klasse am Morgen konnten die Schüler das Thema des Tages auf einer großen Tafel sehen, die der Lehrer vorher aufgehängt hatte. Bunte Bilder erregten ihre Aufmerksamkeit. " (Zitatquelle: Alaric83.fr).
Anm.: Beim genauen Hinsehen fällt auf, dass die Schnittansicht vollkommen falsch ist. Der Betätigungsknopf zum Feststellen der Magnetnadel drückt in Wirklichkeit auf das Ende eines Hebels, der beim Kippen das Hütchen nach oben gegen das Glas drückt und es somit vom Drehzapfen trennt. Auf dem Bild ist dieser Zapfen viel zu lang dargestellt, und die wie ein gebogenes Stück Draht aussehende "Betätigungsstange" (tige de manœuvre) kann gar nichts bewirken (s. das Bild eines echten Verriegelungsmechanismus). Wir vermuten, dass der/die "Künstler/in" keinen Kompass in den Händen hatte, sondern nur ein Foto, das er/sie oben rechts gemalt hat, und vor allem keinen Sinn für Mechanik hatte.

Foto links: Schulunterrichts-Heft, Titel De la pierre d'aimant à la boussole aus der Reihe Faits de civilisation (Ausg. Accueil 1967, 12 Bl., 23 x 19 cm) in einem verstärkten Umschlag und Erläuterungsbeiheft. Geschichtlicher Überblick von der chinesischen Antiquität bis zur europäischen Renaissance und der Zeichnung von Seekarten.
Bild links anklicken zur Ansicht einiger Blättern.

- Französische Armee
Zusammenfasssung des erforderlichen Wissens für die Brevet de Préparation Militaire genannte Prüfung für angehende Offiziere (1955). Anm.: Die Nordreferenz ist hier nicht geographisch Nord sondern Nord Lambert (N.L.), d.h. die Nord-Gitterreferenz der Militärkarten und der Kompass ist in 400 Neugraden (G) geteilt (Bild: HIER klicken).


Großbritannien / USA
- The Elementary Education Act of 1870 created elected school boards to build & run schools, and this large compass (s. Bild r., Ø 7.5" / 160 mm) was made for the London School by W. W. Hooper Chester Road, East Ham. E.' The School Boards were abolished in 1902 and replaced by Local education Authorities.
   Bild r.: Dieses Instrument wurde dank der großzügigen Unterstützung durch die Fa. C. Stockert & Sohn restauriert.
- Offizielles Handbuch der British Army Map Reading mit Beschreibung des Kompasstyps Mark III von F. Barker & Son.
- Auf Englisch heißt in der Marine das Erlernen der 32 Winkelangaben (Windrichtungen) der Windrose boxing the compass (Link zum Eintrag in englischer Sprache mit mehreren Bildern), wobei to box im übertragenem Sinne bedeutet, ein Thema komplett zu behandeln, von A bis Z bzw. zurück zum Ausgangspunkt.

- Ein LERN-SPIEL für Pfadfinder(innen) wurde hergestellt und später von SILVA modernisiert. Spielregeln: auf dem Gelände wird ein großer Kreis gezeichnet und einige Punkte mit Buchstaben-Marken am Rande festgelegt. Jeder Spieler bekommt eine Karte mit einigen Kursrichtungen und muss die einzelnen Zwischenziele anpeilen und den jeweiligen Buchstaben notieren. Danach muss er das daraus resultierende Codewort angeben.
- Siehe auch TRAINING sowie in Marschkomp./SILVA, Be an expert with map and Compass.

Deutschland
- Kaiserreich
: Während des 1. Weltkriegs gab es ein Lern- und Lesebuch für den Dienstunterricht des deutschen Infanteristen - Der gute Kamerad (1915). Neben der ausführlich beschriebenen Waffenkunde wird jedoch nur in wenigen Zeilen das Wesen des Kompasses neben der Uhr und den Sternen um sich zurecht zu finden erläutert.
- DDR: Das Buch Arbeit mit Karte und Kompass (Möbius/Tanner, 1960er J.) für den Unterricht in den 5.-8. Schulklassen war sehr ausführlich, enthielt mehrere Karten und glich mehr einer paramilitärischen Ausbildung. Der Kompasstyp war das Modell Handkompass von Freiberger Präzisionsmechanik (Bild rechts anklicken: alte Ausgabe). Siehe auch die Lehrtafel der NVA.
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KREIS, F. W.  (Berlin, W.)

Steckbrief: Schweizer Uhrmacher fertigten ab den Dreißiger Jahren des 19. Jh. Kompasse, die in Taschenuhrgehäuse eingesetzt wurden. Diese wurden mit dem Namen anderer Uhrmacher oder Juweliere versehen. Hier ein Exemplar, das den Namen von "F. W. KREIS" aus Berlin trägt. Die Anschrift "Berlin, W." verweist nicht auf die Teilung der Stadt zwischen den Siegermächten nach dem 2. Weltkrieg, sondern auf den damaligen Stadtbezirk West, südlich der Allee Unter den Linden. Design: vgl. mit dem Armbandkompass SWISS.

Von den Schweizern Uhrmachern bezog F. W. Kreis auch Taschenuhren, die im Cockpit der Beobachtungs- und Kampfflugzeuge im I. Weltkkrieg untergebracht wurden (siehe hierzu die Internetseite von Konrad Knirim über alte Militäruhren)




Datenblatt
- Durchmesser: 40 mm
- Gewicht: 30 g
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KRÖPLIN

Steckbrief : KRÖPLIN ist ein deutsches Unternehmen (mehr darüber HIER).
Mit dem von H. C. Kröplin 1925 patentierten System sollte es möglich sein, die Marschrichtung an einem Kompass einzustellen, ohne dass die Karte hierzu eingenordet sein noch waagerecht liegen müsse. Zu diesem Zweck konnte die Kompassrose herausgenommen und separat, beispielsweise an einer Wandkarte eingestellt werden.
Wir kennen zwei Versionen eines einfachen Kompasstyps, das der Beschreibung im Patent am nächsten kommt: der Marschkompaß und der Armeekompaß.
Anm: Die bei einem militärischen Instrument an dieser Stelle eigentlich störenden Angaben (Armeekompass und Herstellername sowie die Abkürzungen D.R.G.M. (Deutsches Reich - Gebrauchsmuster) und D.R.P.a. (Deutsches Reich - Patent angemeldet) am Gehäuseboden sowie die Abwesenheit von Leuchtmarkierungen legen die Vermutung nahe, dass es sich bei dem hier gezeigten Objekt wohl um einen Prototyp zum Nachweis der Durchführbarkeit handelt.
Unser Modell Marschkompaß enthält seine Original-Einsatzscheibe. Wie die anderen Marschkompasse Kröplins weist sie nur gerade Linien und keinen Teilkreis auf. Anscheinend wurden davon einige Exemplare produziert und vertrieben (s. Schachtel mit Verkaufspreis).


Original-Zelluloidscheibe mit Richtungszeiger





Modell Marschkompaß zusammengesetzt

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Innenseite der Schachtel mit Preisangabe:
[Mark] 7,70





Datenblatt
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 120 g
- Feststellen der Nadel mittels Exzenter in der Ringhalterung
- Schutzkappe für die Lasche der Scheibe (nur beim Armeekompaß)
- Leuchtmarkierungen (nur Marschkompaß)
- Festeingebaute Missweisungsmarke

Modell Armeekompaß zusammengesetzt

Fotos Jaypee / Privatsammlg. H. C. KRÖPLIN GmbH

Anm.: Die eingesetzte Scheibe wurde von dieser Fa. nach unseren Vorgaben hergestellt.Sie entspricht der militärischen Version der quadratischen Modells ORION.
PATENT
(anklicken: Seite 3, Abb.)





(Englische Fassung

auch verfügbar)

Tabelle unten: Ein Serienmodell mit zwei Deckeln. Der Obere schützt das Glas des Kompasses, während der Untere den Stauraum der Scheibe bildet.

Ansicht mit eingebautem Marschkurs-Scheibe
 


Markierung auf dem oberen Deckel:
   PATENT KRÖPLIN
 Dieses Modell wurde auch von ASKANIA produziert/signiert.




Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
- Durchm.: 55 mm
- Länge ü.a.: 86 mm
- Dicke: 18 mm
- Gewicht: 125 g
- Teilung: 360° rechstdrehend
- Nadelfeststellung durch Schließen des oberen Deckels
- Missweisung: verstellbar mittels  Gleitmarke an der Unterseite (nur zwei Schrauben sind zu lösen)

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