MARINEKOMPASSE (Forts.)

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- L -

LARSEN

Kristen LARSEN war ein dänischer Erfinder, der 1948 ein Patent für eine neue Anordnung der Magnete zur Korrektur der Deviation in Schiffskompassen erhielt. Er schlug vor, anstelle mehrerer Magnete auf beiden Seiten der Nadel einen einzigen Magnet (Pos. 9 im Bild) vertikal anzubringen (Bild rechts anklicken für Einleitung und Abbildungen - Komplettes Patent verfügbar).

LE ROY

J. B. Le Roy war ein Instrumentenmacher (Oktanten, Teleskope, Barometer) der 1. Hälfte des 19. Jh. Er wirkte auf der Ärmelkanalinsel Jersey, 15 Mulcaster Street, St. Helier, etwa 100 m vom dortigen Hafen. Er war ein wichtiges Mitglied der dortigen Freimaurer-Loge. Dieser Kompass ist in einem gedrechselten zylinderförmigen Holzgehäuse mit Pressdeckel eingebaut. Das Gehäuse ist innen weiß gestrichen mit einem schwarzen vertikalen Strich als Steuermarke. Er ist außen schwarz lackiert mit Dekorlinien. 



Fotos TradeMarkLondon.com
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Datenblatt
- Durchm. (Deckel): 105 mm
- Höhe (geschl.): 95 mm
- Gewicht: 528 g
- Teilung der Kompassscheibe: 64 Strich (Windrichtungen)
- Die Nord-Marke (heraldische Lilie) ist mit Blattgold verziert. Darunter befinden sich die Symbole der Freimaurer (Zirkel und Winkel). Die Ost-Spitze ist dekoriert (s. VERSCHIEDENES/ Himmelsrichtungen).
- Die Kompassscheibe ist mithilfe von Wachs an der Unterseite (Link zu Foto) ausbalanciert.

Lichtbildkompass

Dieser Kompass ist ein sogenannter "Lichtbildkompass" und kam zum Einsatz in den deutschen Kleinst-U-Booten, speziell dem Typ 127B Seehund  und dem Molch. Der Kompass befand sich in einem vor dem LI (Leitenden Ingenieur). Dieser konnte ihn mittels einer Optik ablesen und entsprechend den Kurs steuern. Dies ist das Nachfolgemodell des BAMBERG-Kompasses. Diese Fa. war von ASKANIA übernommen worden (s. Artikel U-Boot). Der LI besaß auch einen AK39 Armbandkompass. Es gab auch eine in einer roten Kiste kardanisch aufgehängte Version, die vermutlich als Notkompass an Bord kleinerer Schiffe mitgeführt wurde.


Foto H. Mross

Seitenansicht mit und ohne Haltering


Fotos oben und links BSH
Datenblatt
Abm.: Ø 53 mm
Markierungen
- auf Kompass: W.30..... (S/Nr.)
- auf Haltering: Nkl 30 und M neben dem Reichsadler mit Hakenkreuz
- auf Prüfschein: bxx (Code für Askania-Werke, Berlin-Friedenau) sowie Berlin-Mariendorf

Foto rechts Axis Militaria & Jaypee

LIONEL

LIONEL Corporation wurde 1900 von Joshua Lionel Cowen in New York gegründet. Diese Fa. baute Modelleisenbahnen. Die nachstehenden Kompasse wurden während des 2. Weltkriegs gebaut als Beitrag zur Kriegsproduktion. Vermutlich handelt es sich um einen provisorischen Lizenz-Nachbau eines nicht bekannten Modells.


Datenblatt
Mark 1, 1942
Abm.
- Durchm. Schale: 195 mm
- Durchm. Scheibe: 134mm


Foto invaluable.com


Datenblatt
Mark 2., 1943
Abm.
dito Mk 1



Foto pickclick.ca

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LUDOLPH

Die W. LUDOLPH GmbH & Co. KG (Bremerhaven) produziert Schiffs- und Flugzeugkompasse (für mehr Informationen HIER) klicken.
(siehe auch Luftfahrtkompasse sowie Tauchsportkompasse).



Frühes Modell
(Mitte 19. Jhdt.)


Fotos F. Schröder
Nachbau eines Thomson Lord Kelvin-Kompasstyps. Die Magnete sind jedoch an zwei Stäben und nicht an Fäden befestigt.




Frühes Modell
(spätes 19. Jhdt.)

Replik eines frühen Kompasses



Foto Franz Rothbrust
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Einfacher Peildiopter: das andere Rohrende besitzt ein Nadelkopf großes Okular ohne Optik.


  Rechts: Detailansicht




Foto Ebay-Verkäufer "3-2-1meins-deins"
Unterdeck-Spiegelkompass mit Deckenhaltern, Spiegeleinrichtung und Beleuchtung.
Eingesetzt in Kuttern, Behördenfahrzeugen usw.

Datenblatt
- Werknummer: 37326, August 1970 im Hause W. Ludolph, Bremerhaven angefertigt
- Durchmesser
. ohne den schwarzen Ring: 205 mm
. mit Ring: 245 mm
. mit Füßen zum Aufschrauben: 330 mm
- Höhe (mit Füßen): 180 mm
Materialien
- Kompasskessel, Balancering, Deckelringe: Messing
- Schwimmer: Druckteil aus Messing mit Silberauflage.
- Rosenkarte: Glimmer.

KUGELKOMPASS (c. 1944)
Dieser Komapsstyp war im Marineeinheitskompassstand integriert

Beschreibung aus dem Archiv des
Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrologie (BSH)

LYTH

LYTH INSTRUMENTFABRIKS A.-B. (Aktiebolaget) ist ein schwedisches Unternehmen. Es wurde 1861 von Georg Wilhelm Lyth gegründet (Website: www.lyth.se, Reiter OM OSS = über uns, anklicken.  S.a. Marschkompasse.



Fotos Y. Weemaels
Kompass mit Haus und halbkreisförmigem Prisma. Seitliche Säulen für Kerzen. Es handelt sich nicht um eine Kompensationseinrichtung!

Der Kompass ist markiert P. W. LYTH, der vermutlich ein Sohn des Firmengründers war.

Fertigung: vermutl. ca. 1880
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- M -

MAGNAGHI

G. B. Magnaghi (Link zum Steckbrief) war ein italienischer Admiral. Er erfand ein voll-reguliertes Kompasssystem, das 1880 in der königl. Marine Italiens eingeführt wurde. Bei ihm waren die Kugeln des Kelvin-Systems durch Messingrollen durch eine Eisendrahtwicklung ersetzt (Quelle: Der Kompass, Alan Gurner).
Foto Istituto Idrografico della Marina  

McGREGOR

D. (Duncan) McGregor & Co. Ltd (Nachfolger von D. McGregor) war ein schottisches Unternehmen (Glasgow, Greenock, Liverpool) und Zulieferer der Admiralität im gesamten 19. Jhdt. Produkte: u.a. Navigationsinstrumente und Barometer. Siehe Eintrag im Firmenverzeichnis der Glasgower Post 1888-1889). Die Firma hat vermutlich gegen 1876 ein Gerät zur Prüfung der Bordkompasse von Schiffen mit metallischem Rumpf entwickelt und einen entsprechenden patent beantragt. Das Patent wurde vermutlich nicht erteilt, denn es findet sich jedoch kein diesbezügliches Dokument in den verschiedenen Datenbanken und Archiven. Die wenigen bekannten Ausführungen sind unterschiedlich (je nach Kundenwunsch ?) und befinden sich in den Sammlungen von Marine-Museen (u.a. Amsterdam und Norwegen). Einige sind wie folgt beschriftet: D. Mc. Gregor & Co. Patentees & Manufacturers. Dial protected by patent 1397, Glasgow Greenock, Liverpool, London". Eine spätere Version weist keine Patent-Nr. auf dafür zusätzlich den Namen des holländischen Herstellers von Karten und Kompassen L. J. HARRI, der hier vermutlich nur ein Verkäufer war. 
Werbungskarte mit Angabe des Kompassprüfgeräte     

1868: Silbermedaille beim der internationalen Maritime exhibition in le Havre (Frankreich) für Ferngläser und Kompasse mit Flüssigkeitsdämpfung. Verkauf von Polar anti-vibration compass und standard compass an 11 Handelsmarinegesellschaften und an Argentiniens Marine. Weitere Produkte: Trockenkompasse und Standardmodelle.
Vertreter für Thomson/Kelvin-Kompasse ab 1876.
Gebrauchsanweisung des Kompassprüfgeräts: Bitte HIER klicken.


Typische Kelvin-Kompassrose
(Bild anklicken: Detailansicht der Kompassrose)



Fotos Diarios San Cayetano
Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 280 x 170 mm
(11" x  6.69")
- Gewicht : 9,5 kg (21 lbs)
Beschriftung der Kompassrose:
- Standard Compass
- Serien-Nr: 3142
- Latest improved “Illuminated”
Der Boden ist aus Glas


Werbungskarte ca. 1865
Compass Verifier
(Kompassprüfgerät)
Patent-Nr. 1397 - Emaillierte Skalenscheiben

 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von
 the Friends of the Cerberus

Version ohne Patent-Nr.
Versilberte Skalenscheiben


Frontansicht mit Neigungsskala
(Die Serien-Nr. 903 ist erstaunlich. Sind alles Schiffe, die damit ausgerüstet waren, untergegangen?)



Fotos Chr. McGowan & R. Hargreaves
Datenblatt
Durchm.: 260 mm ; Höhe: 430 mm
Markierungen: D. Mc. Gregor & Co. Patentees & Manufacturers. Dial protected by patent 1397, Glasgow Greenock, Liverpool, London. Compass Verifier.
Auf späteren Instrumenten: auch L. J. HARRI (Amsterdam).


MERIDIAN

Kleiner Schiffskompass mit Kunststoffkapsel.

 

MOREL

Antoine Marius Camille MOREL hat zusammen mit KRAUSS mehrere Patente für Flugzeug- und Schiffskompasse.

Beispiel r. : Fig. aus dem Patent Nr. FR 544.937      

MORIN

Früheres französisches Unternehmen (mehr Informationen HIER). Siehe auch die Kategorien Marsch-, Taschen- und Geologenkompasse. Ende des 20. Jahrhunderts. Peilkompass. Zusammenarbeit mit SRPI. Das Peilen erfolgt seitlich durch ein Prisma. Die Kompassdose ist durch eine Hülle aus weichem Gummi gegen Stöße geschützt, deren scharfen Winkel die Windrichtungen darstellen. Wenn man eine Scheibe aus weißem Kunststoff vom Boden entfernt, kann man die Kompassdose auf eine Karte legen und die Winkelwerte mittels einer zweiten, von oben sichtbaren und um 90° versetzten Skala durch eine Lupe ablesen.



Modellname: Opticompas
(Vgl. mit VIONs Armeekompass "MINI")


Datenblatt
- Abmessungen: 90 x 90 x 40 mm
- Gewicht : 170 g (210 mit Schutzgehäuse)

MSP (МСП auf Russisch)

Kompassscheiben nach dem Prinzip derjenigen, die von William THOMSON (Lord Kelvin) patentiert wurde. Es sind zwei verschiedene Ausführungen bekannt, die vermutlich von einem nicht bekannten russischen Hersteller aus Sankt Petersburg produziert wurden.

Dieses Museum besitzt ein Exemplar, das mit dem abgekürzten Firmennamen МСП (MSP) gekennzeichnet ist. Sie ist in einem Aufbewahrungskasten aus weißem (rot lackierten) Holz, auf dem zwei Hinweisschilder befestigt sind: das eine ist am Deckel angeschraubt und weist nur die Buchstaben KMM auf. Das andere istr am Kasten verschraubt und weist ein Logo und verschiedene technische Daten auf, als das sind: ein Datum (1951, wahrscheinlich zu einem späten Zeitpunkt angebracht) und eine Gewichtsangabe: BEC (Aussprache: wjess = Gewicht) 0,55 = 5,5 g. Das Logo setzt sich zusammen aus dem kyrillischen Buchstaben Щ (Schtsch) in einem Kreis vor einem Meer / Wellen, worüber der Firmenname МСП (MSP) steht. Ein Prüfbericht über den Magnetismus (Link zu Foto) ist dem Kasten beigefügt.. Darauf steht auch der Firmenname (MSP), aber als handschriftliche Änderung des früheren Namens BMC (WMS).

Die andere Kompassscheibe weist keinen Herstellernamen auf und ist im Besitz des Kompasslabors beim Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrologie (BSH) in Hamburg. Diese ist vermutlich die ältere von den beiden (Teilung in Quadranten) und der Kasten ist aus Mahagony. Sie weist jedoch eine Angabe in kyrillischen Buchstaben unter der Himmelsrichtung Nord auf: Г.Г. Упр. (G.G. Upr.), und die Anschrift eines Eigentümers wurde an der Unterseite des Kastens handschriftlich vermerkt:  E. Stenberg / Professor / Geodetical Institution / Mariagatan 3, Helsingfors (früherer Name der Stadt Helsinki auf Schwedisch).

Die Magnete der beiden Scheiben sind in einer Aluminiumstruktur auf unterschiedliche Weise befestigt.
Die Himmelsrichtungen sind auf Deutsch angegeben, was zu der Zeit im russischen Reich und eine zeitlang unter dem kommunistischen Regime üblich war, bis international vereinbart wurde, dass sie weltweit auf Englisch angegeben sein müssen.



Zum Vergrößern Bilder anklicken



Ansicht der Unterseite
Datenblatt:
Aufbewahrungskasten: 165 x 165 x 40 mm, Birke rot lackiert ?
Kompassscheibe: Ø 130 mm, Gewicht 5,5 g
Teilung: 360°, Himmelsrichtungen in Deutsch
Magnete (6 Barren) und Aluminium-Struktur
Markierungen am Deckel (s. Bild r.): KMM = Anfangsbuchstaben russischer Worte möglicherweise für Kompass, Magnetisch, Marine
Label on card container (see description above)



Fotos BSH



Ansicht der Unterseite
Datenblatt:
Aufbewahrungskasten: 169 x 169 x 40 mm, Mahagony
Kompassscheibe: Ø  130 mm, Gewicht 16 g
Teilung: vier Quadranten, Himmelsrichtungen in Deutsch
Magnete (6 Barren) und Aluminium-Struktur mit Spannvorrichtung mittels 2 Schrauben
Markierungen an Kastenvorderseite: MA.20.
Markierungen am Deckel: I.L. 399 und 922
Markierungen auf der Kompassscheibe: Г.Г. Упр. (G.G. Upr. = russische Behörde für Landvermessung und Geodäsie?)


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- N -

NAUTISCHE WERKSTÄTTEN G.m.b.H. KIEL LÜTJENBURG

Ehem. deutscher Hersteller von Marineausrüstung. Die Firma wurde 1936 als Nachfolger von SEIK gegründet und 1941 von ASKANIA übernommen.


Nr. 156 - Mit Prisma
(Foto ...)

Nr. 261 - Teilung: Nur 360°
(Foto Lot-tissimo)

Nr. 1854 - Teilung: Strich und 360°
(Foto E. Shalev - facebook: RestorEitan)
Datenblatt
Gesamt-Durchm.:  170 mm
Höhe:  90  mm
Durchm. Kompassrose: 100 mm


Bild rechts: Rose der Nachfolgefirma ASKANIA

NEGRETTI & ZAMBRA

Ehem. britischer Hersteller von Marineausrüstung (mehr Informationen HIER). Die auf dieser Website gezeigten Kompasse von N & Z wurden teilweise von anderen Herstellern wie Barker oder Steward produziert. Es handelt sich hier um kardanisch aufgehängte Ausziehkompasse in einer zylindrischen Kapsel.
- Der erste wurde vermutlich von F. Barker & Son hergestellt: es erscheint im Barker-Katalog für diesen Zeitraum.
- Der zweite ist beschriftet NEGRETTI & ZAMBRA - LONDON auf der Kompassscheibe und das N&Z-Logo ist auf dem Ring eingraviert. 


Etui: Marokko-Leder. Deckel mit Lilaseide und Boden mit blauem Samt bezogen.
Durchm.: 99 mm

Alle Fotos von TML - Zum Vergrößern, Bilder anklicken


Kompassrose: Papier auf einer Aluminium-Scheibe. Messinghut mit Achatlager. Markierung: Singer's Patent, nicht nummeriert, d.h. 1868 oder 1869 gefertigt.


Datenblatt
Durchm. (Kapsel ohne Ring): 88,5 mm
Höhe (geschl.): 50 mm
Durchm. (Kompassrose): 58 mm
Gewicht (zusammen): 492 g

Kompass mit Flüssigkeitsdämpfung


Kompassrose: Aluminium- Scheibe mit zwei Magnetnadeln.
Durchm.: 51 mm


Datenblatt
Durchm.: 95 mm
Höhe, geschl.: 43 mm
Gewicht: 658 g
Herstellungsdatum: c.1900 - 1920
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- O -

OBSERVATOR

OBSERVATOR (www.observator.nl) war ein holländisches Unternehmen (Rotterdam), 1924 gegründet, 1996, von Kelvin Hughes übernommen und ist im Konzern Lilley & Gillie Ltd aufgegangen (s. WIKIPEDIA engl.: John Lilley & Gillie). Die Kompassaktivitäten verblieben eine zeitlang in Rotterdam. Heute gibt es ein Geschäft in Rotterdam (Van der Takstraat 218, Ansicht: Bild rechts anklicken), in dem u.a. die Seekarten der Fa. L.J. HARRI vertrieben wird.  S.a. Marschkompasse.


Detailansicht des Logos

 Fotos www.megaherz-org
Technical Data
Himmelsrichtungen in holländischer Sprache (Z = Zuid = Süd)
Alter: ca. 1920er/1930er Jahre

ORDSCHONIKIDSE (Oрджоникидзе en russe)

Name eines sowjetischen Herstellers, der einen Peilkompass produzierte. Die Bezeichnung des Instrument laut Hanbuch  PK (ПК auf Russisch). Der Firmenname ist derjenige des Politikers Sergo Ordschonikidse (Cергo Oрджоникидзе). Mehr infos in Wikipedia.
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- P -

PATIN BERLIN

Ehem. deutscher Hersteller mit Sitz in Berlin (s. Steckbrief in der Abteilung Luftfahrtkompasse / PATIN).
Der rechts abgebildete Kompass ist Teil einer Gruppe bestehend aus Mutter- und Tochterkompass (Link zu Abb.). Die Farbe ist diejenige der Kriegsmarine. Alle bekannten PATIN-Kompasse waren sonst für die Luftfahrt (Junkers 52) bestimmt und schwarz bemalt. In Gegensatz zu den an die Einheiten ausgegebenen Instrumenten sind die Felder für Anforderz. und Gerät Nr. auf den Typenschildern leer. Es stehen lediglich die abgekürzten Bezeichnungen PTK16 bzw. PKM17 (Patin Kompass Tochter bzw. Mutter). Wir vermuten, dass diese Geräte niemals an die Truppe ausgegeben und noch weniger auf irgendeinem Schiff oder U-Boot eingebaut wurden. Vielleicht handelt es sich um ein Projekt, das gegen Ende des 2. Weltkrieg entstand, als die anderen Hersteller (wie C. PLATH) bereits ausgebombt waren. Die einzige sichtbare Marine-typische Markierung ist W1042M auf einem Arm der Kompassrose.
Abm.: Durchm. Gehäuse: 210 mm, Durchm. Kompassscheibe: 140 mm
Abb. r.: Tochterkompass (alle Bilder mit freundl. Genehmigung von O. Jordan / www.deutscheluftwaffe.de)      

Patterns (offizielle Kompasstypen der britischen Admiralität)

Das erste von der britischen Admiralität spezifizierte Modell wurde Pattern One Standard (1840) genannt. Pattern 24 (s.u.) stammt aus den J. 1890/1900. Es handelt sich um das erste Modell eines Kompasses mit flüssigkeitsgedämpfter Kompassrose, das von der Royal Navy für die Ausstattung der Schiffe angenommen wurde. Es wurde in die frühen turbinenbetriebenen "torpedo boats" dieser Epoche eingebaut. Das Pattern 24 ist insofern bedeutend, weil es das faktische Monopol brach, das die "trockene" Kelvin-Kompassrose für viele Jahre besessen hatte. Die höchste Nummer, die wir kennen ist die eines Kreiselkompasses (160110, Link zum Bild).
Siehe auch Flugzeugkompass-Patterns.

Bild rechts (Quelle: Royal Museums Greenwich): Auszug aus einer 9-seitigen Liste, die  alle Schiffs- und Flugzeug-Kompasstypen umfasst, die von der British Admiralty seit 1840 (Pattern One Standard Compass) bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts registriert wurden. Diese Instrumente waren ursprünglich beim Admiralty Compass Observatory (ACO) aufbewahrt. Hier die S. 2 (patt. 24) und S. 7 mit den von capt. Creagh-Osborne während des 1. Weltkriegs konzipierten Modellen (patt. 250-261).

(Wenn nicht anders angegeben, alle Fotos: Nick Godridge - Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Pattern One Standard (1840)
Foto National Maritime Museum veröffentlicht im Buch
 
Steady as she Goes von A.E. Fanning, 1986

Frühe Modelle von DENT und Harris
(Foto dto. links)
Schiffskompass



Rückseite



Datenblatt
- Kompassdurchm.: ... mm
- Abm. Kompasshaus: ... mm

Fertigung: ca. 1870
Pattern 20 - Portable Binnacle (1875)



Der kompass



Fotos J. Clarke
www.jasonclarkeantiques.co.uk

 Datenblatt (Kompass)
- Durchm: ... mm
- Abm. Kompasshaus.: ... mm

Anm. : Dent hatte einen Kompassmuster vorgelegt, das als bester Entwurf beurteilt und 1872 als Pattern 20 (s. Bild rechts) eingeführt wurde. 1907 wurde er mit reduziertem Durchmesser zum Pattern 182 (s. weiter unten) umbenannt.

Link zur Ansicht der Rückseite mit Pfeil + Nr. 1875
 
Pattern 24



Bedienungsanweisungen im Deckel der Kiste



Datenblatt
- Kompassdurchm.:  mm
- Abm. Transportkiste: mm
Bild r.: Version nach Chetwynds Patent Nr. 25.965 (1906)
Unten: Transportkiste mit eingraviertem Symbol der brit. Armee (Dreizack bzw. Pfeilspitze)



Pattern 27P und 29P für U-Boote

Datenblatt
- Durchm. Schüssel: 175 mm
- Durchm. Kompassscheibe: 80 mm
- Höhe: 80 mm
- Teilung: Vier Quadranten und 360 Grad auf jeder Seite
Ansicht von unten. Die schwarze Halterung mit rechteckigem Ausschnitt war vermutlich zur Befestigung eines Prisma bestimmt. Bild und Functionsweise des System 27P HIER.



Fotos J. Hughes
Unter der Lilie (Nord) ziert die Scheibe eine  Naval Crown der Royal Navy.
   
Die Naval Crown setzt sich zusammen aus einem Reifen, über dem die Hecks von antiquen Schlachtschiffen (men o' war) thronen. Sie weisen drei Laternen auf. Zwischen den Schiffen sind Rahsegeln an Masten gesetzt. Der Kronenreifen ist mit Edelsteinen wie folgt verziert: Mitte Rubin, beiderseits davon Smaragde und an jedem Ende Saphire. Die Steine sind je durch ein Paar weißer Perlen voneinander getrennt. Quelle: Royal Navy Research Archive
Pattern 182



Bedienungsanweisungen
hinter der Tür



Datenblatt
- Kompassdurchm.:  mm
- Abm. Kompasshaus: mm

Das Pattern 182 ist ein Kleinschiffskompass und älter als Pattern 24, aber nicht seine Form, die die kleinere von Chetwynd geänderte Kompassrose enthielt. Datum: auch ca. 1900.
Pattern 183




(Fotos renebrocante)
 

 Datenblatt
- Durchm.: 200 mm
- Höhe: 180 mm


Pattern 184




(Fotos J. S. Andersen)
 

 Datenblatt
- Durchm.: 8"  (  mm)
- Höhe: c. 7"  (   mm)

Dieser Kompass war im britischen U-Boot HMS E 50, das im 1. Wk. sank (Link zu Wikipedia).
Bild links: Der Kompass vor Restaurierung beim Sea War Museum Jutland in Thyborøn, Dänemark

Royal Navy Pattern 0188A
Bei Nord: eine Lilie und eine Krone


Foto J. Prior
Pattern 189 "Faithful Freddie":

1921 schrieb P.G. WOODHOUSE das lustige Buch JILL THE WRECKLESS. Eine der Figuren darin heißt Freddie Rooke und war ein Kerl, der dazu beitrug, dass alle Geschichten ein glückliches Ende fanden. Britische Marineoffiziere nannten Ihre Kompasse nach ihm (zitiert nach G. Dykes, Offz. der Royal Navy i.R.).
189 ist die Nr. auf dem Kompassstand. Die Pattern-Nr. des Kompasses no. ist 188.
Pattern 195A



Foto Lanjac


Pattern 223 - N° 650 H Breite ü.a.: 190 mm  
(kein Herstellername) Kompass für U-Boot 'Sleeping Beauty'
Foto P. F. Whitehead
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Pattern 1910




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Die Kompassrose und der Mechanismus


Seitenansicht
(Fotos V. Delage)


Der Hersteller Aeronautical & General Instruments Ltd. (AGI) existiert noch.
Pattern 3613
Marine-Artillerie-Kompass (1939)
Durchm. Rose: 180 mm
Durchm. ü.a.: 365 mm
Markierung:
CONTROL TRAINING A/S 51

Funktionsweise unbekannt.

Detailansicht der spiegelverkehrt bedruckten Kompassrose 

Das Kompasshaus
(Fotos V. Delage)

Die Serien-Nr. mit der Endung H für Hughes
Pattern 920 - Hughes COASTER

- Die andere Seite des Kompasses trägt die Angabe Patt. 921.
- Patt. 922 (Foto links) bezieht sich nur auf  das Kompasshaus.
- Der Hersteller des Moduls Patt. 932 (Terminal Box) war L.S.E.
Für mehr Information s. die Liste der Systemkomponenten.

Beleuchtung von der Seite mittels Öllampe


(Fotos J.O. Dunoon)
Pattern 01151A
Herkunft: Kein Herstellername. Vermutl. USA.
Die Windrosenkarte ist in Quadranten geteilt, was bei Schiffskompassen sehr unüblich wenn nicht einmalig ist.
AFT = Einbauanweisung: "Diese Seite nach Achtern richten (zum Heck hin)"
Der Suffix KS nach der Serien-Nr. könnte auf Kelvin und einen Partner verweisen (S...?). Am Modell mit elektrischer Beleuchtung von unten (Link zum Foto) endet die S/N mit dem Buchstaben H (für Hughes?)

PEICHL

1890 schlug Leutnant Joseph Peichl der k&k-Kriegsmarine einen Fernkompass vor, bei dem weniger Drähte erforderlich waren als bei F. Jenkins Entwurf (s.w.o.). Ein Kontakt befand sich an der Kompassscheibe zwischen zwei Kontakten, die an der Kompassschüssel angebracht waren. Wenn er einen der beiden berührte, setzte Letzterer einen Nachführmotor unter Spannung, welcher die Schüssel zum Rotieren brachte, bis die Kontakte wieder getrennt waren. So lange die Schüssel rotiert, werden zwei Drähte abwechselnd mit Strom versorgt, und aktivieren einen Tochterkompass über zwei Elektromagnete. 
Source: From Lodestone to Gyro-Compass (see menue Miscell. / History & Bibliography)

Peilaufsätze

Peilaufsätze sind Hilfsmittel, die das präzise Ablesen eines Winkelwertes am Peilkompass ermöglichen. Während der Beobachter einen markanten Punkt durch die Visierschlitze bzw. die Sonne durch dunkle Gläser anvisiert (anpeilt), liest er den an der Kompassrose angezeigten Winkelwert, indem er den Blick senkt oder durch ein Prisma anschaut. Beispiele: s. C. PLATH weiter unten.
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Peilscheibe

Die Peilscheibe ist kein Navigations-Kompass. Sie dient zur Messung eines Winkels zwischen einer festen Bezugslinie (Schiffsachse) und einem beliebigen Objekt. S. Eintrag in Wikipedia und (hier) ASKANIA.

Bild rechts: Tag- und Nachtpeilscheibe (deutsche Kriegsmarine 1944)    





Taschen-Peilscheibe von KELVIN.
Gebrauchsanweisung (Kopien können bestellt werden) - Datum: 1921; Abm.: 170 x 105 mm)




Gebrauchsanweisung für eine
Taschenpeilscheibe von Texaco
Abm.: 137 x 137 mm
Durchm. Kompassrose: 113 mm




Anpeilen mit den Taschen-Peilscheiben
Beleuchtete Peilscheibe LONGINES-WITNAUER


Die Diopterhalterung enthält eine längl. Platte aus lichtdurchlässigem rotem Kunststoff, die das Licht der Lampe zwecks diskreter Beleuchtung der Windrose leitet (Bild links anklicken für Detailansicht)
Datenblatt
Durchm.: 113  mm
Fertigungsdatum: 1943



Pinnkompass

Definition : Ein Pinnkompass (auch Steckkompass genannt - Engl: traverse board, Französisch.: renard) ist ein Instrument, mit welchem in der traditionellen Segelschifffahrt die Kompassdaten zeitabhängig festgehalten wurden. Der Steuermann, der vier Stunden an seinem Posten blieb, musste in gleichmässigen Abständen, d.h. jede Stunde bzw. halbe Stunde den Schiffskurs notieren. Die Zeitabstände wurden mithilfe einer Sanduhr gemessen. Der Pinnkompass (die Pinne ist auch ein anderes Wort für das Ruder) weist genau wie der Magnetkompass eine gemalte Windrose mit Himmelsrichtungen bzw. Windnamen mit insgesamt 16 bis 32 Unterteilungen auf (s. Menüpunkt VERSCHIEDENES / Himmelsrichtungen) und Reihen von Löchern für die festgelegten Zeitabstände (4 oder 8). Nach Ablauf jeder Stunde bzw. halben Stunde steckte der Steuermann in das ensprechende Loch einen kleinen Pflock. Somit konnte der Offizier den theoretischen Standpunkt des Schiffes durch Koppelnavigation errechnen. Weitere Löcher-Bereiche waren für andere Informationen wie zB. die Geschwindigkeit vorgesehen (mehr darüber in Wikipedia).
Foto V. Lepage (zum Vergrößern, Bild anklicken)
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PETERSEN

C. F. Petersen war Kompassmacher in Sankt-Pauli (Hamburg). Ein früher Kompas (Ende des 18. Jhdt. - Link zu Foto) wird in A. Schücks Buch "Alte Schiffskompasse...", (1910, siehe Menü Versch. / Geschichte und Literatur) beschrieben.



Unterseite der Kompassscheibe: die beiden Magnetstäbe sind in geklebten und ausgeschnittenen Geschäftsbriefen eingelassen.


Nordreferenz: Lilie
Ostreferenz: dekoriert (s. Menü Versch./ Himmelsrichtungen)


Fotos A. Brandenburg
Datenblatt
Durchm.: ...  mm
Gehäuse: Holz
Datum: ca. 1850


PK (ПК auf Russisch)

Russischer Peilkompass der Firma Sergo Ordschonikidse (Cергo Oрджоникидзе


Fotos malorny

Datenblatt
Abm.: (Hier anklicken für Ansicht aus dem Handbuch)
- Ø: 95 mm
- Höhe: 173 mm
Fertigungsdatum: 1937
 
Anm.: Die Abkürzung PK (ПК auf Russisch) steht für пеленг компас.
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PLASTIMO

Französisches Unternehmen, gegründet 1963 (siehe die Website dieses Unternehmens: www.plastimo.com)



Der Kompass in seiner Kiste
Modell xy (1950er Jahre?)

Die Nordmarke sieht wie eine symbolisierte Lilie aus,
bestehend aus drei kleinen Rauten über einem größeren Pfeil.
Datenblatt
Durchmesser: ca. 150 mm

Fotos Jaypee


(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Foto Jaypee


Aufbau eines CONTEST-Kompasses
Die Grafik wurde uns freundlicherweise
von PLASTIMO zur Verfügung gestellt.

Modell CONTEST (2007)

Datenblatt
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PLATH

Die firma C. PLATH wurde von Carl Christian Plath (s. Foto rechts, geb. 24.12.1825 - gest. 19.6.1910 1862) gegründet - kurze Geschichte auf Deutsch HIER und ausführl. Geschichte in der Festschrift zum 100. Jubiläum [1862/1962, Kopie verfügbar] sowie in Vom Sextanten zur Satellitennavigation 1837-1987: 150 J. C. Plath von Friedrich Jerchow). Carls Sohn Theodor übernahm die Geschäfte 1908. Das Firmengebäude befand sich in Hamburg an der Ecke Baumwall / Stubbenhuk 25 (Link zu einem Foto vom im Krieg zerbombten Haus mit der Bezeichnung Kompasshaus). PLATHs Logo stellt einen Seemann beim Sterneschießen mit einem Sextant dar, einem Instrument, das lange Zeit ein bedeutender Produkt dieser Fa. war. Das ursprüngliche Logo stellte eine Erdkugel mit Strahlen dar, über der ein 'Sterneschießer' steht. Siehe auch CASSENS & Plath.
Links: Beispiel eines Patents für eine Papier-Kompassrose mit Federn zum Ausgleichen der feuchtigkeitsbedingten Größenvariationen (Nr. 42862, 1887, Kopien erhältlich)
Rechts: C. Plaths Sterneschießer-Logo auf dem Einband eines Büchleins, das 1962 zum 100. Jahrestag des Unternehmens ausgegeben wurde.

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken.)

C. PLATH hat auch Zubehör für Schiffskompasse (bsw. Peildiopter, s.u.) hergestellt sowie kleine Kompasse für die leichte Artillerie im 1. Weltkrieg (Beispiel: das von Voigtländer signierte Exponat). S. a. die Abtlg. Luftfahrtkompasse.
Gegen Ende des 19. Jh. versuchte C. PLATH erfolglos die Deutsche Seewarte zu überzeugen, dass seine Version einer nach dem Konzept von Thomson (Lord Kelvin) konstruierten, leichten Seidenfäden-Kompassrose (Bild aus Der Kompass, Schück, 1911) genauso wie diejenige seines Konkurrenten Hechelmann in ihrem Werk Der Kompass an Bord (1906) berücksichtigt werde.
SIEHE AUCH FLUGZEUGKOMPASSE


Modell vom Anfang des 20. Jhdt mit 4 Stabmagneten.
Foto D. Giesler


(Zum Vergrößern, Bild anklicken)

Dom-Kompass, 2. WK - Weitere Einzelheiten der Markierungen HIER
Von Plath sind mehrere Patente bekannt, wovon zwei erwähnenswert sind.
Nr. 42.861 (erteilt 1887) betrifft eine Verbesserung der Kompassrosen aus Stoff oder Papier durch Straffung mittels am Rande angebrachter Feder.
Nr. 705.549 (1937/1941) betrifft eine Verbessrung der Lagerung in einer Flüssigkeit.
Links zu Abb.


Einzelheiten: s. auch Kriegsmarine

Kompasssäule des links abgebildeten Kompasses der Kriegsmarine (III. Reich)

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Blick in das Innere der Kompassanlage:
K- Magnet und Klemmhalterungen für B- und C- Magnete (s. Kompensieren).

(Fotos Leonardo Signirole)
 
Peildiopter mit zwei Schlitten, wobei der linke im Bild einen schwarzen Spiegel zum Anpeilen der Sonne trägt und der rechte zwei kleine Okulare je aus dunkelgrünem und schwarzem Glas besitzt.
 
Peilaufsatz mit drehbarem Prisma (oben rechts), Libelle und zwei halbkreisförmigen schwarzen Gläsern auf schwenkarmen (links). Unter dem Prisma befindet sich ein abgeschrägtes Rohr mit einem Visier-"Korn" und einem Vergrößerungsglas zum Ablesen des Winkelwertes am Kompass. Anm.: der Stift ist ausgebaut (vgl. mit Bild r.)
Foto r.: Sir Wm. Thomson: "Vorrichtung Gestirne zu Peilen, bes. die Sonne" (Handb. d. naut. Instr. d. Kaiserl. Admiralität, Berlin, zitiert in Der Kompass (Schück, 1911).

Unten: Gebrauchsweise des Prismen-Peilaufsatzes:
Schritt 1 (l.): Drehen des Instrumentes per Hand
Schritt 2 (r.): Ablesen des Winkelwertes auf der Kompassscheibe



(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Peilscheibe mit Visierrohr und Gegengewicht
(vgl. mit Ludolph)

- Durchmesser der Scheibe: 110 mm

(Fotos maxlilirose)
Beschriftung  

PLATH GEOMAR

MADRID HAMBURGO

Foto M. McElyea

Anscheinend war GEOMAR die Typenbezeichnung

Diese Geräte wurden von UNILUX in Madrid.hergestellt.
Die Firma gibt es immer noch:

http://www.uniluxgeomar.com/

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- R -

RIJEKA

RIJEKA (Link zu Foto) ist der Name zweier Kompasstypen (K 165 und K 120 RM), die in der jugoslawischen Marine eingesetzt wurden. Sie werden im Handbuch MAGNETSKI KOMPAS (1964) beschrieben.

RITCHIE

Ritchie ist ein U.S.-Hersteller. Geschichte: siehe Wikipedia. Edward Samuel Ritchie (1814-1895) ließ 1862 ein Kompasssystem patentieren (US Nr. 36.422), das der Erfindung von Francis Crow aus dem Jahr 1813 stark ähnelt (GB Pat. Nr. 3.644). Ironischerweise ist Ritchies US-Patent-Nr. quasi identisch mit derjenigen des Patents von Crow, wenn man die letzten beiden letzten Ziffern addiert (2 + 2 = 4)!  Ritchies zweites Patent (US Nr. 38.126) beschrieb ein System mit einem kreuzförmigen Schwimmer, in dem die Magnet eingebaut waren, und der als Kompassscheibe diente. Dadurch sollten die Magnete gegen Korrosion geschützt werden.


Schnittansicht (alle Abb. des Patents HIER)
Zum Vergrößern, Bild anklicken
Datenblatt
A - Schale
B - Glasplatte
C - Drehstift
D - Kompassscheibe
E - Schwimmer
G - Magnete
H - Konische Fassung
I -  Distanzstück
a - Hütchen
y - Flansch
z - Schraube
Kompass-Scheiben von RITCHIE BOSTON

Links: Foto oaty1   -   Rechts: Abb. aus Der Kompass (Schück, 1911)

Ansicht aller Patentabb.: Bild anklicken.
Datenblatt
A - Schale
B - Magnethalter und Schwimmer
c - Teilungsring
C - Druckausgleichskammer
d - Drehspitze
E - Radiale Rippen
M - Magnet
Zwei Versionen von Ritchies zweitem Kompasstyp:


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ROUX, Joseph

Ehem. französischer Kompassmacher aus Marseille, bereits im 18. Jh. bekannt (Anm.: das "x" wird mit ausgesprochen).
Im 19. Jh. waren seine Instrumente wie folgt signiert Joseph ROUX, hydrographe sur le port, à la boussole couronnée.



Foto Jaypee - Musée de la Marine, Marseille

Detailansicht der Kompassrose

(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
Kleinboot-Kompass

- Abm.: Fertigungsjahr: 1743
- Teilung der Windrose: s. Menü Versch. / HIMMELSRICHTUNGEN
 
Kasten mit Aufhängungsrahmen und Kompass
Fotos C. Davis 


(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
Großer kardanisch aufgehängter Kompass ohne Fertigungsjahr, vermutl. Ende XVIII. oder Anfang XIX. Jhdt.
- Teilung: vier Quadranten, keine Windnamen
- Kastenabmessungen: 275 mm Seitenlänge
- Scheibendurchm.: 150 mm
Der Originaltext "Fait par Joseph ROUX sur le port à Marseille" ist fast komplett durch eine aufgeklebte Papierscheibe eines britischen Herstellers "SMITH, Pool Lane LIVERPOOL" (Link zu Foto). Dieses Instrument war vermutlich Teil der Ausrüstung eines französischen Schiffs, das während der Napoleonischen Kriege von der englischer Flotte gekapert worden war, und wiederverwendet wurde.
SMITH war ein Hersteller, dessen Witwe den Betrieb weiterführte. Siehe Website: https://www.liverpoolmuseums.org.uk/stories/woman-navigating-stem-career-18th-century)

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- S -

SAURA

Japanisches Unternehmen aus Tokyo, gegründet 1915 (siehe die offizielle Website). Die Produkte werden auch unter dem Namen CARAC Co. Ltd. vertrieben.

SCHMIDT & LOYAU

Heinrich Schmidt und F. Loyau waren französische Ingenieure, wohnhaft in Paris, 63 rue Ste Avoye. Sie erhielten am 31. Dez. 1830 ein Patent (Nr. 4623) für einen neuartigen durchsichtigen Kompass mit träger Kompassrose ("nouvelle boussole diaphane à rosette morte"). Er bestand aus einem Zylinder und zwei Glasscheiben. Er war mit einer Flüssigkeit (100% Alkohol) zur Abbremsung der Schwingungen der Kompassrose gefüllt. Die Kmpassrose war eine emaillierte Glassscheibe.



Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Fotos © Archiv INPI

Seite 1 - Das Königreichsemblem wurde unter der Republik durchgestrichen.
Beschreibung (Auszug)


SCKELL

Eugen A. SCKELL war ein deutsches Unternehmen aus Stettin, heute Szczecin in Polen (Schifffahrtsausrüstung). Sckell erhielt 1894 ein Patent (Nr. 79894) für eine neuartige Kompassrose. Wie diejenige von Duchemin und Kaiser wies sie kreisförmig angeordnete an Seidenfäden aufgehängte Magneten auf. Seine jedoch war mit dem Hütchen über Ketten verbunden.
Abb. rechts: Darstellung der Sckellschen Rose in Schücks Buch DER KOMPASS (1911).
Spätere Kompasse erhielten nach dem 2 WK eine Scheibe vom DDR-Unternehmen (VEB) GRW Teltow.


Foto L. Pirkl
Zum Vergrößern, Bilder anklicken

Datenblatt
Abm. Kiste: 20 x 20 x 20 cm

SEIK

Die Firma SEIK & Co. wurde 1936 angemeldet, hervorgegangen aus der Firma SEIK Gustav. Sie firmierte in eine GmbH in Januar 1940 um und wurde 1942 von den ASKANIA-Werken übernommen (s. Gewerbesteuerkarte: handschriftl. Vermerke o.l.: "Organ der Askaniawerke" und u.r. "siehe unter AskaniaWerke". Sie wurde am 15. Juni 1953 aufgelöst. Vorgängerfirma von Nautische Werkstätten Kiel / Lütjenburg. Es sind ein Peilaufsatz (SEIK & Co.) und ein Sternenglobus (SEIK und SPANGENBERG) bekannt.


Foto ww2-militaria-shop

Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Foto © weitze.net

Siehe Anschrift: Kiel Wall 75

Foto StadtArchiv Kiel Signatur: 49661

SESTREL

Sestrel war der Markenname der von der Fa. HENRY BROWNE & SON, Ltd. von Barking, London, (Essex) hergestellten Produkte. H. B. & S. war ein bedeutender britischer Hersteller von Schiffsausrüstung und Nautikinstrumenten einschl. Schiffskompassen. Diese Firma wurde 1993 an John Lilley & Gillie Ltd (Produkte: Magnetkompasse MK2000 & MK2002) bzw. an SIRS Navigation (beide in Großbritannien) nach über 140 J. Existenz verkauft. S.a. Luftfahrtkompasse. S.a in der Abteilung Luftfahrtkompasse den SESTREL-Kompass für Luftschiffe und im Kapitel Air Ministry den Landing Kompass Type 06.




Zum Vergrößern Bilder anklicken

Fotos S. Pauliniy
Beispiel eine Überkopf-Kompasses (Tell-tale auf Englisch)
Datenblatt

- Durchmesser Gehäuse: 135 mm
- Durchmesser Kompassscheibe: 100 mm
- Länge Trägerbrett: 300 mm
Hersteller Logo auf den meisten Kompassen

RADIO DIRECTION FINDER
(Funkortungsgerät)


Prismenkompass 360° made in England 1972

(Bild anklicken zw. Darstellung der Unterseite und Befestigungslöcher)
Das Gerät mit den Kopfhörern

Datenblatt
Abm.: L 180 x H 270; 80 x 80 mm
Abtrennbarer Kompass: Durcxhm.: 55 mm
Einstellbereich des Frequenzenwahlschalters: 200-400 kilocycles per second (kc/s) .

Morse-Alphabet auf der Vorderseite

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SIMMS

Dieses unsigniertes Instrument trägt die selbe Lilie auf der Karte wie der Kompass, den Fr. Barker während seiner Ausbildung bei Simms anfertigte. Wir vermuten. dass 'dieser Kompass ein frühes Modell dieses Herstellers ist. Es sind mehrere ähnliche Instrumente aus der selben Epoche (18. Jhdt) bekannt.



Fotos G. Tremblay


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Datenblatt
- Durchm.: 90 mm
- Höhe: 70 mm
- Kiste: 140 mm (Seitenlänge)

Das Gehäuse ist aus Metall. Am Boden ist eine Holzscheibe auf der die Drehspitze steht.
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SISTECO

SISTECO Ltd war ein finnisches Unternehmen, Es wurde 1990 von SILVA aufgekauft.
SISTECO baute u.a. diesen Peilkompass SIGHT MASTER (Bild r. - Zum Vergrößern, anklicken) sowie einen militärischen Marschkompass (s. diese Kategorie).



SØLVER & SVARRER

(Siehe Hauptartikel WEILBACH) Iver C. Weilbach hatte keine Kinder. Er zog sich allmählich aus dem Management, nahm den Kapitän Prahl als Codirektor und starb 1921. 1916 wurde Captain Carl V. Sølver Codirektor zusammen mit Knud Prahl und nach dessen Tod 1928 ein weiterer Schiffskapitän, Anker Svarrer, wurde ebenfalls Partner.

STEGER

 STEGER ist ein deutscher Hersteller aus Kiel. Siehe im Artikel BAMBERG einen anderen Kompass mit einer Rose von STEGER jr. 
Das Instrument (r. in der Tab.) aus dem 1. WK ist eine Angriffsscheibe und diente zur Berechnung des Vorhaltewinkels beim Abschießen von Torpedos.


Schiffskompass (1876?)



Fotos Hist.Uet.


Foto M. Florek. S. a.  KUHLMANN.
Datenblatt
Abm. der Transportkiste:
18 x 32 cm
Gravur: Kaiserkrone über dem Buchstaben M (Symbol der kaiserl. Kriegsmarine) und dem Materialcode 398.

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STEWARD

J. H. Steward war ein englischer Hersteller (mehr Informationen HIER). S. a. Marschkompasse.

Kardanisch aufgehängter doppelseitiger Kompass


Unterseite


Fotos Jaypee - Privatsammlung
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)

Oberseite


Datenblatt
Sogenannter Überkopf- (oder 'Telltale') Kompass
- Abmessungen: ?
- Scheibe: Perlmutt mit SINGER- Muster
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SUUNTO

Finnisches Unternehmen (siehe SUUNTOs eigene Website).



Foto Jaypee - Zum vergrößern, Bild anklicken
Modell xy (2007)

Datenblatt


Peilkompass (Vgl. mit MORIN und WILKIE)
Foto D. Montón Farrioli
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T - U

Telltale (oder Überkopfkompass)

Ein solcher Kompass war über der Koje in der Kajüte des Kapitäns angebracht, so dass er ständig den momentanen Kurs auf dem Rücken liegend überprüfen konnte. S.a. den Taschenkompass, den wir hier für die Klassifizierung willkürlich Telltale getauft haben.


Fotos Galerie Delalande (Zum Vergrößern Bilder anklicken)
Datenblatt
Dim.: H = 350 mm
Hersteller: Nicolas Lennich, Altona, Liererant der Hanse Hamburg, 1766


Fotos Jaypee 
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)


Französischer Telltale-Kompass
Musée de la Marine, Paris

Datenblatt

Materialien: Holz, Papier, Messing; Glas
Hersteller: Jean-Charles Chesse, La Rochelle, 1768


Fotos TML
Datenblatt
Durchm. Kompassschale: 88 mm
Gesamthöhe: 88 mm
Gesamtbreite: 138 mm

Rechts: Casella-Katalog 1876

THOMSON, Sir William ~ Lord Kelvin of Largs

Siehe KELVIN.

Training Compass Rose (U.S. Navy - WWII)

Beschreibung: Faltblatt der U.S. Nav, Bureau of Naval Personnel-Training (1944)


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Die Tasche

TREPAT

Kompassmacher aus Barcelona (Spanien)
Foto D. Montón Farrioli (zum Vergrößern, Bild anklicken)    
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- U -

U-BOOT-Kompasse

Im Katalog 'NAUTIK 24' des deutschen Kompassherstellers C. BAMBERG wird behauptet, dass alle deutschen U-Boote des 1. Weltkriegs über einen Kompass verfügten, der auf der Brücke vor dem Turm aufgebaut war (der komplette Text kann über die Boutique bestellt werden). Wir vermuten, dass Anschütz-Kreiselkompasse auch zur Ausstattung gehörten, und dass der Magnetkompass ein Notinstrument war.
Ein anderes System war der sogenannte C. Lichtbildkompass (s.w.o.),
Vielen Dank im Voraus für ergänzende bzw. berichtigende Informationen.


Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Bamberg-Dokumentation über U-Boot-Kompasse
- Bamberg-Katalog 'NAUTIK 24' und Originalpatent Nr. 304.286 (französ. Fassung Nr. 517.864, Febr. 1919)
- Anleitung zur Behandlung der Magnetkompass-Lichtbild-Übertragung auf U-Booten
Zchg. links: ein Ausschnitt von der Kompassrose wird über eine optische Verbindung (Linsen und Prismen) von einem Lichtstrahl beleuchtet und das resultierende Bild kann im U-Boot-Inneren in einem Spiegel betrachtet werden.

Modell-U-Boote mit Kompassnadel-Steuerung

Helmut Huhn und Heinrich Kistenich haben ferngelenkte U-Boot-Modelle gebaut, die mithilfe einer Magnetnadel gesteuert werden. In einem von den Bastlern Drehstuhl genannten Drehspulrähmchen eines Voltmeters befindet sich die Magnetnadel eines handelsüblichen Taschenkompasses, deren Ausschläge durch zwei Anschläge seitlich begrenzt sind. Unter der Nordspitze befinden sich zwei Fototransistoren, die durch eine LED angestrahlt werden (s. Fotos in der Tabelle). Der Rahmen wird mithilfe eines Servos so gedreht, dass der anzusteuernde Kurs mit der gleichmäßigen Abschattung der beiden Fototransistoren durch die Nadel übereinstimmt. Wenn die Fototransistoren unterschiedlich angestrahlt werden, wird ein Kurskorrektursignal an die Ruder gesendet, bis die Nadel mittig liegt.
Rechts: Das Modell-U-Boot. In der vergrößerten Ansicht (hierzu Bild anklicken) v.l.n.r.; die Herren Huhn und Kistenich 

Eine ausführliche Beschreibung des Systems (Mechanik und Elektrik) befindet sich im Büchlein Kompassnadel-Steuerung (ISBN: 978-3-8391-9617-5, Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2011, 63 S., 15 Fotos und zwei Schaltpläne).
Anmerkung: Diese Steuerung funktioniert im Prinzip wie beim vor 100 J. von C. Bamberg für Flugzeuge patentierten 'Fernkompass', der jedoch inzwischen völlig in Vergessenheit geraten war und hier komplett neu erfunden wurde. Die große Neuerung, zusätzlich zur Elektronik, besteht in der Ansteuerung über eine Funkanlage.

Datenblatt : Abmessungen des Rumpfes: Länge: 1080 mm, Ø 195 mm, Höhe und Breite ü.a. (inkl. Ruderflächen): 350 mm, Verdrängung: ca. 21 kg



Die Magnetnadel eines Taschenkompasses, eingefasst im Rähmchen mit den Doppelspitzen-Lagern.

Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Fotos Huhn und Kistenich

Seitenansicht des Drehstuhls mit Wicklung, Verdrahtung und Ausschlagbegrenzern.

Ansicht der Magnetnadelspitze zwischen der LED (oben) und den Fototransistoren (schwarz, unten)

Die elektromechanische Steuerung in der 'Kommandobrücke' des U-Boots:
Links im Bild: der vom Servomotor (unten rechts) über eine biegsame Welle angetriebene Drehstuhl.
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- V -

VIKING

VIKING Navigational Instruments (Link zu Fotos - Quelle BSH) war der Markenname der dänischen Firma Iver C. WEILBACH & Co. Ltd. (s. w. unten) mit Sitz Amaliegade 30 in Kopenhagen. Im 1951-Katalog stellt sich die Fa. als der älteste Kompassmacher Skandinaviens vor. Sie bot Kompassjustierung rund um die Uhr (Ansicht der Werkstatt). Ihr wichtigstes Produkt war ein Regelkompass (s. Foto rechts) (für mehr Ansichten bzw. eine komplette Kopie des Katalogs, bitte beim Kurator anfragen).

VION

Französisches Unternehmen (mehr Informationen HIER). Das Firmenlogo auf dem Katalog für Schiffskompasse (1959) ist ein Greif. In diesem Katalog werden auch zwei Luftfahrtkompasse beschrieben: die Modelle V 47 und V.A. 82.
Siehe auch Luftfahrtkompasse.

Datenblatt
- Durchmesser: 103 mm
- Höhe: 45 mm
- Gewicht (Kompass allein): 300 g
- Material: Bakelit
Kompass mit Visiereinrichtung (Peildiopter-Funktion) und Prisma

 


Fotos Lydie & Jaypee
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser: mm
- Höhe: mm
- Gewicht (Kompass allein): ... g

Ansicht mit Diopter gefaltet

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- W -

WEILBACH

Johan Philip Weilbach war der Gründer einer Dynastie von dänischen Kompassherstellern. Mehr Informationen auf der aktuellen Website der Firma (weilbach.com). Seine Nachfolger waren u.a. Iver Jensen W. und Einar Charles W. Letzterer erhielt 1917 ein Patent (zusammen mit H. E. Julyan) für einen Kompass mit Beleuchtung der Kompassrose mittels Radium-Leuchtfarbe. Mehrere Abbildungen von Kompassrosen und von Schnittzeichnungen sind im Werk Der Kompass von A. Schück, 1915, s. Menü Versch. / Gesch. und Lit.) dargestellt. Ein Modell hieß VIKING (s. w. oben) und auf anderen Instrumenten sind die Namen der Kapitäne und Direktoren Sølver und Svarrer angegeben.

WILCOX, CRITTENDEN & Co. - W.C.

US-Firma (Schiffsausrüstung) aus Middletown, Connecticut, gegründet 1847 (Logo: WC bei der Nordmarke). Steckbrief: siehe Internet u.a. Lannan Gallery.


Datenblatt
Abm.: Ø Kompasskarte 75 mm ; Holzkasten 150 x 150 x 110 mm.Fertigungsdatum 1898. Gew.: 2.750 g
Foto Th. Steffen
Datenblatt
Markierung: Made in U.S.A. 43-3 (March 1943 ?)
Fotos Chr. Hummel

WILKIE

Früheres deutsches Unternehmen (mehr Information HIER).
Siehe auch TASCHEN-, MARSCH-, ARMBAND- und GEOLOGENKOMPASSE



Katalog (1972)
Peilkompass


Datenblatt
- Abmessungen: 75 x 50 x 16 mm
- Gewicht: 38 g.
Datenblatt

- Dreisprachige Bezeichnungen der Ost- und West-Richtungen (Franz., Deutsch, Engl.)
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- X -

Hersteller nicht bekannt



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