MARSCHKOMPASSE (Forts.)

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- M -

M-1938

Linsenkompass, der in der U.S. Army verwendet wurde. Diese Bezeichnung trifft für zwei verschiedene Ausführungen zu. Das ursprungliche, schwere, hier beschriebene Modell wurde in nur wenigen Einheiten verwendet. Es ist in seinem Aufbau quasi identisch mit dem DOLLOND-Kompass, der in einem Katalog von F. BARKER aus dem Jahr 1926 bereits beschrieben wird (patentiert 1916).
Das Nachfolgemodell war der Typ M-1950 (s. Linsenkompass).
Für die Schulung der Soldaten verwendete die US-Army eine Broschüre mit einer Attrappe eines M-1938 Kompasses (spätere Version).



(Kleine Bilder zum Vergrößern anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser (Deckel): 54 mm
- Höhe: 35 mm
- Gewicht (leer): 180 g
- Teilung: 6400 Strich, rechtsdrehend
- Außenlackierung: grau, Reste eines grünen Militäranstrichs
- Hersteller: Einige Exemplare sind signiert von AINSWORTH

Die Gebrauchsanweisung kann in der Boutique bestellt werden.

MAGNAPOLE

MAGNAPOLE ist der Name eines von SHORT & MASON Ltd (allein) definierten und vertriebenen Marschkompasses sowie eines in Zusammenarbeit mit TAYLOR produzierten Taschenkompasses.
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MAG. TRNG.

Steckbrief: Hersteller unbekannt. Die Abkürzungen MAG. (magnetic?) und TRNG. (training?) ergeben keinen eindeutigen Sinn.
Armeekompass (vermutlich) der indischen Streitkräfte. Das Originalmodell wurde 1942 entwickelt, als Indien noch Teil des britischen Empire war. Es wurde zunächst 1944 als Mk II weiterentwickelt und zu einem unbekannten, späteren Zeitpunkt modernisiert. Wir präsentieren alle drei Versionen.

Der Marschrichtungsring war durch eine Drahtfeder gesichert. Er  konnte mittels zweier auf der OST-WEST-Achse (90 - 270 Grad) befindlichen Laschen eingestellt werden.



Ansicht der Kompassrose durch das Seitenfenster: an jedem Ende der vertikalen Visierhilfslinie ist ein Dreieck aus radiumhaltigem Lack angebracht.

 

Die gegenüberliegende Seite des Gehäuses weist eine weiße Linie in der Verlängerung der Visierkerbe auf.
Originalmodell - 1942, S/Nr. 6529


(Zum Vergrößern Bild anklicken)



Es gab Markierungen aus radiumhaltigem Lack an der innenseite des Marschrichtungsrings (bei 360 Grad) und auf der schwarzen Visierhilfslinie auf der Plexiglas- Scheibe zwischen den beiden Visierkerben des Gehäuses.
Datenblatt
- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 25 mm
- Gewicht: 100 g
- Die Rose war im Ruhezustand durch eine Feder nach oben gedrückt. Gelöst wurde sie mittels eines an der Gehäuseunterseite befindlichen Druckstiftes.
- Teilung: 360 Grad (Kompassrose und Marschrichtungsring)
- Anpeilen: über zwei Einkerbungen im Gehäuse
- Nordmarkierung der Kompassrose: Raute aus radiumhaltigem Lack
- Markierung an der Unterseite: Dreizack der British Army ("crow foot"), ein grosses 'I' (für Indien) sowie die Abk. "R.P.A." (?)
- Material: Messing, schwarz lackiert

Detailansicht der Kompassrose:


Beim Mk II-Modell war der Marschrichtungsring durch einen festsitzenden Ring mit Presspassung gesichert. Die beiden Laschen waren durch zwei Erhebungen ersetzt worden.


Die Original Kompassrose gab es auch mit vier Löchern. Dadurch war die Stellung der Rose durch den Kontrast mit dem hellen und selbstleuchtenden Innenanstrich (s. weiter u.) besser zu erkennen.


(Fotos Chris Stedman)
Modell F 06/89 - Mk II 1944
Datenblatt

- Durchmesser: 60 mm
- Höhe: 25 mm
- Gewicht: 105 gr
- Teilung: 360 Grad (Kompassrose und Teilkreis)
- Markierungen: Dreizack der British Army ("Krähenfuß") über dem Buchstaben 'I' (für India?), Abk. "M.I.O." (?)
- Datum am Gehäuseboden: 1944
- Material: Messing, Spuren schwarzer Farbe

Modernisierte Version
Die neue Kompassrose ist flach, das dadurch überflüssig gewordene Seitenfenster wurde mit einer verschraubten Blindplatte verschlossen.





Modell ME 502 - Mk II

In diese neuere Version wurde ein nicht verstellbarer Teilkreis über dem alten gelegt, so dass ein Peil- oder ein Marschwinkel nicht mehr eingestellt werden konnte.

Datenblatt
- Abm. und Gew.: s. o.
- Das Datum (1944) hat bei diesen Kompassversionen keine Bedeutung mehr.
- Teilung: 360° und 6400 Strich auf der Kompassrose, 360° auf dem Teilkreis
Blick in das Innere:
- weiße selbstleuchtende radiumhaltige Farbe
- die Nadel wird mittels eines seitlichen Druckknopfes (über einen angelenkten Hebel und eine Blattfeder) angehoben. Der Druckknopf ist an der Seite des Kompassgehäuses (Bilder links) zu sehen.

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MANUFRANCE (MF)

PROFILE - Short name of the company Manufacture d'Armes et de Cycles de Staint-Etienne which was the first French mail order retailer created in 1885. Some compasses feature a MF marking. The models shown are (among others) a boussole directrice, a Bézard, a Peigné, a Lemaire, a Souchier etc.

Issue 1908
Issue Edition 1921

Issue Edition 1965

Pocket compass featuring a typical
Muller & Vaucher face

Compendium, barometer side
(see one in good condition HERE)

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Marschkompass, M.Ko.

Die beiden Modelle, die die Soldaten der Wehrmacht von der Mitte der 1930er Jahre bis zum Ende des II. Weltkriegs verwendeten, sind in den Einträgen BREITHAUPT und BUSCH detailliert beschrieben. Die Fa. BUSCH veröffentlichte verschiedene Unterlagen mit Beschreibung und Gebrauchsanweisung. Es gab auch die jeweils gültige offizielle Heeres-Druckvorschrift (H.Dv. 362) der Wehrmacht (Fotokopien: siehe Boutique)

Französische Armee-Marschkompasse : s. Boussole Directrice, Modèle 1922, Barker Mk 1.
Engl. Armee-Marschkompasse: s. Verner, Barker, etc.



Broschüre (32 S.) 


Broschüre (12 S.) 


Faltblatt (6 S.) 


H.Dv. 362 Ausg. 1940 (11 S.) für Messing-Modelle mit Klapplineal

Zum Vergrößern, Bilder anklicken

H.Dv. 362 Ausg. vom Jan. 1945 (20 S.) für Bakelit-Modelle mit rechtsdrehender Strichteilung

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Meiser & Mertig

Steckbrief: Meiser und Mertig GmbH - Werkstätten für Präzisionsmechanik -  (Dresden Nr. 6, Kurfürstenstr. 27) war ein deutscher Hersteller physikalischer Apparate. M. & M. hat 1924 den TRIUMPH-Kompass produziert. Link zum 1903-Katalog Nr. 27.

MEOPTA

Steckbrief: Tschechoslowakisches Unternehmen, das in den 30er-40er Jahren einen Kompass vom Typ Bézard produzierte. Vergl. mit dem baugleichen Kompass mit dem Herstellerlogo von ŠP, der möglicherweise von MEOPTA übernommen wurde.
Anscheinend besteht der einzige Unterschied in der Ausführung des Marschrichtungspfeils, der beim MEOPTA-Modell erhaben ist (tiefgezogen) und beim Vorgängermodell aus zwei Abziehbildern (je eines innen und außen) bestand. MEOPTAs geheimes Herstellercode während der kommunistischen Ära war xbk (Exponat in der Kategorie Geologen und Artilleriekompasse).

Das Logo des Herstellers

Der tiefgezogene Marschrichtungspfeil auf dem Deckel

Datenblatt
- Teilung: 360 Grad, rechtsdrehend
- Zifferblatt und Nadel: Bézard-System
- Himmelsrichtungen: s. Verschiedenes/ Himmelsrichtungen/ Tschechisch
- Anlegekante: 50 mm
- Gewicht: 70 g
- Der Spiegel kann mittels eines ausgestanzten Federblatts in einem Winkel von 45 Grad arretiert werden.


Wanderkompass, vermutl. 1950er J.


Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Datenblatt
- Abm. : 80 x 52 x 20 mm
- Teilung : 360 Grad, rechtsdrehend
- Anlegekante: 70 mm
- Gewicht: 75 g
- Zifferblatt und Nadel: Bézard-System
- Himmelsrichtungen: s. Verschiedenes/Himmelsrichtungen/Tschechisch
- Material: Gehäuse aus Bakelit, Deckel und Spiegel aus Stahl
- Markierungen:  MEOPTA (Logo) Made in Czechoslovakia
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MERIDIAN

Steckbrief: ehemaliges schweizerisches Unternehmen (für mehr Informationen HIER klicken).
Nicht zu verwechseln mit dem MERIDIAN-Kompassmodell des früheren deutschen Herstellers WILKIE bzw. von K&R (siehe auch Geologenkompasse und Armbandkompasse).




Die Kompassdose wird mittels einer seitl. Einfüllöffnung gefüllt. Der Boden ist wie eine Barometerdose gewellt, um Druck- und Temperaturschwankungen auszugleichen.
Datenblatt
- Abmessungen: 60 x 52 x 17 mm
- Gewicht: 135 g
- Teilung: 360°
- Metallspiegel: rund mit zwei Leuchtmarkierungen
- Mit Ledertasche
- Markierungen (rückseitig):
Serien-Nr. 94 und MERIDIAN
- Anpassung der Missweisung durch Verdrehen einer Glasscheibe mit roten Strichen




Modell MK-2002
Die Abk. MK steht hier vermutlich für Marschkompass. Frühe Versionen sind mit einer Kompassscheibe von PASTO bestückt.

(Fotos Jaypee - Privatsammlung -
Zum Vergrößern, Bild anklicken
)

Datenblatt
- Durchmesser: 50 mm
- Höhe: 20 mm
- Gewicht: 120 g
- Kapsel: Kunststoff, weicher Boden
- Teilung: 400 Gon (existierte auch mit 360°-Teilung)
- Farbe: Schwarz oder Militärgrün

Anm.: Dieser Prismenkompass ist quasi identisch mit dem PASTO-Modell 206 S (s. weiter unten) aber er hat ein Metallgehäuse und keinen Marschrichtungspfeil. Wir wissen nicht, welches zuerst gebaut wurde. Imitation der berühmten britischen Mark III-Kompasse.

Modell Nr. ?



Vgl. mit dem nachstehenden Kompass
 von MILLER INNSBRUCK






Logo: auf manchen Kompassen steht
PERY - SUISSE (Bild rechts)

(Fotos Jaypee - Privatsammlung)

Datenblatt
- Abmessungen: .. x .. x .. mm
- Gewicht: .. g
- Teilung: 400 Gon
- Kapsel: Kunststoff, weicher Boden
- Metallspiegel: quadratisch, keine Visierhilfe
- Mit Ledertasche wie der Geologenkompass MK-2001


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MILLER

Steckbrief: MILLER ist ein österreichisches Optik-Unternehmen mit Sitz in Innsbruck.
Der (im J. 2013) 90-jährige Geschäftsführer von Miller Optik, Univ. Doz. Dr Bruno Miller, der die Firma 1951 von seinem Vater Kommerzialrat Fritz Miller übernommen hatte, hatte keinerlei Erinnerung an diese Auszeichnungspraxis. Miller hat nie kleine Kompasse gebaut, sondern optische Landvermessungs-Instrumente. (Theodoliten). Der Teilkreis und die Magnetnadel sind mit späteren Erzeugnissen der Fa. PASTO (bzw. WILKIE) identisch. Das Bakelitgehäuse ist mit dem obigen einfacheren MERIDIAN-Modell fast identisch.


 



Datenblatt
- Abm.: 65 x 65 x 25 mm
- Teilung: 360° rechtsdrehend
- Gewicht: 88 g
- Neigungsmesser: +/- 90°, Libelle
Der Deckel/Spiegel kann festgeschraubt werden. Er betätigt die Verriegelung der Magnetnadel.
- Anlegekante: keine 
- Markierung (rückseitig):

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M.I.O.

Steckbrief: Dieses Instrument ist das einzige, das wir kennen, das eine vollkommen schwarze Kompassscheibe aufweist (vgl. mit Stinger). Sie wurden in den Jahren 1915 -1930 von F. Barker & Son für die Indian Army (damals noch eine britische Kolonie) hergestellt. Das Muster wurde erfolglos auch in Großbritannien angeboten. Wir konnten die Bedeutung der Abkürzung M.I.O. bisher noch nicht herausfinden.



Pictures courtesy David / Nautical Antiques


Datenblatt
- Material der Scheibe: Aluminum
- Abmessungen: standard Verner's Pattern Mk VIII
- Weitere Markierungen:
• Am Boden: Pfeil der Army über einem 'I' (für India) zwischen den Buchstaben I (oder ist es die Ziffer 1?) und G.
• Auf der Ledertasche (Link zum Bild): Army-Pfeil über dem Buchstaben T

Mk 1 (Mark 1)

Steckbrief : Britisches Kompassmodell (s. Mark 1, 2 etc.). Er wurde auch von der französischen Armee in den 70er-80er J. verwendet (siehe F. BARKER & Son).

MKIII : siehe BARKER

MK3A

Mark III Modelle wurden in Australien während des 2. WK und auch nach 1966 von J. W. Handley in Melbourne gefertigt. Zu dieser Zeit war der Patentschutz abgelaufen und Australien produzierte für seine eigenen Streitkräfte. Indien baute auch MK3A-Modelle. Die Bedeutung der Abkürzungen O.D.D. und O.F.D. ist unbekannt. Datenblatt: s. BARKER - MK III (Fotos unten Privatsammlungen)


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MODÈLE 1922 (Mle 1922)

Der Modèle 1922 genannte Kompasstyp wurde im französischen Heer und in der Gendarmerie als Nachfolger des boussole directrice genannten Taschenkompasses kurz nach dem 1. Welkrieg eingeführt und bis zu dessen Ausmusterung (Mitte der 50er J.?) eingesetzt. Es gab auch ab 1954 eine kurzlebige Version mit Flüssigkeitsdämpfung (s. LEMAIRE).
Seine typische U-Form erinnert zwar an den berühmten BÉZARD-Kompass, durch den er nach dem 2. Weltkrieg ersetzt wurde, aber er bot nicht dessen Funktionalitäten.
Bild rechts (zum Vergrößern, bitte anklicken): Auszug aus dem Ausbildungshandbuch für Infanterie-Unteroffiziere Manuel du gradé d'infanterie. die beiden Ausführungen des Modèle 1922 mit und ohne Gehäuse.
Der Modèle 1922-Kompass stand Pate bei der Entwicklung in Polen des unter der Bezeichnung K.M.32 (bzw. M.K.32, s.o.) bekannten KULVIEC-Kompass, der zuerst von GERLACH und danach von JEZNACKI produziert wurde (siehe unter diesen Namen).
Er wurde ebenfalls in Belgien verwendet (Hersteller: DLM) Heer und Gendarmerie (?) von ... bis ...?
Es hat auch einen anderen ebenfalls Modèle 1922 genannten Kompass von der Fa. DOIGNON gegeben, der aber ganz anders konzipiert war.

Der Modèle 1922 Kompass, so wie er in einer Schulungsdokumentation des Institut Géographique National (IGN, 1943) beschrieben wurde. Über dem drehbaren Zifferblatt ist der gleiche schwarze feststehende Marschrichtungspfeil wie in den Kompasstypen des 1. Weltkriegs (siehe Taschenkompasse, MORIN und LUFFT).



Datenblatt
- Material: Aluminum
- Abmessungen: 750 x 60 x 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Außenmarkierungen:
. Am Deckelgelenk: Mle 1922 + Herstellername + Serien-Nr.
. Am Deckel: I.G.N oder MG (Ministère de la Guerre, Kriegsministerium)
- Anlegekante: 60 mm ohne Ziffern
Hersteller: Demaria-Lapierre, Lemaire, CRC, DLM,  GAUMONT, SECRETAN, Sté des Lunetiers (S-L) u.a.
- Teilung : Grad, Gon oder Strich.
Anm.: Die Deklination war an den ersten Exemplaren mit Gradteilung mit den Buchstaben NM (nord magnétique) gekennzeichnet (Abb. aus Note Technique sur les BOUSSOLES, 1931)
Ursprüngliche Militärversion
(DEMARIA-LAPIERRE)
- Teilung: 6400 Strich
- Marschrichtungspfeil mit radiumhaltiger Farbe im Deckel




Der Umgang in der Truppe mit diesem Kompasstyp wird im Werk L'ORIENTATION des Armee-Verlagshauses Lavauzelle ausführlich erläutert (Kopien erhältlich).
Offizielle Version von LEMAIRE
(Teilung: 400 Gon - s.a. die Versionen mit Flüssigkeitsdämpfung bzw. mit hängendem Spiegel, die dieser Hersteller 1954 patentieren ließ)



Foto unten: ein früher Bézard-Kompass zum Vergleich (Armeemodell 1910)
Modell 751* (1933/1940).
Version mit im Deckel eingeklebtem Spiegel und Einschub-Tabelle aus Neusilber.
- Radiummarken (Société Française d'Energie et de Radiochimie, 51-53 rue d'Alsace, Courbevoie)
- Gehäuse: Bakelit. Lieferant: Fa. Baldon mit Sitz in Bezons. Das 1. Muster wurde zw. Abnahme am 12.12.1933 vorgelegt.
- Durchsichtige Bodenplatte: Rhodoid
Dieses Muster wurde von Charles Collignon konstruiert, angemeldet und ges. geschützt (s. Prototyp u.r.).
Hersteller: Houlliot


Oben r.: Prototyp vom Modell 750 (für die Eintragung des Musters (modèle DÉPOSÉ) im Jan. 1934 hergestellt):
 
Bild o. r.: M. Collignon, der uns auch die technischen und historischen Daten zur Verfügung gestellt hat.
Modell 850* (1950er/60er J.)
Version mit Aluminium-Tabelle.
- Gehäuse: Kralastic (gegen statische Aufladung behandelter spezial-Kunststoff)
- Leuchtmarken waren ohne Radium.
Herst.: Collignon-Houlliot

 * Die Modell-Nr. erscheint in den firmeninternen Unterlagen (Preislisten)



Das Instrument existierte ebenfalls als
 Armeemodell mit 6400 Strichteilung.
Die Teilung betrug 400 Gon, 360° oder 6400 Strich je nach Wunsch des Kunden. Zusätzlich gab es eine Einschub-Umrechnungstabelle mit Skalen in D (degrés = Grad), G (grades = Gon) und M (millièmes = Strich) sowie ein 50 mm Lineal. Sie war in einem Schlitz zwischen der Kompassdose und dem durchsichtigen Gehäuseboden verstaut.



Ein Spitzenmodell wies eine doppelte Skala (Grad und Prozent) zur Messung der Neigungen (positive und negative Höhenwinkel) auf. Vorgehensweise: geöffneten Kompass mithilfe der Schnur senkrecht halten. Zielobjekt im Visier-Schlitz gegenüber der Skala anpeilen und Winkelwert an der Skala ablesen. Mit den Systemen von Büchi und Teleoptik vergleichen.



Die Kompasskapsel ohne Gehäuse wurde auch als Taschenkompass gebaut und exportiert (s. LUFFT Nr. 1950).
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MOM (Süss Nándor - IRÁNY)

Steckbrief - MOM (Magyar Optikai Művek, Ungarische Optische Werke) war eine ungarische Firma.
(1876 von Süss Nándor (1848-1921) in der Universität von Kolozsvár, 8 Mozsár-Str. gegründet und zuerst Süss Precíziós Mechanikai Intézet - Süss Institut für Präzisionsmechanik genannt). Die Fa. zog um 1900 nach 9 Alkotás-Str. Der Firmenname wurde 1939 in MOM geändert. MOMs Aktivität endete 1995. Ihr Logo setzte sich zusammen aus den drei Buchstaben MOM in einer kreisrunden Kartusche. Während der kommunistischen Ära hieß sie "Werk Nr. 41". Nur die Zahl 41 war an der Unterseite anstelle des Logos geprägt.
Diese Kompasse sind quasi identisch mit dem Vorbild BÉZARD aber etwas größer geraten.
Dieses Phänomen findet sich auch beim französischen Modèle 1922 und den polnischen Kompassen K.M. 32. Wir zeigen hier zwei Versionen: die ältere aus vorkommunistischer Zeit (s. Einzelheiten in den Datenblättern), hatte eine Kapsel und einen Deckel aus Messing. Die jüngere ist wesentlich leichter: Kapsel und Deckel sind aus Aluminium. Die Form und das Material des Tragrings sind ebenfalls verschieden. In beiden war die Magnetnadel flüssigkeitsgedämpft. Das Instrument wurde ebenso wie der Bezard UBK zusammen mit einem 10 cm Lineal verwendet. Der jüngere Kompasstyp soll auch von den nordvietnamesischen Truppen in den Unabhängigkeitskriegen (gegen Frankreich zuerst und die USA zuletzt) verwendet worden sein. Wenn dies stimmen sollte, war es wohl ein Geschenk des sozialistischen Bruderstaates trotz der unterschiedlichen Sprache der Himmelsrichtungen (siehe VERSCHIEDENES) und des Wortes IRÁNY für DIRECTION/RICHTUNG. Anscheinend hat MOM lediglich die große Militärversion gefertigt. Die mit LUFFTs "Kleinem Modell I (ohne Spiegel) " identische Version wurde von GAMMA gefertigt.

MOM baute auch eine Kopie des Modells Mark III von F. Barker (s. www.CollectingMilitaryCompasses.tk).

Ursprüngliches Aluminium-Modell  (1930) mit blau-grauer Lackierung.
Deckel:IRÁNY bedeutet RICHTUNG auf Ungarisch




Herstellername und Logo:
Süss Nándor R. T. Budapest
Serien-Nr.: 41868



Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Die Bézard-typische Magnetnadel mit einem Kreis am Südende



Teilkreis mit 6400 Strich linksdrehend



Nord (Észak, s. Versch./ Himmelsrichtungen/ Ungarn) steht bei 3200 Strich wie bei älteren Bézard-Modellen.
Das alte Wappen Ungarns (Kossuth-Typ) auf der Ledertragetasche
(Zum Vergrößern, Bild anklicken)



Logo der Fa. MOM:


Datenblatt MOM-Modell 1939
- Abmessungen: 80 x 70 x 20 mm
- Teilung: 6400 Strich, linksdrehend, Null bei Süden
- Durchmesser: 55 mm
- Gewicht: 285 g
- Anlegekante (Lineal): 50 mm
- Beschriftung des Glases:
39 M. TÁJOLÓ ('Kompass Mod. 1930/1939' auf Ungarisch)
- Beschriftung am Deckel: IRÁNY (Direction/Richtung)
- Werkstoffe:
. Gehäuse: Bakelit, grünlich
. Deckel: Messing
. Tragring: Nickel (rund)
- Beschriftung auf der Gehäuse-Unterseite:
. MOM-Logo
. Serien-Nr.: 8372
Deckel  IRÁNY = RICHTUNG auf Ungarisch



Die späteren Versionen hatten einen kreisrunden Spiegel, der an der Außenseite zwecks Sichtschutz auch grün gestrichen war (Foto: bitte HIER klicken).
Teilkreis mit der typischen Teilung des Warschauer Paktes: 6000 Strich rechtsdrehend
(2. Version: 1949er Definition)

Vergleich der Tragringe
links: das ältere Modell,
rechts: das jüngere Modell


Datenblatt
Abmessungen: dto.
- Teilung: 6000 Strich, rechtsdrehend, Nord gegen Null
- Gewicht: 150 g
- Material:
. Gehäuse: Bakelit, braun-rot
. Deckel: Aluminium
. Tragring: Aluminium (teilw. oval)
- Beschriftung an der Gehäuse-Rückseite:
. 41 (Bezeichnung des Hersteller-Werkes)
. Serien-Nr.: 954557
- Im Gegensatz zum Bézard- Kompass ist kein Papierpfeil im Deckel mehr vorhanden.
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MORDAN

Steckbrief: Die Fa. S. Mordan & Co hat hauptsächlich Kompasse nach dem Verner-Muster während des 1. Weltkrieges produziert.
Das hier gezeigte Instrument ist ein Spiegel-Kompass, der Merkmale anderer für das US Corps of Engineers durch Cruchon & Emons bzw.  PLAN gefertigten Kompasse bezitzt.
Zu  VERNER Mk VII und VIII: siehe French Limited (F-L) und Ed. KOEHN.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 21 mm
- Gewicht: 150 gr
- Zifferblattmaterial: Glimmer, transparent
- Innerer Anstrich: Radium
- Datum: 1915
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MORIN

Steckbrief: ehemaliges französisches Unternehmen (Verkäufer - für mehr Informationen HIER klicken).
Siehe auch Geologenkompasse sowie Taschenkompasse.

MORIN vertrieb in den 60er Jahren eine (von Collignon gefertigte) zivile Weiterentwicklung des Modèle 1922 (s. weiter oben). MORIN schaffte es, seinen Namen in der größten französischen Enzyklopädie drucken zu lassen... (Bild u.: Grand Larousse Encyclopédique, Ausg. 1968).

Der im MORIN-Katalog 1930 boussole directrice genannte Kompass (s. Bild rechts) wurde in diesem Museum wegen seiner Form in der Kategorie Taschenkompasse beschrieben, obwohl er von der Funktion her als Marschkompass einzustufen ist. Außerdem weist er Ähnlichkeiten mit anderen Erzeugnissen auf (vgl. LUFFT, BUSCH usw.). Er wird generell als der Standardkompass der französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg betrachtet.

MORIN-Katalog, ca. 1930
(Bild anklicken um zum entspr. Artikel zu gelangen)
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- N -

NEAG

Steckbrief: Norddeutsche Elektro-Akustik Gesellschaft, Kaufhold K.-G., Berlin SO 36, Oranienstr. 185. NEAG war einer der Hersteller, denen BUSCH Nachbaulizenzen für den Standard-Marschkompass der Wehrmacht vergab, während traditionsreiche Kompassmacher vom Markt verdrängt wurden (siehe Briefwechsel im BUSCH-Steckbrief). Der Dreibuchstaben-Code war cjy. Technische Beschreibung: s. BREITHAUPT. (Fotos Jaypee, Privatsammlung)

NEWTON & Co.

Steckbrief: Ehem. britisches Unternehmen (für mehr Details HIER klicken). Siehe auch Taschenkompasse.
Allem Anschein nach handelt es sich hier um den ältesten bekannten Prismen-Marschkompass gemäß dem Verner's pattern.
Es trägt die Bezeichnung Mark IV und die rotierende Karte aus Perlmutt weist eine einzige Reihe von Zahlen auf.



Zum Vergrößern, Bilder anklicken.
(Fotos Steven Wiggins)


Datenblatt
- Material: Messing, Perlmutt
- Teilung: 360 deg.
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 53 x 16mm
- Gewicht: 130 g
- Markierungen: Herstellername am Rande des Deckels, Ser.-Nr. 160 auf dem Prismenschutzblech sowie die Ziffern IV und 46 an der Unterseite neben dem dreizackigen Symbol der British Army.

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NIEDERMANN

Albert NIEDERMANN war ein schweizerischer Erfinder aus Zürich-Höngg. Er erhielt mehrere Patente für Kompassysteme, wovon der Berner Hersteller BÜCHI zwei Modelle in Serie fertigte. 

Orientierungskompass
Patent Nr. 152.634 (1932)



Zum Vergrößern, Bilder anklicken
Orientierungskompass
Patent Nr. 199.512 (1938)

Orientierungskompass
Patent Nr. 234.145 (1944)
Diopterfreie Orientierungsbussole
Patent Nr. 376.280 (1964)
Dieses Instrument wurde nie gefertigt.


Magnetnadeldose mit Flüssigkeitsfüllung zur Dämpfung der Magnetnadelschwingungen
Niedermann hatte 1940 ein Patent (Nr. 165.879) für eine Membranfensterdose (Flüssigkeitskapsel) angemeldet, das von den schwedischen Firmen Instrumentfabriks-Lyth und Svenska Elektro-Industri Co. angefochten wurde, weil es die Rechte ihres Patents Nr. 193.664 verletzte. Niedermanns Lösung wurde 1943 in einem neuen Patent (Nr. 228.002) beschrieben: die Anpassung des Volumens an die druck- und temperaturbedingten Variationen erfolgte über die Verformung der Seitenwände der Kapsel und nicht durch die Verformung des Bodens oder des Deckglases...
Abb. aus dem Patent (Bild anklicken für die komplette Darstellung und die Originalskizze von Niedermann)



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NIFE

Steckbrief: NIFE war ein schwedisches Unternehmen, das Nickel-Eisen-Batterien in England baute. Der Name setzt sich aus den entsprechenden chemischen Zeichen Ni-Fe zusammen. Ein Mitglied der Fa. SILVA hat uns mitgeteilt, dass dieser Kompasstyp von der Fa.  A/B Lyth auf der Basis eines Konzepts von Gunnar Tillander gefertigt wurde. Wir wissen nicht, welche Beziehung zwischen diesen beiden Firmen bestand. Später wurde er auch von SILVA nachgebaut. Er war eines der ersten mit Flüssigkeitsdämpfung (abgesehen vom Typ Mk III der Fa. F. BARKER & Son).
Schweden verwendete bis vor Kurzem eine Teilung mit 6300 Strich (streck auf Schwedisch).



Der Name NIFE sowie das Wort Patent sind im Deckel erhaben geprägt. Nur eine Visierlinie aus Leuchtfarbe, kein Spiegel (Vgl. mit LYTHs und SILVAs Modellen)

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
  

Bild oben l.:
vorläufige Version mit drei Fenstern von 1932 (im Deckel: PAT. SÖKT = Patent beantragt)
Bild oben r.: endgültige Version von 1933

 
Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 68 x 20 mm
- Gewicht: 210 g
- Gehäuse aus Bakelit und Edelstahl mit Lederband
- Zeiger: Flüssigkeitsgedämpft
- Teilung: 6300 Strich, rechtsdrehend. Die rote Nordmarke liegt genau auf der Zahl 63. Himmelsrichtungen in schwedischer Sprache (West-Ost: V-Ö)

An der Unterseite sind kleine Bohrungen über Kreuz angeordnet. Dies dient dem freien Luftaustausch, damit die Flüssigkeitskapsel sich dem jeweiligen Luftdruck anpassen kann.

NISTRI

Steckbrief: Raffaelo Nistri (s. OMI in Luftfahrtkompasse.) war ein italienischer Ingenieur und Unternehmer. Er hat 1956 ein Patent für einen Marschompass bekommen (s. Schweizerversion Nr. 314952).

NVA

Die Nationale Volksarmee (NVA) der ehemaligen DDR benutzte Marschkompasse der Firma Freiberger Präzisionsmechanik (FPM).
Ansicht einer Lehrtafel für die Wehrausbildung (Ministerium für Volksbildung)      
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- O -

OBSERVATOR

Steckbrief - OBSERVATOR war ein holländisches Unternehmen (Rotterdam), 1924 gegründet, 1996 von Kelvin Hughes übernommen und ist im Konzern Lilley & Gillie Ltd aufgegangen (s. WIKIPEDIA engl.: John Lilley & Gillie). Es sind andere Instrumente bekannt wie z.B. Sextanten und Schiffskompasse (s. diese Kategorie).



Hollands Version des berühmten Mk III
Modells (s. F. Barker & Son)
Fotos G. Ralph

(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)
Datenblatt

- Teilung: 360°, Himmelsrichtungen auf Niederländisch (Z = Zuid = Süd)
- S./Nr.: 691 D
Markierung (Rücks.):
NV OBSERVATOR ROTTERDAM
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OPTOS

Steckbrief: ehemaliger deutscher, schweizer oder österreichischer Hersteller (z.Zt. liegen noch keine Daten vor).
Dem Bézard-Kompass der Fa. LUFFT stark nachempfundenes Instrument (vgl. mit dem kleinen Armee-Modell I, ohne Spiegel).
Alle Merkmale des berühmten Vorbilds sind vorhanden. Der einzige sofort sichtbare Unterschied im Design ist der Pfeil auf dem Deckel, der sich unter dem Wort RICHTUNG befindet (LUFFT-Design: s. BÉZARD-Kapitel). Die Lünette ist im Gehäuse mittels Einschiebedraht gesichert. Dieses System kennen wir ansonsten nur vom TRIUMPH-Kompass (s. Bild vom zerlegten TRIUMPH-Kompass HIER).




Im Gegensatz zu LUFFTs Bézard-Kompass waren das Wort Richtung und der Pfeil getrennt. 
Datenblatt
- Gehäusematerial: Alumimium
- Teilung: 6400 Strich, linksläufig
- Abmessungen: 70 x 58 x 13 mm
- Gewicht: 55 g

Abgebildet ist das Modell Nr. 5020. Das Modell 5021 besaß einen Spiegel ähnlich dem Bézardschen kleinen Armeekompass von LUFFT.
Die Missweisungsmarke besteht aus einem Metallzünglein, das im Einfassrahmen des Glases eingebaut ist.
Anpasung an die magnetische Deklination: Das Glas konnte in der Fassung verdreht werden, um an ein anderes Einsatzgebiet angepasst zu werden.

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Das Feststellungssystem der Magnetnadel ist einzigartig: Eine zwischen den Anlenkungsnieten des Deckels eingebaute, nicht einsehbare Nockenwelle drückt den Hebel der Magnetnadefeststellung beim Schließen.

Fotos links: Ansichten der Schachtel und der Gebrauchsanweisung
(Kopien auf Wunsch erhältlich)

ORION

ORION ist der Modellname eines Kompasses (siehe KRÖPLIN).
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- P -

PASTO - Paul STOCKERT

Steckbrief: Ehemaliges deutsches Unternehmen (für mehr Information HIER klicken).
PASTO produzierte zuerst KÜHRTs einziges Modell aber etwas kleiner und mit vielen kleinen Detailänderungen. PASTO baute auch den typischen Wehrmacht-Landserkompasse in verschiedenen Ausführungen nach. Die Liste der Modelle ist unvollständig. Nr. 2 - 4 sind nicht bekannt. Es handelte sich dabei vermutlich um Varianten von Modell 1 (mit Spiegel, mit weißem Teilungsring usw.). Ein Katalog nennt acht verschiedene. Zuletzt kam der Prismatik-Kompass 206 S.
Foto rechts: Das Firmenlogo      
S.a. Taschenkompasse

Modell Nr. 1 - Marschkompass nach der üblichen Kastenform von BUSCHs Jungendienst-Kompass der 1930er J. Einfache Ausführung ohne Spiegel-Deckel.


Das gleiche Modell jedoch mit der doppelten Teilung auf weißem Grund des Kührtschen Kompassmodells.


Datenblatt
- Material (laut Prospekt): Pressmasse, d.h. Bakelit
- Feststellen der Nadel: Hand-Hebel
- Abmessungen: 70 x 60 x 18 mm
- Gewicht: 40 g
- Teilung: nur 64oo Strich. Die Leuchtmarke für die Missweisung is bei 5°W und in etwa consistent mit dem Jahr 1950.
Die Beschriftung (PASTO Germany) sowie das Vorhandensein zweier Anlegekanten (50 mm und 2 Zoll) zeugen eines Fertigungsdatums nach dem 2. Weltkrieg.
Wanderkompass - Form und Funktion mit KÜHRTs Modellen identisch, jedoch noch kleiner.


Datenblatt
- Abmessungen: 85 x 65 x 18 mm
- Gewicht: 75 g

Eine späte Version mit Flüssigkeitsdämpfung und engl. Himmelsrichtungen enthielt eine Skala zur Berücksichtigung der lokalen Missweisung (Declination).


Modell Nr. 5, wie 1 jedoch aus Kunststoff, mit Spiegel und Leuchtmasse sowie Umklappring. Existierte in schwarz und in hell beiger Farbe. Die gleiche Spiegel-/ Deckelform findet sich übrigens auch bei einem späteren Modell von C. Stockert.
Dieser kompass trug die Nr. 11 bzw. 12 in der Fluidkapsel-Ausführung.


Bild Links: Nr. 5 beige, rechts Nr. 12 Fluid

Bilder Nr. 12 Fluid und 5s copyright Sancho Urbina
(Zum Vergrößern, Bilder anklicken)



Ausführung vom Nr. 5s (S = Schnur) mit der Kompassrose des KÜHRT-Modells
(Grad- und Strichteilung)
Bedienungsanweisung, Deckblatt



Datenblatt
- Abmessungen: 70 x 60 x 20 mm
- Gewicht: 55 g
Das flüssigkeitsgedämpfte Modell hatte eine rote Magnetnadel. Diese Kapsel wurde vermutlich von WILKIE geliefert.


Prismenkompass Modell 206 S mit Flüssigkeitsdämpfung
Leichter Nachbau des berühmten britischen Systems (beispielsw. Barker). PASTO lieferte an MERIDIAN die Scheiben für die frühe version dessen Modells MK-2002 (s. weiter oben).


Wie damals üblich hatte das Lederetui eine Lasche mit einem Knopfloch zur Befestigung an der Jackentasche.



Datenblatt
- Gehäuse-Durchmesser: 48 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 70 g
- Marschrichtungszeiger mittels Rändelknopf durch die obere Scheibe einstellbar wie bei den älteren Taschenkompassen der Firmen LUFFT und BUSCH.
  Datenblatt
- Abm. :  55 x 85 x 20 mm

Exportversion (USA) mit rechteckigem Gehäuse. Vergl. mit WILKIE's Version mit hängendem Spiegel.

Gebrauchsanweisung in englischer Sprache vorhanden.
 

Im Nov. 1972 ließ Paul Stockert ein System mit interner Beleuchtung gesetzlich schützen (DBGM-Nr. 7243598). WILKIE produzierte es 1973 mit mehreren Weiterentwicklungen (Link zur techn.  Beschr. und mehr Fotos).



Die Beleuchtung der Kapsel wird mithilfe eines Rädchens auf der Seite der Zoll-Skala eingestellt (vgl. mit dem entsprechenden Eschenbach- Modell).

Fotos: F.Liebau / Nachbearbeitung J.-P. Donzey
Abb.: Gebrauchsmuster-Blatt von März 1973

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PERMAN

Steckbrief: Emil Perman war ein Erfinder. Er bekam 1914 ein Patent (Nr. 304765, Bild von S 1) für einen Marschkompass mit durchsichtigem Boden und herunterklappbarem Spiegel. Das Patent wurde jedoch erst 1918 veröffentlicht. Dieses Prinzip wurde später u.a. von WILKIE übernommen.

PLAN

Steckbrief: PLAN war ein schweizerischer Hersteller. Der Name leitet sich aus der Anschrift der Firma von David Perret et fils (PLAN-Uhren), die sich im Stadtviertel Le Plan in Neuchâtel befand. David starb 1908, aber sein Sohn setzte den Betrieb fort.
Bereits vor dem 1. Weltkrieg baute PLAN (vermutlich für die Schweizer Armee) den nachstehend abgebildeten Kompass. Dieser zeichnet sich aus durch die doppelte 3200-Strich-Teilung, (d.h. zus. 6400), die auch am alten BÜCHI-Sitometer beobachtet werden kann.

Modell ca. 1910 ?


(Bild anklicken: Detailansicht des Zifferblatts)


Seitenansicht geschlossen.  Der Firmenname ist auf dem Anlenkbeschlag geprägt
(s. Bild r.)

GOERZ baute ein sehr ähnliches Instrument
Datenblatt
- Durchmesser: 55 mm
- Höhe: 17 mm
- Gewicht: 100 g
- Teilung: 2 x 3200 Strich


PLAN Ltd baute auch Spiegelkompasse für das U.S. Corps of Engineers während des 1. Weltkriegs. Das gleiche Modell wurde auch von Cruchon & Emons hergestellt. Das Patent wurde erst am 18.8.1918 von Longines angemeldet. Vgl. mit der von Abercrombie & Fitch vertriebenen Version. Bedienungsanweisung und 'Rules to be observed': HIER KLICKEN.

Spiegelkompass
1. Weltkrieg



Die pfeilförmige Marschrichtungsmarke bestand nur aus einem breiten Strich in der Version von C. & E. Die Version des argentinischen Heeres ist in spanischer Sprache beschriftet.


Der Spiegel war eine im Deckel eingeklebte, auf Hochglanz polierte Scheibe aus Edelstahl. Die Visieröffnung der A.& F. Version war ein rundes Loch.
Datenblatt
- Durchmesser: 54 mm
- Höhe: 18 mm
- Gewicht: 150 g

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PÖFERLEIN

Kartenwinkelmesser und Planzeiger (Erläuterungen HIER).

Planzeiger - ca. 1935 ?



Zum Vergrößern, Bild anklicken
Gesamtansicht mit Tasche und Gebrauchsanweisung

Datenblatt
- Seitenlänge: 100 mm
- Kompassdicke: 7 mm
- Teilung: 6400 Strich, auf dem Kompass: nur Himmelsrichtungen
- Faden zur Messung von Winkeln auf der Karte
- Für Karten im Maßstab 1:100.000.

Fotokopien der Gebrauchsanweisung und der Tasche erhältlich

Polen

Steckbrief: Polnische Version des russischen Kompasses Modell AK der Roten Armee.



Zum Vergrößern, Bild anklicken

Datenblatt
- Abm.: 75 x 55 x 20 mm
- Teilung: 6000 Strich, rechtsdrehend, Himmelsrichtungen in polnischer Sprache (s. VERSCH. / Himmelsrichtungen)
- Der Balken in der Mitte verläuft gemäß einer N-S-Achse, während er auf den deutschen Kompassen der Wehrmacht auf einer O-W-Achse ausgerichtet war (s. Breithaupt, Busch - vgl. mit FPM).
- Leuchtmarken: Radiumhaltige Farbe (Link tzum Bild, ähnlich dem AK-Modell)
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Prismenkompass

Der Prismen-Kompass wurde von Henry Kater 1811 erfunden und im Jahre darauf von C. A. Schmalcalder verbessert und patentiert. Einer der bekanntesten Prismenkompasse war der am Anfang des 20. Jh. von den britischen Streitkräften eingesetzte VERNER-Modell. Ein anderes ebenfalls berühmtes System ist die von Kapt. Creagh-Osborne patentierte Lösung mit einem auf der gegenüberliegenden Seite des Instrumentes eingebauten und sehr großen Prisma, das das Ablesen der Werte ermöglichte, wenn man den Kompass in der Hand oder am Handgelenk in ca. 40 oder 50 cm vom Auge hielt.
Prismenkompasse weisen ebenso wie die Spiegelkompasse eine doppelte Beschriftung der Kompassrose auf: die eine kann mit bloßem Auge gelesen werden, während die andere in Spiegelschrift gedruckt ist und durch das Prisma (mit viel höherer Genauigkeit) gelesen wird. Das Prisma ist in der Höhe verstellbar, um die Anpassung an die jeweilige Sehschärfe des Benutzers zu ermöglichen. An den meisten Modellen wird das Prisma nach vorn bzw. nach hinten um 180 Grad hoch und herunter umgeklappt. Es gibt allerdings auch ein deutsches Modell aus dem 2. Weltkrieg, an dem das Prisma seitlich um 90 Grad geklappt wird (siehe Armbandkompasse, Buchstabe N: unbekannte deutsche Kompasse).
Die sehr schmale Visierlinie im Deckelfenster gesehen über dem vergrößerten Abbild der Kompassrose ermöglicht eine hohe Ablesegenauigkeit.

Wie beim Peigné-Kompasssystem und den CRUCHON & EMONS sowie PLAN Kompasstypen kann die Pendelbewegung der Kompassrose mittels einer kleinen Bremse schneller zum Stillstand gebracht werden.



Mit einem Prismenkompass können einerseits:
- die Landschaft bzw. das Ziel durch ein Visier (hier ein Glasfenster mit Visierlinie im Deckel) sowie andererseits
- die Winkelwerte der Kompassrose durch die dem Auge anpassbaren Optik betrachtet werden.



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)

Die Ablesegenauigkeit beträgt hier etwa 1/3 Grad.

 
Bedienungshandbuch für Prismenkompasse (1917)

(Fotokopien der französischen Originalfassung oder der erweiterten englischen Übersetzung können bestellt werden - s. in der Boutique)


Zeichnung aus The Soldier's Handbook
(Chap. 12 - Use of Compass and Map, 1941 - Kopien in der Boutique erhältlich)

Andere Prismenkompasse in diesem Museum:
- Armbandkompasse: Creagh Osborne
- Geologenkompasse: F. Barker, Hutchinson, Th. Jones, K&R, Lawes Rabjohns, M1918, Wichmann, Wilkie ...
- Marschkompasse: F. Barker, F-L (French Ltd.), Ed. Koehn, PASTO, Stanley, T.G. Co. Ltd London und selbstverständlich... VERNER!

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- Q -

- R -

Radio Militaire

Steckbrief: Hersteller dieses Instruments war Houlliot (1930er J.), wie dies an der Gravur zu erkennen ist.
Dieser in einem Holzgehäuse eingebaute Kompass ähnelt dem Modèle 1922. Er ist mit den Worten "RADIO MILRE" (militaire) gekennzeichnet. Wir vermuten, dass er zur Ausrichtung eines Richtfunkgeräts eingesetzt wurde.


Datenblatt
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g
- Teilung: 360°

Radiumhaltige Leuchtfarbe

Das französische Unternehmen Société Nouvelle du Radium  wurde 1907 von Jacques DANNE gegründet. Er war Laborgehilfe im laboratoire Pierre CURIE und starb 1919). Es befand sich in Gif-sur-Yvette (Quelle: internet) und war die erste Fabrik, die dieses Material in industriellem Maßstab produzierte. Ein Gemisch* aus mit Zinksulfit angereichertem Kupfer (ZnS+Cu) und Radium (226Ra) reagierte durch Ausstrahlen eines grünlichen Lichtes. Nachdem das Zinksulfit ausgebrannt ist(nach ca. 30-50 J.), nimmt es eine orangenfarbene Tönung an (s. den DOLLOND-Kompass in der Tabelle), aber das Radium bleibt für mehrere Jahrhunderte radioaktiv (Halbzeitwert beträgt 1602 years). Der brit. Capt. Creagh-Osborne hat 1916 ein Patent (Nr. 110.203 Link zu Foto) über die Herstellung von Markierungen aus Radiumfarben angemeldet. Dieses Gemisch wurde für die Ziffern und andere Markierungen an Uhren, Bordinstrumenten und Kompassen bis in die späten 1950er-Jahre verwendet (s. Beispiele in der Tabelle).
ACHTUNG - GEFAHR FÜR DIE GESUNDHEIT ! Lesen Sie in Wikipedia The radium Girls und weitere Informationen auf der Website Vintage Watch Straps.

* Proportionen wurden auf S. 43 des Protokolls einer am 9. Dez. 1915 bei der britischen Admiralität (Compass Observatory) abgehaltenen Besprechung angegeben.



Gebrauchsanweisung für die Verwendung von radioaktiver Leuchtfarbe


Gläschen mit dem von der Firma Société Nouvelle du Radium
gelieferten Pulvers

(Die Fotos in den Zellen 1-3 wurden von einem Besucher übermittelt, der seine Identität nicht preisgeben möchte)

Schachtel mit in Bleifolien eingewickelten Pulvergläschen und Malutensilien (Pinseln und Mischschalen. Das Meßgerät daneben zeigt einen Wert von ca. 95 µSv/h an, was dem Tausendfachen der natürlichen Umgebungstrahlung entspricht (0,09 µSv/h).


Der Kompass der französische Soldaten im 1. Weltkrieg (genannt  Boussole directrice) weist noch einen Wert von 1,7 µSv/h auf.


DOLLOND marching compass (1916):
4 millirem/hr

Aircraft compass designed by Creagh-Osborne, Pattern 259  (1917): 2,84µSv/hr


British Army wrist compass
 (abt. 1956): 1,32µSv/h


The DOLLOND compass dial turned orange

Dokument der französ. Fa.  HOULLIOT: Seite 1 der Arbeitskarte für die Anfertigung des Standardkompasses (s.o. re.). Der Titel lautet: Boussole au radium fond à cercle / Directrice fond tournant à flèche 55 mm (1911)

Broschüre zum deutschen BÉZARD Kompass (1913) mit Angabe der Radiumhaltigen Markierung (rot umrahmt) und ein Bild zur Sichtbarkeit in der Dunkelheit.

Wrist compass made by F. Barker & Son (ca. 1920)




Wehrmacht-Kompass Breithaupt (hap) 2.WK:
0,87 µSv/h




Rote Armee Kompass:
1,09 µSv/h
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RECORD

Steckbrief: RECORD war ein Schweizer Uhrenhersteller, der in den 30er Jahren einen sehr ungewöhnlichen Marschkompasstyp entwickelt hatte. Es war von Dr. Jakob Leutenegger aus Basel 1933 patentiert worden (Nr. CH-160.792). Sehr wenige Exemplare davon sind erhalten (für mehr Informationen HIER klicken).

ARMEE-MARSCH-VISIER-KOMPASS





Die Bezeichnung "Armee-Marsch- Visier-Kompass" ist auf dem Gehäuse der Exportversion nicht eingraviert.




Gebrauchsanweisung in franz. Sprache
(kurze Fassung: 1 S.)

Kopien aller Unterlagen können bestellt werden.
Datenblatt
- Material: Aluminium-Gehäuse (deutsche Version) bzw. Edelstahl (Export Version)
- Abmessungen: 148 x 50 x 15 mm
- Gewicht: 135 g (Alu.) / 250 g (Edelstahl)
- Höhe, Spiegel aufgerichtet: 75 mm
- Lineal an der rechten Seite: 120 mm
- Ein Leuchtpunkt auf der Lünette ermöglichte das Feststellen eines Peilwinkels. Himmelsrichtungen auf Deutsch bzw. Französisch. Visierlinie in roter Farbe auf einer Glassplatte, die über dem Kompass liegt. Die beiden Deckelhälften haben innen je einen Spiegel. Sie rasten jeweils bei 90° und 45° ein. Diese Anordnung ermöglicht eine nicht verkehrte Widerspiegelung der Kompassrose.
- Unterschiedliche Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache jeweils für die Schweiz und das Deutsche Reich (lange Fassung: 4 S.):

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RECTA

Steckbrief: ehemaliges Schweizer Unternehmen (für mehr Informationen HIER klicken).
Abbildung eines Werbeprospekts in französischer Sprache aus den 50er Jahren: HIER klicken.



Das ursprüngliche DP-Modell
Dieses Exponat ist ein sehr seltenes Exemplar: anhand seiner Serien-Nr. (01377) kann man es auf das erste Produktionsjahr (1942) datieren.




Das Grundmodell (s. Patent rechts) wurde 1955 geändert, um die Möglichkeit hinzuzufügen, die Missweisung zu korrigieren (S. Abb. aus dem Patent Nr. 333971).
Datenblatt
- Teilung: 6400 Strich
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 65 x 46 x 19 mm
- Gewicht: 100 g

Serien-Nr./Herstellungsjahre:
Nr. 00001 - 07221 = 1942
Nr. 07222 - 17383 = 1943
Nr. 17384 - 38241 = 1944

Diesem Grundmodell folgte der Kompass DP5, der bis 1980 von den eidgenössischen Streitkräften verwendet wurde. Es wurde durch das Modell DP6 ersetzt, das bis heute im Einsatz ist.

Abb. aus dem Patent
Anpeilen (Bild anklicken um den Kompass von vorne zu sehen)



Bild unten: Modell DP5 des österreichischen BUNDESHEERES (nicht mit der deutschen BUNDESWEHR zu verwechseln). Prägung rechts unter dem Wappen Österreichs: BH 20



(Zum Vergrößern, Bild anklicken)
Gebrauchsanleitung der Schweizer Armee (Kopien verfügbar in deutscher und französ. Version)



MODELL DS56

Datenblatt

- Abmessungen: 100 x 65 x 18 mm
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REFLECTOR

Steckbrief: Einfacher Spiegelkompass, von dem mindestens zwei verschiedene Versionen hergestellt wurden. Der an der Lünette befestigte Spiegel besteht aus einem kleinen angelenkten Silberplättchen. Er rotiert um 360 Grad. An seiner Rückseite sind an manchen Modellen die Worte PATENT APPLIED FOR C.F.R. (Patent angemeldet für C. F. Ryland) eingraviert. Das Gehäuse hat viele Ähnlichkeiten mit einer weiterentwickelten Version des Magnapole-(Taschen)kompasstyps von Short & Mason (Abmessungen, Befestigungsschrauben des Visierfensters, Tragring, Nadelverriegelung, Gravur der Worte "THE REFLECTOR COMPASS" usw.) 
Ein anderes Modell ist eine modifizierte Version des Service Pattern Liquid Prismatic Compass von F. Barker & Son (1910).




(Zum Vergrößern, bilder anklicken)
Modellbezeichnung: REFLECTOR
Hersteller: vermutl. Short & Mason
Konzept: C.F.R.
Signatur des Verkäufers an der Unterseite des Gehäuses:
G. C. BATEMAN Opticians, Reading and Branches

Datenblatt
- Abmessungen (Durchm. x Höhe): 50 x 20 mm
- Teilung der Kompassrose: 360°, Nordpfeil aus radiumhaltiger Farbe
- Teilung am Gehäuse: 360 Grad und Himmelsrichtungen
Der kl. Spiegel wurde im Patent Nr. 24.792 von S. S. Lawrence beschrieben (s.a. Cruchon & Emons sowie PLAN Ltd).
Datenblatt
- Kompassscheibe-Muster: Service Pattern (British Army, 1. Weltkrieg)
Zusätzl. mit Kimme und Teilkreis am Gehäuse. Farbe ist stark Radiumhaltig
- Abm.: 48 x 26 mm
- Spiegelrücks.: Patent-Nr. 11787/15, erteilt an Charles Frederick RYLAND (CFR), 109, Saint Michaels Road, Aldershot, Jeweller's Salesman, (6 Seiten, Fotokopie verfügbar).

Hersteller unbekannt (vielleicht F. Barker & S.), Vertrieb durch JUNIOR, ARMY AND NAVY STORES Ltd., einer 1871 gegründeten Genossenschaft, die 1879 in eine Fa. umgewandelt wurde (siehe die kompl. Geschichte auf Wikipedia - Englisch)
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Russland

Steckbrief: Dieses Instrument trug in der Roten Armee die Bezeichnung AK (Artillerie-Kompass). Es ist quasi identisch mit den Marschkompassen (MK) aus dem 2. WK die u.a. von Breithaupt, Busch usw. gefertigt wurden. Dieses Design wurde in der DDR von FPM für die NVA gefertigt und in die "Bruderländer" exportiert.
Es sind zwei Versionen bekannt: eine militärische mit 6000-Strich-Teilung und eine zivile mit 360-Grad-Teilung.
S.a. die Polnische Ausführung (weiter oben).

AK-Modell der Roten Armee



Zum Vergrößern, Bilder anklicken

Zeichnung aus dem Buch Verzeichnis der Geräte für militärische Geländeerkundung (1973, Zeichnung anklicken für eine kompl. Beschreibung)

Zivile Ausführung


Datenblatt
- Abm.: 75 x 55 x 20 mm
- Teilung: 6000 Strich oder 360 Grad, rechtsdrehend, Himmelsrichtungen in russischer Spr. (see Versch./Himmelsrichtungen)
- Der weiße Balken in der Mitte zeigt die N-S-Achse (s.a. FPM).
- Leuchtmarken: Radiumhaltige Farbe (Link zum Bild, nur milit. Version)

Besuchen Sie auch die Website Topografische Orientierung mit der Karte
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